Gelungene Inklusion bei den Kata-Meisterschaften

Siegerehrung Wettkampfklasse II/III

Es ist wohl eine der größten Errungenschaften für gelungene Inklusion: Am 17. Juni konnten die Judokas mit einer geistigen Behinderung im Rahmen der Deutschen Kata-Meisterschaften in Hoppegarten ihre 1. Inklusive Deutsche Meisterschaft durchführen. Unterstützt wurde dies durch den Kata-Referenten des DJB Dr. Stefan Bernreuther, Präsident Peter Frese und den Ausrichter JC Dynamo Hoppegarten.

19.06.2017 von [Günter Geist]

Neuland betraten natürlich auch die für das G-Judo eingeteilten Wertungsrichter, aber man löste das Ganze bravourös und war von den gezeigten Leistungen so beeindruckt, dass man sofort Vorschläge einer gesonderten Bewertungsskala für das G-Judo machte, denn auch zukünftig sollen Inklusive Deutsche Kata Meisterschaften stattfinden.

Insgesamt sieben Paare, davon vier in der Wettkampfklasse I, und drei in der Wettkampfklasse II/III gingen an den Start. Es gab nur Gewinner, denn Zuschauer und die vielen Kata-Paare, die ihre DM austrugen, staunten nicht schlecht über die gezeigten Leistungen. Das war einmal mehr Werbung für G-Judo und viele werden nun als positive Unterstützer für weitere Inklusion eintreten.

Bedingt durch die Teilnehmerzahl gab es nur eine Hauptrunde in den zwei Wettkampfklassen. Die Sieger in der Wettkampfklasse I und damit die ersten Deutschen Meister im Kata-Wettbewerb G Judo waren am Ende mit deutlichem Vorsprung Andreas Gramsch mit Partnerin Nina Völkel (Erstgenannter immer Tori und G-Judoka). Silber ging an Kevin Ludwig/Olaf Stroche. Die Bronzemedaille mit nur einem Punkt weniger erreichten Elisa Wagner/Ronny Teichmann. Robin Klare und Antonia Lieshoff erreichten Platz vier. Das ist aber hoch zu bewerten, da Robin bei Einzelmeisterschaften in der Wettkampfklasse II startet.

In der Wettkampfklasse II/III kam es zu folgenden Ergebnissen:
Gold: Marcel Cichos/Sven Neuber
Silber: Sebastian Fasel/Edian Bogner
Bronze: Rico-Alexandro Klutz/Jasmin Neumann