Judo Bundesliga


Dan-Träger


Stärke zeigen


Medienstars in Japan

Unsere Frauen sind gut in Fukuoka angekommen. Bei der Vorbereitung auf den Wettkampf am Wochenende bereitete sich das japanische Fernsehen vorbildlich vor.

Unsere Frauen sind nach zwei Wochen Trainingsaufenthalt in Japan nun auch gut in Fukuoka angekommen.

Das DJB-Team hat den Trainingsaufenthalt in Tokyo gut verkraftet und ist gesund und munter im Nishitetsu Grand Hotel angekommen. Hier erfolgt die Zimmerzuweisung.


 

Am kommenden Wochenende starten unsere Frauen beim Fukuoka-Cup.
Diese 24. Internationalen Meisterschaften von Fukuoka der Frauen werden in diesem Jahr zum letzten Mal ausgetragen.

Im nächsten Jahr wird dann Anfang Dezember zum ersten Mal der Kano-Cup gemeinsam für Männer und Frauen durchgeführt.

Seit 24 Jahren hatte das größte private Fernsehen RKB auf der südlichen Insel Kyushu dieses Turnier gesponsort und damit einen großen Beitrag zur
Entwicklung des japanischen Frauenjudo geleistet, denn damals steckte das Frauenjudo hierzulande noch in den Kinderschuhen und wurde so gut wie gar nicht gefördert. Durch die jährlichen Life-Übertragungen von jeweils eineinhalb Stunden am Sonnabend und Sonntag erhielt der japanische Judo-Verband eine unglaubliche kostenlose Werbung und mehr und mehr junge Mädchen interessierten sich für den Judosport mit steigenden Mitgliederzahlen.
 

Vor dem Org-büro Hinweis der Live-Übertragungszeiten an den beiden Wettkampftagen.

Die Übertragungszeiten werden auf die Minute genau eingehalten.
Das japanische Fernsehen organisiert die gesamte Veranstaltung und finanziert auch diese.
Der Japanische Judo-Verband ist lediglich für den technischen Ablauf, Einsatz der Kampfrichter etc. zuständig. In Deutschland im Judo sicher nicht denkbar,
dass eine Fernsehanstalt eine internationale Judo-Veranstaltung mit allem Drum und Dran organisiert. 

In jedem Jahr demonstrieren kleine Kinder im Alter von 6-10 Jahren ihr Können. Bei dem 1. Fukuoka-Turnier im Jahre 1983 war auch ein namenloses
8-jährigens Mädchen namens Ryoko Tamura dabei und zeigte in der Gruppe Fallübungen und Uchi-komi. Damals konnte sich keiner vorstellen, dass dieses
kleine Mädchen nicht nur elf Mal hintereinander dieses Fukuokaer Weltturnier gewinnen würde, sondern auch sechsmal hintereinander den Weltmeistertitel gewinnen und sogar vier Mal in Folge in einem olympischen Finale stehen würde mit dem sagenhaften Ergebnis von zweimal Gold und zweimal Silber.
Eine einzigartige Karriere einer Athletin, die hier in Fukuoka begann und mit einer Goldmedaille in Peking 2008 enden soll.

Hier die Befragung unserer Mannschaft durch den japanischen Moderator, der die Wettkämpfe am kommenden Wochenende an zwei Wettkampftagen moderiert.
Jede einzelne Athletin wird mit Dolmetscher
interviewt und akribisch tabellarisch erfasst mit Größe, Gewicht, Spezialtechniken, Beruf, Hobby, Alter, Rechts- oder Linkskämpferin, Hobbies, nationale und internationale Erfolge etc.
Von jeder Teilnehmerin hat der japanische Moderator diese wichtigen Informationen, um bei seiner ca. 90-minütigen Moderation am Samstag und
Sonntag dann auch fachlich kompetente Kommentare abgeben zu können. Von dieser Arbeitsweise können sich sicher einige unserer Journalisten eine Scheibe abschneiden, denn wie sich hier die Moderatoren auf eine Live-Sendung vorbereiten, ist schon nachahmenswert.

Hier die Befragung von Mareen Kräh und Christina Marzok durch die japanischen Journalisten. 

Der Präsident des DJB Peter Frese ließ es sich nicht nehmen zu dieser letzten Meisterschaft nach Fukuoka zu kommen, um sich bei den japanischen
Gastgebern zu bedanken.
Leider gab es in den letzten Jahren keine Siege hier für die deutschen Frauen, die in den Anfangsjahren mit Siegen von Petra Wahnsiedler, Gabi Ritschel
oder Regina Sigmund noch möglich waren.

Berichterstattung und Fotos: Günter Romenath

« Zurück

Logo FitLine

Folgen Sie dem Judo-Bund auf Twitter