Olympische Jugendspiele - Das deutsche Sportjugend-Workcamp
Hintergründe erkennen, mit Sportlern reden, Olympia erleben - und all das bei der Premiere: 29 junge Menschen im Alter von 18 bis 23 Jahren sind zusätzlich zu den deutschen Athleten bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur.
Dort bietet die Deutsche Sportjugend (dsj) den Nachwuchskräften aus den Bereichen Wettkampf, Medien, Training und Führung während der Premierenveranstaltung die Möglichkeit, Olympia live zu erleben und parallel die eigenen Fähigkeiten in ihrem Kerngebiet weiterzuentwickeln. Ziel ist, die Idee der Olympischen Jugendspiele in Deutschland zu verbreiten.
Eröffnungsfeier
Die Olympischen Jugendspiele in Singapur sind eine Idee von IOC-Präsident Jacques Rogge. Doch was steckt dahinter? 3.600 Nachwuchsathleten aus 205 Nationen treten in allen 26 bei den Spielen in London 2012 vertretenen Sportarten gegeneinander an - bei einer Altersspanne von 14 bis 18 Jahren. Zudem verpflichten sich die Athleten, während der ganzen zwei Wochen im Olympischen Dorf zu wohnen und möglichst viele der Zusatzangebote zu nutzen. Im Kultur- und Erziehungsprogramm des IOC bekommen die Sportler moralische Werte, professionelles Arbeiten und den respektvollen Umgang mit anderen Menschen vermittelt. Hinter diese Kulissen sollen die 29 Teilnehmer des dsj-Workcamps schauen.
Gruppenfoto mit DOSB-Generalsekretär Dr. Michael Vesper
Die Teilnehmer des Langzeitseminars sind mit dem Sport verbunden. Egal ob als Schiedsrichter oder Kampfrichter, Sportfunktionär oder Juniorführungskraft, Trainer oder Übungsleiter beziehungsweise als junger Journalist, der sich genauer mit dem Sport befasst. Alle Nachwuchskräfte wurden deshalb auf Grund der unterschiedlichen Spezialgebiete in Teilgruppen eingeteilt, in denen sie sich mit den Themengebieten ihres bestimmten Bereiches, „Wettkampf“, „Media“, „Training“ und „Führung“, auseinandersetzen.
Besuch der Leichtathletik-Wettkämpfe
In Workshops und Talkrunden mit Funktionären des Deutschen Sports oder bekannten Journalisten wird untersucht, ob die 2007 angestellten Bedingungen von IOC Präsident Jacques Rogge eingehalten wurden und auch kritisch hinterfragt, welchen Stellenwert diese Spiele in der Zukunft einnehmen werden. In den einzelnen Kleingruppensessions steht vor allem das „Lernen“ im Vordergrund. Auch zwei Judokas aus Bayern, Christiane Weidendorfer und Veronika Auer vom TSV Großhadern, sind Teilnehmer des DSJ-Workcamps. Christiane ist Teil der Mediengruppe. Diese Gruppe beschäftigt sich mit den Aufgaben eines guten Journalisten, den Zusammenhängen zwischen Sport und Media mit der Politik und Wirtschaft. Sie nimmt zusätzlich zum eigentlichen Programm an einigen Wettkämpfen teil, um Berichte zu erstatten und einen genaueren Einblick als Journalist in das Wettkampfgeschehen zu bekommen. Christiane wird am Montag bei den Judowettkämpfen der deutschen Athleten anwesend sein und unter anderem von diesem Ereignis berichten.
Veronika ist Teil der Gruppe Führung. Diese Kleingruppe setzt sich mit den Themengebieten „freiwilliges Engagement“, Konfliktmanagement beziehungsweise Gesprächsführung in der öffentlichen Runde auseinander.
DSJ Team-Sportprogramm: Fußballspiel mit in Singapur lebenden Deutschen
Außerhalb der Wettkämpfe und Workshops steht auch ein breites Kultur, Sport- und Sightseeing-Programm auf dem Plan, wie zum Beispiel der Besuch der angrenzenden Insel Pulau Ubin mit dem Fahrrad oder der Night Safari des Zoos in Singapur. Desweiteren steht die Gruppe auch in Verbindung mit der deutschen Nationalmannschaft. Die Sports Youth Night während der zweiten Woche wird hierbei fester Bestandteil sein, in der sich das komplette deutsche anwesende Team innerhalb eines selbstgestalteten Rahmenprogramms über die Erfahrungen und Erlebnisse austauschen wird.
Nach der Abschlussfeier am Donnerstag wird das DSJ-Team nach zwei ereignisreichen Wochen am Freitagabend schließlich wieder nach Deutschland zurückfliegen.
Text und Fotos: Christiane Weidendorfer
« Zurück