Mannheim ist „Deutschlands aktivste Stadt 2010“. Mit diesem Titel wurde Mannheim am Montag bei der feierlichen Preisverleihung des bundesweiten Städtewettbewerbs Mission Olympics als eine von fünf Finalstädten ausgezeichnet.
Ziel des vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland initiierten Projekts ist die Förderung von Städten sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger, die sich engagiert für mehr Bewegung im Alltag und einen aktiven Lebensstil einsetzen. Mit dem Titel „Deutschlands aktivste Stadt 2010“ erhält Mannheim von Coca-Cola Deutschland 75.000 Euro für die Weiterentwicklung des Breitensports und die Förderung von Bewegungsinitiativen, die anderen vier Finalstädte werden mit jeweils 10.000 Euro prämiert.
Mannheim ist Nachfolger von Speyer, dem Sieger 2008, und Lübbenau, dem Sieger 2009, und wurde vor allem für den herausragenden sportlichen Einsatz, die Vernetzung städtischer Institutionen und das bürgerschaftliche Engagement mit dem Titel ausgezeichnet.
Der Kernpunkt der Finalrunde der besten fünf Städte war ein dreitägiges Sportfestival in der jeweiligen Stadt, an dem möglichst viele Bürger so viele sportliche Aktivitäten wie möglich ausüben sollten, um viele sportliche Punkte für die Stadt zu sammeln.
Deshalb ist jeder Verein gefragt und so haben sich auch die Judo-Vereine der jeweiligen Finalstädte mit eingebracht.
In der Siegerstadt hat sich der 1. Mannheimer Judo-Club am Wochenende des 17./18. Juli 2010 mit vielen Aktivitäten beteiligt.
Die Jugendleiterin Carmen Bruckmann hatte an diesem Tag den leichtathletischen Teil der Judo-Safari durchgeführt und dabei weitere Judoka mobilisiert, die spezielle Übungen ausgeführt haben, um sich in die Punktewertung mit einzubringen.
„Ein besonderer Höhepunkt war aber die ABC-Meile in unserer Fußgängerpassage. Dort wurden Sportarten von A-Z vorgestellt und wir haben das J wie Judo ausgestaltet. Judo-Demonstrationen, aber auch viele Mitmachangebote animierten viele Besucher, sich hautnah mit unserer Sportart zu beschäftigen“, berichtet Carmen Bruckmann von dem Wochenende der „Mission Olympics“ in Mannheim.
Aber auch in den weiteren Finalstädten Cottbus, Wetzlar, Nordhorn und Zehdenik waren Judoka aktiv.
In Cottbus zum Beispiel glänzten die Judoka mit einem Familiensportfest und beteiligten sich darüber hinaus am Drachenbootrennen. Damit steuerten sie über 1300 Punkte für die "Punktekasse" bei.
Walter Schneeloch, DOSB-Vizepräsident Sportentwicklung, sagte zur Juryentscheidung: „Mission Olympic trägt zur Entstehung neuer und Stärkung alter Netzwerke und Kontakte in den Regionen bei, die oft über den Wettbewerb hinaus bestehen bleiben. Sport ist hier die treibende Kraft. Der Sieger Mannheim, aber auch die anderen Finalstädte Cottbus, Nordhorn, Wetzlar und Zehdenick zeigen, wie das Miteinander und die Integration durch den Sport vorbildlich gelebt werden.“
29 Städte aus ganz Deutschland wurden im letzten Jahr von der offiziellen Jury als Kandidatenstädte des Wettbewerbs Mission Olympic gewählt. Diese Städte mussten im Anschluss möglichst viele sportliche Initiativen, z. B. aus privaten Gruppen, Unternehmen oder Vereinen, für den Wettbewerb aktivieren. Die Städte Cottbus, Mannheim, Nordhorn, Wetzlar und Zehdenick lösten diese Aufgabe nach dem Urteil der Jury am besten und erreichten das Finale.
Dabei ist es Mannheim gelungen, über 130.000 Bürgerinnen und Bürger in Bewegung zu bringen, die 370.906 sportliche Aktivitäten sammelten. Ein wichtiger Beitrag für den späteren Sieg.
Auch die anderen vier Finalstädte bewiesen, dass sie ihre Bürgerinnen und Bürger für den Sport begeistern können: Insgesamt erbrachten bei allen fünf Finalevents über 375.000 Besucherinnen und Besucher durch ihre aktive Teilnahme 1,1 Millionen Bewegungspunkte.