Jubiläum in Mannheim – 40 Jahre Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier

Über 220 Judoka gingen bei der 40. Auflage des Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier des 1. Mannheimer Judo-Club auf die Matten. In der Quadratstadt kämpften die Judoka der männlichen und weiblichen U20 um die Medaillen und damit verbunden einen guten Start in die neue Saison.

14.11.2015 von [Moritz Belmann]

Respekt ist einer der Judo-Werte des Deutschen Judo-Bundes. Respekt gegenüber den Gegnern, Trainern, Kampfrichtern und allen weiteren Personen gehört zum Judo wie der Judoanzug. Auch deshalb war es eine Selbstverständlichkeit, dass es an diesem Samstagmorgen für eine Minute still wurde in der Lilli-Gräber-Sporthalle in Mannheim-Friedrichsfeld. Alle Beteiligten hielten inne für die Opfer, Verletzten und Angehörigen der Anschläge von Paris. Sie zollten Respekt.

Im Anschluss rückte der Sport in den Fokus. Dabei ist das Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier, welches gleichzeitig ein Bundessichtungs- und Ranglistenturnier des DJB ist, ein wichtiger Anlaufpunkt für Judoka aus ganz Deutschland. Schon traditionell werden am Rhein und Neckar die Weichen für die kommende Meisterschaftssaison der U21 gestellt. Die Kämpferinnen und Kämpfer sammelten auch in diesem Jahr erste Erfahrungen in neuen Gewichtsklassen und wichtige Erkenntnisse für die weitere Arbeit in den Vereinen. Dabei boten sie in allen Klassen gute und interessante Kämpfe. Unter den Augen der Bundestrainer Lena Göldi, Claudiu Pusa, Richard Trautmann und Bruno Tsafack stellten die Athletinnen und Athleten ihr Können unter Beweis. Interessant war dabei das Auftreten der jungen Jahrgänge. In vielen Klassen kämpften die Sportler des Jahrganges 1998 munter mit und sicherten sich einen Platz auf dem Podium.

Dass die Organisation eines solchen Turnieres nur mit einem starken Team im Rücken durchführbar ist, bestätigte Marco Welz. Der Initiator der Veranstaltung bedankte sich zu Beginn bei seinen Helferinnen und Helfern. „Ihr seid der Grund, warum wir heute hier sein können“, sagte Welz, dessen Vater Namensgeber des Turniers ist. Der Physiotherapeut, der auch die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Judo-Bundes bei internationalen und nationalen Maßnahmen betreut, freute sich über das gelungene Jubiläum. Seit 40 Jahren reisen Judoka aus Deutschland in die Quadratstadt. Es ist damit ein Fixpunkt in der Saisonplanung aller Jugendlichen Judoka geworden.