Marius Piepke gewann am heutigen Wettkampftag der Teams nach Einzel-Bronze nun noch eine weitere Silbermedaille mit seinem Team "Belgrad"
Heute fand ein Teamevent statt, welches als Testlauf für die nächsten Olympischen Jugendspiele in Rio de Janeiro 2016 durchgeführt wurde.
Dabei wurden die Athleten nach ihrem tatsächlichen Gewicht auf Mannschaften verteilt, wobei darauf geachtet wurde, dass nicht zu viele Medaillengewinner und keine zwei Athleten einer Nation in der gleichen Mannschaft sind. Pro Mannschaft wurden acht Athleten zugeteilt, vier Jungs und vier Mädchen. Die Teams wurden nach den Orten ehemaliger Judo-Weltmeisterschaften benannt. Natalia war im Team Osaka und Marius im Team Belgrad.
Leider waren die Mannschaften von Natalia und Marius im gleichen Pool, so dass nach einem Auftaktsieg von Natalias Mannschaft sich die beiden Mannschaften gegenüberstanden. Marius' Mannschaft hatte ein Freilos.
Marius gewann souverän gegen seinen argentinischen Gegner mit Ippon für O-uchi-gari. Natalia stand erneut ihrer Finalgegnerin vom Montag, der Belgierin Lola Mansour, gegenüber. Diesmal jedoch gelang es Natalia mit Sumi-gaeshi einen Yuko zu erzielen und sie konnte so eine kleine Revanche für das extrem knappe Finale nehmen.
Letzlich gewann jedoch Marius´ Mannschaft, das Team Belgrad. Nach einem weiteren Sieg gegen das Team Tokyo im Halbfinale, unterlag die Mannschaft jedoch letztlich recht deutlich dem Team Essen, in der unter anderem die japanische Jugendolympiasiegerin bis 63kg vertreten war.
Somit kann Marius aber neben seiner Bronzemedaille im Einzelwettbewerb auch noch eine weitere Silbermedaille mit nach Hause nehmen.

Da diese Form des Wettkampfes auch für Rio 2016 angedacht ist, war auch IOC-Prominenz wie Jacques Rogge anwesend.
Das Teamevent war eine sehr interessante Erfahrung sowohl für Athleten als auch für die Trainer. Nie sonst feuern sieben Athleten und Trainer aus sieben unterschiedlichen Nationen einen Athleten einer anderen Nation an und freuen sich so über dessen Sieg.
Die Veranstaltung fand auch bei den Athleten großen Zuspruch und symbolisiert sicherlich den olympischen Gedanken extrem gut.
Bericht und Fotos: Anna von Harnier