Weltmeister und Weltmeister-Macher im Gespräch

Gestern gelang Alexander Wieczerzak bei der WM in Budapest ein sensationeller Coup. Deutschland stellt nach 14 Jahren wieder einen Weltmeister im Judo.

01.09.2017 von [Lino Hermanns]

Im Finale der Klasse bis 81 Kilogramm setzte sich der 26-Jährige gegen den Italiener Matteo Marconcini durch und feierte einen der größten deutschen Judo-Erfolge seit Ole Bischofs Olympiasieg 2008 in Peking.

Mit seiner mentalen Stärke und offensivem Judo hat er unter anderem den amtierenden Europameister Alan Khubetsov und Olympiasieger Khasan Khalmurzaev besiegt und auch das Finale verdient gewonnen.

"Mir fehlen die Worte, ich habe hier meinen Traum erfüllt", sagte Alexander Wieczerzak nach seinem Final-Triumph: "Das ist die Belohnung für das harte Training in den vergangenen Jahren, jeden Tag und ohne Pause."

Nach vielen Verletzungen und Rückschlägen in den letzten zwei Jahren hat er sich nach ganz oben in die Weltspitze gekämpft und sich gestern die Krone aufgesetzt. Er ist der erste deutsche Weltmeister seit Florian Wanner im Jahr 2003.

Und der Sport schreibt seine eigenen Geschichten. 2010 wurde Alexander Wieczerzak U20-Weltmeister und der damalige Trainer war kein geringerer als Richard Trautmann. Nun arbeiten sie seit kurzer Zeit wieder zusammen im Männerbereich und wiederholen die Geschichte sieben Jahre später auf der ganz großen Judo-Bühne. Was die beiden dazu sagen, erfahrt ihr hier:

 

Der frischgebackene Weltmeister im Gespräch 

 

Richard Trautmann über seinen "Gold-Schützling"