Juniorteam-Spotlight: Die Hünin aus Witten

Sie ist eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente aus Witten und feierte vor kurzem ihr WM-Debüt. Obwohl dieser Tag nicht den Erwartungen von Sarah Mäkelburg entsprach, blickt sie positiv gestimmt nach vorn.

08.11.2017 von [Karolin Huse]

„Natürlich ist mein Ausscheiden im Achtelfinale ärgerlich. Zumal ich kurz vor dem Kampfende einen bedauerlichen Fehler gemacht habe“, sagt die 20-jährige mit dem Gedanken an Aleksandra Samardzic, mehrfache Grand Slam Gewinnerin. Die Gelegenheit für eine Revanche wird sicher nicht lang auf sich warten lassen.

Dass es Sarah durchaus mit der internationalen Elite aufnehmen kann, lässt bei einem Blick auf ihre Vita keinen Zweifel offen. Die vierfache Medaillengewinnerin bei Deutschen Meisterschaften ist seit 2014 international erfolgreich unterwegs. Vor allem dieses Jahr war stark erfolgsgeprägt. Nachdem die Sportsoldatin erneut dritte auf nationaler Ebene wurde, schob sie sich mit zwei EC-Platzierungen in den Fokus der Bundestrainerin. Daraufhin folgte ein dritter Platz bei ihrer ersten Europameisterschaft der Kadetten in Athen.

Auch in diesem Jahr lief es für die Athletin aus Nordrhein-Westfalen überragend. Mit Bronze bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft bestätigte sie ihre Zugehörigkeit zur deutschen Spitze. Anschließend bewies sie ihre gute Form in La Coruna (Spanien), wo sie ihren zweiten Europacupsieg einfuhr. In Leibnitz (Österreich) wurde sie im starken Feld fünfte, in Prag (Tschechische Republik) dritte. Mit Platz zwei in Celje (Slowenien) wurde deutlich, dass sie auch bei den Erwachsenen mithalten kann.

Die U21-WM war in dieser Saison nicht der einzige für Höhepunkt für die Zahnmedizinstudentin. Im August gehörte Sarah der deutschen Delegation bei der Universiade in Taipei an. Dort konnte sie im Einzel- und im Teamwettbewerb mit Platz fünf gut abschneiden. Wenige Wochen danach gewann sie mit dem U21-Damenteam Bronze bei der EM in Maribor.

Im Kampf setzt die OSP-Rheinländerin auf einen starken Griffkampf, verbunden mit einem hohen Tempo und Explosivität. Neben diesen technischen Fertigkeiten muss zusätzlich immer der gleiche alte Pullover zum Warmhalten dabei sein.

Wenn sie ihre Form beibehalten kann und weiterhin vom Verletzungspech verschont bleibt, sollte der Übergang in den Frauenbereich kein Problem für die Bundeswehrsoldatin sein. Und wenn alles weiter so gut läuft, darf man sich hin und wieder einen Gedanken an ein Ziel in weiter Zukunft erlauben: Die Olympischen Spiele.

Wir wünschen ihr auf dem Weg dahin viel Erfolg!

Das "Juniorteam-Spotlight" ist ein Format, das vom DJB Juniorteam ins Leben gerufen wurde. Junge, erfolgreiche Athleten sollen jeden Dienstag vorgestellt werden. Die jungen Engagierten arbeiten dazu mit der Bundesjugendleitung und den "Helden von Morgen" zusammen, um ihre Bekanntheit zu steigern. Vorschläge und Wünsche können auf der Facebookseite des DJB Juniorteams geäußert werden oder per direkt per Mail beim Jugendmedienteam des DJB unter jungemedien(at)judobund.de.