So war es bei den Ippon Girls in Köln

Training mit den Stars, Foto-Workshop im Freien, Stadtbummel durch Köln und viele weitere Highlights standen für die Mädels auf dem Programm. Vom 10.-13.04.2017 war die Sporthochschule Köln Schauplatz des 4. Ippon Girls Camp.

20.04.2017 von [Lino Hermanns]

Kurz vor Ostern trafen sich 50 Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren in Köln, um neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam spannende Tage zu verbringen. Die Sporthochschule Köln und das angeschlossene Bundesleitungszentrum ist zudem Trainingsstützpunkt vieler deutscher Top-Judoka. So stand einer tollen Zeit nichts im Weg.

Ankommen und direkt Action

Am Anreisetag organisierten Jugendbildungsreferentin Ellen Schick und Referentin Karolina Schaffer Kennenlernspiele. Die Teilnehmerinnen konnten sich so noch besser kennenlernen und spielerisch das Eis brechen. Im Anschluss startete direkt das 1. Training mit der Olympiadritten Annett Böhm. Die Top-Athletin trainierte mit den Ippon Girls Bodentechniken. Alle waren begeistert, schließlich trainiert man nicht jeden Tag mit einer Olympiamedaillengewinnerin. Anschließend wurde das Training einiger aktiver Nationalmannschaftsathleten beobachtet und das ein oder andere Autogramm gab es obendrauf. Jasmin Külbs, die U21-Nationaltrainer Lena Göldi und Bruno Tsafack und Anna-Maria Wagner nahmen sich viel Zeit.

Nach dem Abendessen wurden noch verschiedene „Zimmerchallenges“, also lustige Aufgaben an die Teilnehmerinnen, verteilt. Jedes Zimmer musste einem anderen Zimmer eine Aufgabe stellen. Zum Beispiel musste die Kleidung auf links getragen oder spezielle Selfies gemacht werden. Den anschließenden Spieleabend organisierte DJB-Juniorteamerin Lisa Kreth. Im Mittelpunkt standen kooperative Spiele im Raum. Die Mädels hatten sichtlich Spaß und freuten sich auf die kommenden Tage in der Sporthochschule Köln.

Early Birds in Köln gesichtet 

Am nächsten Morgen trafen sich die Frühaufsteher schon um 7:00 Uhr zum Frühsport. Laufen und Schwitzen noch vor dem Frühstück. Knapp 20 „Early Birds“ waren dabei und verdienten sich eine ausgiebige Mahlzeit.

Die anschließende Trainingseinheit von Annett Böhm startete mit dem Teamspiel „Kettenfangen“ und dient u.a. dem Gemeinschaftsgefühl. Nach dem Standtraining mit verschiedenen Kombinationstechniken wurden noch fleißig Selfies im Dojo geknipst. Die gesammelten Werke sind auf der Ippon Girls Facebookseite zu bewundern.

Der Nachmittag stand den Mädels zur freien Verfügung. In Kleingruppen konnten sie die Stadt unsicher machen oder einfach nur entspannen. Viele zog es in die Innenstadt zum Kölner Dom und in die Einkaufsstraßen. „ErlebnisRAUMerfahrung“ muss sich nicht nur in der Natur abspielen, das Zurechtfinden in einer Großstadt kann auch dazugehören. Das Highlight einiger Mädchen war aber sicherlich das zufällige Zusammentreffen mit zwei Youtube-Stars.

Nach dem Abendessen stellte das DJB-Juniorteam vertreten durch Lisa Kreth noch die Jugendprojekte des Deutschen Judo-Bundes und der Judo-Jugend vor und warb für das Ehrenamt im Sport. Die Juniorteamer leisten tolle Arbeit und unterstützen Verbände und Vereine bei verschiedensten Veranstaltungen. Sie erhalten Einblicke hinter die Kulissen, haben die Möglichkeit zu Reisen und engagieren sich für eine gute Sache. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Dieses junge Engagement braucht der Sport und dafür wirbt das DJB-Juniorteam. Danach wurden Juniorteamerin Lisa Kreth und Stargast Annett Böhm verabschiedet, da es für beide der letzte Abend beim Ippon Girls Camp war.

Volles Programm am Mittwoch

Für den nächsten Tag war viel geplant. Nach dem obligatorischen Frühsport einiger Mädchen und dem anschließenden Frühstück stand zunächst ein interessanter Workshop auf dem Programm. Davor musste allerdings noch eine Zimmergruppe beim Frühstück ein Lied singen und dabei auf den Stühlen stehen, damit es jeder mitbekommt. „Zimmerchallenge“ accepted und ausgeführt! LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. hatte dann verschiedene Themen für die jüngeren (10-13 Jahre) und älteren (14-18 Jahre) Mädchen geplant. Neben ernsteren Inhalten und typischen Mädelsthemen ist auch ein lustiges Mädchen-ABC entstanden.

Am Nachmittag wurden die Kameras herausgeholt und das jfc Medienzentrum e.V. nahm sich gemeinsam mit den Teilnehmerinnen dem Thema „Natur erleben einmal anders – bewegte (Judo-) Fotografie“ an. In Kleingruppen lernten die Mädels, wie man judospezifische Bewegungsabläufe fließend und dynamisch darstellen kann oder wie man mit viel Spaß eine Foto-Story entwickelt. Die Verbindung von Judo und Natur stand dabei im Vordergrund und es sind tolle Bilder entstanden, „ErlebnisRAUMerfahrung“ trifft Fotografie.

Abends fand auf der Tatami noch ein weiteres „Star-Training“ statt. Die amtierende deutsche Meisterin Szaundra Diedrich und Nationalmannschaftskämpferin Nadja Bazynski zeigten ihr Können. Das Training beinhaltete viele turnerische Elemente und Bodentechniken. Zum Abschluss wurde ein Belastungstest durchgeführt und die Mädchen kamen ordentlich ins Schwitzen. Autogramme, Selfies und ein Gruppenfoto gehörten natürlich zum Training dazu. Bei einer weiteren „Zimmerchallenge“ ist außerdem noch dieses tolle „Windelfoto“ mit Szaudra Diedrich entstanden. Gut, dass sie jeden Spaß mitmacht! Der Abschlussabend war ein voller Erfolg und die jungen Teilnehmerinnen haben den langen Tag genossen.

Feedback und Verabschiedung

Der Abreisetag wurde dazu genutzt, das Ippon Girls Camp in Köln zu reflektieren und ein Feedback zu geben. Die Teilnehmerinnen waren begeistert von den Referentinnen, dem Programm und natürlich dem Training mit den Stars. Der DJB freut sich schon auf das nächste Camp mit vielen jungen aufgeweckten Ippon Girls. Bis dahin finden aber noch weitere Ippon Girls-Lehrgänge in den Vereinen statt. Unter http://www.judobund.de/jugend/termine/ könnt ihr diese Termine einsehen. Es werden auch noch weitere Lehrgänge folgen. 

 

Die besten Bilder gibt es hier...