DJB Juniorteam geht mit neuem Konzept ins neue Jahr

Seit vielen Jahren bietet die Jugend im Deutschen Judo-Bund (DJB) jungen motivierten Menschen die Möglichkeit, sich auf Bundesebene zu engagieren. Für 2018 hat die Jugend allerdings einige Veränderungen beschlossen.

23.12.2017 von [Fabian May]

Das junge Engagement ist im Deutschen Judo-Bund nicht mehr wegzudenken. Junge Menschen zwischen 16 und 27 können sich im DJB Juniorteam engagieren und sind ein wichtiges Rädchen in der großen Organisationsmaschinerie des Judosports geworden. Auf Bundesebene übernehmen sie freiwillig wichtige Aufgaben.

Manchmal wird über die Arbeit berichtet, aber allzu häufig stehen die jungen Engagierten selber hinter Kamera und Bildschirm und produzieren Inhalte - oder sie arbeiten komplett hinter den Kulissen und leisten hier unerlässliche Arbeit. Nun soll die Struktur des Juniorteams transparenter und zukunftsfähiger gestaltet werden, indem Schwerpunktthemen gesetzt werden.

Die Struktur des "neuen" DJB Juniorteams orientiert sich vor allem an den bisherigen, erfolgreichen Aufgaben und Vorgehensweisen. Den ersten Zugang zum Juniorteam erhalten interessierte junge Menschen durch den Besuch eines der Juniorteamtreffen. Es sollen jährlich zu den Schwerpunktthemen "Medienarbeit", "Workshops" und "Veranstaltungen" zentrale Treffen durchgeführt werden, bei denen die Teilnehmenden in die Thematik von Experten eingeführt und geschult werden, um selber mitarbeiten zu können. Die DJB Jugend bemüht sich, die Treffen weiterhin kostenfrei zu halten und bei den Fahrtkosten stark zu entlasten.

 

Das Juniorteam versucht weiterhin, eng mit Schlüsselfiguren im Judosport zusammenarbeiten. Im Bild: Geschäftsführer Reinhard Nimz.

Zusätzlich bietet die DJB Jugend den Juniorteamern weiterhin die Plattform, eigene Ideen auf Bundesebene zu verwirklichen. Mit dem erlangten Expertenwissen auf Bundesebene können und sollen die Teamer im Anschluss ihren Heimatverein oder Landesverband unterstützen. Als Teil des Netzwerks des jungen Engagements im DJB können sie sich über individuelle Probleme austauschen und neue Lösungsmöglichkeiten und Einblicke gewinnen. So soll der Ideenaustausch zwischen den einzelnen Vereinen und Landesverbänden gestärkt werden.

Die grundlegenden Ziele des DJB Juniorteams bleiben die gleichen. Nach wie vor gilt:

  • "jedem Landesverband sein Juniorteam": Landesverbände und Vereine unterstützen, junges Engagement möglich zu machen
  • junge Menschen stark für das Leben machen, indem sie praxisnahe Erfahrungen im Ehrenamt sammeln
  • jungen Menschen Freiheiten lassen, um Ehrenamt und das übrige Leben bestmöglich zu kombinieren
  • jungen Menschen jeglicher Herkunft und Handicap Teilhabe und Partizipation ermöglichen

Geändert hat sich die Vorgehensweise, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Das DJB Juniorteam entwickelte sich seit 2013 immer mehr dazu hin, praxisorientierter zu arbeiten. Dieser positiven Entwicklung soll durch die Anpassung der Struktur in drei Themenschwerpunkte Rechnung getragen werden. Auch die Kooperation mit lokalen Partnern und Landesverbänden soll noch weiter vertieft werden. 

Es gibt viele Möglichkeiten, junges Engagement zu ermöglichen. Das Konzept des Deutschen Judo-Bunds (DJB) soll beispielhaft eine davon verdeutlichen und als Vorbild für ähnliche Teams in den Landesverbänden dienen.

