Juniorteam-Spotlight: Die Leichte Sensation aus Speyer

Klaus Müller

Vor wenigen Wochen sorgte der Speyerer für eine kleine Sensation. In Maribor (Slowenien) feierte Michel Adam seinen bis jetzt größten Erfolg. Er startete als Außenseiter im starken Feld und wurde mit Bronze belohnt. Nun blickt er erwartungsvoll auf die Weltmeisterschaft, die in dieser Woche vor der Tür steht. Ob er dort auch für eine Sensation sorgen kann, steht jedoch in den Sternen.

16.10.2017 von [Paola Onofaro / Karolin Huse]

Bereits die Nominierung für die U21-Europameisterschaft war für den Speyrer Erstligisten ein großer Sprung nach vorn. Auf seiner Haben-Seite stand bis dahin der Deutsche Meistertitel und ein zweiter Platz bei den Bremen Masters, eine Europacupmedaille blieb nach wie vor aus. Mit dem siebten Platz beim Europacup der Männer und Frauen in Celje (Slowenien) schlug der 20-jährige jedoch den richtigen Weg ein, so dass er als bester deutscher Athlet bis 66 kg bei der EM an den Start ging. Dass der Knoten ausgerechnet bei dem kontinentalen Höhepunkt der Junioren platzte, war zwar gewünscht, jedoch nicht unbedingt erwartet. 

„Ich bin sehr zufrieden, dass sich die harte Arbeit endlich ausgezahlt hat und der richtige Trainingshöhepunkt im Jahr gesetzt war. Ich konnte frei und ohne Druck kämpfen, das hat mir letztendlich auch die Medaille gebracht“, begründet Michel seinen Durchbruch.

Neben einem freien Kopf halfen Michel aber auch ein starker Griffkampf, Schnelligkeit und Durchhaltevermögen. Mit einer guten Taktik punktet der Wahlmünchner ebenso. Allerdings kostet ihn die Übermotiviertheit manchmal noch wichtige Punkte. Ebenfalls bemängelt Michel seine eigene Bodenarbeit. An all dem möchte der Pfälzer arbeiten, um in den kommenden Jahren ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Zu sehen, wie das harte Training Erfolge bringt, ist Michels größte Motivation. Auch der Standortwechsel an den Olympiastützpunkt Großhadern hat sicherlich zur Leistungssteigerung beigetragen. Nachdem er mit 14 Jahren rheinlandpfälzischer Meister geworden war, beschloss er, noch härter zu trainieren um eines Tages ganz oben mitkämpfen zu können. Sein Traum war es schon immer, für Deutschland auf der Matte zu stehen. Nach mittlerweile 15 Jahren Judo ist er diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Für die kommende Saison möchte sich der junge Judoka in erster Linie im Erwachsenbereich, in den er kommendes Jahr wechselt, etablieren und die eine oder andere Medaille holen.

 

Auf diesem Weg wünschen wir ihm viel Erfolg bei der kommenden Weltmeisterschaft, sowie auch in den nächsten Jahren.

 

Das "Juniorteam-Spotlight" ist ein Format, das vom DJB Juniorteam ins Leben gerufen wurde. Junge, erfolgreiche Athleten sollen jeden Dienstag vorgestellt werden. Die jungen Engagierten arbeiten dazu mit der Bundesjugendleitung und den "Helden von Morgen" zusammen, um ihre Bekanntheit zu steigern. Vorschläge und Wünsche können auf der Facebookseite des DJB Juniorteams geäußert werden oder per direkt per Mail beim Jugendmedienteam des DJB unter jungemedien(at)judobund.de.