Die zweite deutsche Starterin in Singapur ist die 16-jährige Schülerin Natalia Kubin.
70 Sportler aus Deutschland im Alter von 14-18 Jahren starten vom 14.-26. August in 18 Sportarten. Es werden 3600 Teilnehmer aus 205 Nationen erwartet.
In Bad Nauheim bei Frankfurt am Main ist sie zu Hause, aber die Olympionikin lernt im Heinrich-Heine-Sportgymnasium Kaiserslautern und lebt im Sportinternat.
Erst 2003 begann Natalia mit dem Judo, nachdem sie schon Handball gespielt hatte und eine Ballettausbildung genossen hat. Damit hat sie aber aufgehört. "Im Judo haben mir besonders die Gemeinschaft und das gewisse Etwas gefallen, da Judo ein außergewöhnlicher Sport ist und man ihn erst kennenlernen muss, bevor man ihn richtig genießen kann“, beschreibt sie die Motivation für ihre Wahl.
Ihre Eltern hatten sie zum Judo gebracht. „Judo gehört einfach zur Familie, da sich meine Eltern durch diesen Sport kennengelernt haben.“
Ihre Familie ist auch ihr Ruhepol und unterstützt sie bei allem, was sie tut - sowohl in der Schule als auch im Leistungssport. Auch sind ihre Eltern bei den meisten Turnieren dabei. Der Vater betreut sie und die Mutter filmt ihre Kämpfe.
Ihr größter Erfolg war die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft U17 im vergangenen Jahr. Damit hatte sie die Qualifikationsgrundlage für die Olympischen Jugendspiele gelegt. „Es war mein größtes Turnier bisher und auch mein größter Erfolg nach einer sehr harten Vorbereitung durch die Bundestrainerin Jana Degenhardt“, der sie sehr dankbar dafür ist.
Ihr neues großes Ziel ist nun der Wettkampf in Singapur. „Dort will ich motiviert kämpfen und mein Bestes geben“, nimmt sie sich vor. Aber sie erwartet für die Olympischen Jugendspiele auch, viel Spaß zu haben, neue Kulturen kennenzulernen, internationale Freundschaften zu schließen und sich für andere Sportarten zu begeistern.
Für die Zukunft will sie sich noch etwas Entscheidungsfreiheit lassen. „Meine beruflichen Vorstellungen sind mir noch nicht ganz klar, dennoch könnte ich mir was im medizinisch-sportlichen Bereich vorstellen“, sagt sie zu ihren Überlegungen für die Zeit nach dem Abitur.
Sportlich gesehen hat sie das große Traumziel, einmal bei den „richtigen“ Olympischen Spielen zu starten.
Nun kommen aber erst einmal die Tage in Singapur. „Ich freue mich schon sehr auf die Olympischen Jugendspiele und kann es kaum erwarten.“
Drücken wir auch ihr die Daumen für ihren Wettkampf und wünschen ihr großen Erfolg!