Die drei Säulen des DJB Juniorteams arbeiten eng zusammen und können natürlich zeitgleich bearbeitet werden. Inhaltlich ausgestaltet werden die Treffen vom Jugendsprecherteam des Deutschen Judo-Bundes (DJB) und der Bundesjugendleitung, organisatorisch unterstützt neben der Bundesjugendleitung die DJB Geschäftsstelle.

Bei den Treffen zu den Themenschwerpunkte können allerdings auch neue Projekte zum Thema entstehen. Wie sie ausgestaltet und bearbeitet werden bleibt den Ideengebern selber überlassen. Die genauen Ziele der einzelnen Themenschwerpunkte sind wie folgt:

Die Kamera bleibt auf die Matte gerichtet. Es werden aber mehr junge Mitarbeiter gesucht und ausgebildet, um auf allen Ebenen mitarbeiten zu können, nicht nur auf Bundesebene.

Themenschwerpunkt 1: "Medienarbeit"

  • Nutzung von neuen Medien im DJB unterstützen
  • Pflege der Kanäle der DJB Jugend auf Facebook, YouTube, Instagram, der DJB Homepage und in Printmedien
  • Öffentlichkeitsarbeit für U18 und U21: junge Athleten und ihre Erfolge bekannt machen
  • Bildung eines Netzwerkes zur Stärkung der Medienarbeit im Judosport insgesamt
  • Unterstützung der DJB Medienarbeit allgemein

Zum Beispiel: Das Maskottchen Yoko, "Juniorteam-Spotlight", "JTOnTour", "JTExperts", #motivationalmonday, #judomachtstark auf den Präsenzen des Juniorteams bei Instagram und Facebook, Jugendseite im Judomagazin

Sowohl auf als auch neben der Matte sollen Judoka geschult werden, um sich selbst und den Judosport stark für die Zukunft zu machen. Explizit gehören alle Altersgruppen zur Zielgruppe dieser Workshops.

Themenschwerpunkt 2: "Workshops"

  • Ausbildung von jungen Experten, die als Multiplikatoren dienen
  • Verbreitung von "jungen Themen", insbesondere in etablierten Strukturen
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit Landesverbänden und Vereinen beim Ausrichten von Workshops und Wochenendveranstaltungen
  • Vermittlung von Inhalten, die junge Menschen auch außerhalb der Schule praxisnah "für das Leben fit" machen

Zum Beispiel: Juniorteam-Gründungsworkshops in Landesverbänden, Jugendleiterausbildung im DJB, Multiplikatorenworkshops für junges Engagement, Workshops zur Pesönlichkeitsentwicklung

Die größte Stärke entfaltet das Juniorteam, wenn alle zusammenarbeiten, wie zum Beispiel hier beim dt. Jugendpokal in Senftenberg 2017, wo alle Schlüsselpositionen durch junge Engagierte besetzt wurden.

Themenschwerpunkt 3: "Veranstaltungen"

  • organisatorische Unterstützung bei den Veranstaltungen des DJB
  • Evaluierung und Planung von Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit Vereinen zur Unterstützung bei Veranstaltungen in den Bereichen Livestreaming, Listenführung, Technik, Öffentlichkeitsarbeit, Engagementmanagement

Zum Beispiel: Ausrichtung der Jugendpokale des DJB, Live-Streamingangebote bei Turnieren, Unterstützung beim Judo Grand Prix bzw. Grand Slam in Technik und Öffentlichkeitsarbeit

Das neue Konzept wurde gemeinsam von Juniorteamern, Jugendsprechern, Vertretern der Bundesjugendleitung und der DJB Geschäftsstelle erarbeitet und beschlossen. Mit dem Konzeptwechsel verbunden ist auch ein Wechsel des Logos. Seit 2013 und bis einschließlich 2018 wird das DJB Juniorteam vom Förderprogramm ZI:EL (und später ZI:EL+) von der dsj und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMSFJS) gefördert.