Der erste Tag des Turniers ist bereits beendet und für die deutschen Frauen gab es leider keine Medaillen.
Jenny Karl stand jedoch im Kleinen Finale und wurde am Ende Fünfte. Annett Böhm wurde Siebte.
Fukuoka ist wie die Erfahrungen immer wieder zeigen, ein sehr schweres Turnier. Am ersten Tag begannen die oberen vier Gewichtsklassen. Nur Annett Böhm und Jenny Karl konnten sich in den Platzierungsbereich kämpfen.
Hier die Ergebnisse des ersten Tages:
Gewichtsklasse über 78 kg:
Sandra Köppen-Zuckschwerdt kämpfte im Auftaktkampf gegen die Japanerin Magome und verlor. Da Magome im nächsten Kampf gegen die Russin Mkhitaryan unterlag, war der Weg für Sandra in die Trostrunde versperrt.
1. Xu L. - China
2. Tateyama - Japan
3. Magome - Japan
3. Shintani - Japan
Gewichtsklasse bis 78 kg:
Gegen die Kanadierin Cotton siegte Jenny Karl souverän. Dann musste sie jedoch eine Niederlage gegen die spätere Siegerin Nakazawa einstecken. In der Trostrunde besiegte sie die Niederländerin Van den Broek und stand damit im Kleinen Finale.
Im Kampf um Bronze unterlag sie dann der Japanerin Nagase und wurde damit Fünfte.
1. Nakazawa -Japan
2. Horie - Japan
3. Nagase - Japan
3. Lebrun - Frankreich
5. Jenny Karl -Deutschland
Gewichtsklasse bis 70 kg
Annett Böhm siegte im ersten Kampf über die Russin Bobyleva, unterlag dann aber der späteren Siegerin Watanabe. In der Trostrunde unterlag sie im nächsten Kampf der Französin Morlot und wurde somit Siebte in diesem Klassefeld.
1. Watanabe - Japan
2. Ueno M. - Japan
3. Ueno T. - Japan
3. Jaques - Belgien
Gewichtsklasse bis 63 kg
Christina Marzok unterlag in ihrem Auftaktkampf nach zwischenzeitlicher Führung dann doch noch der Britin Clark.
Diese verlor dann gegen die Japanerin Hirai und damit schied Christina aus dem Wettbewerb aus.
Nach der Übermacht der Japanerinnen in den oberen drei Gewichtsklassen gab es in der 63-Kilo-Klasse nur ausländische Medaillengewinnerinnen.
1. Decosse - Frankreich
2. Du S. - China
3. Zolnir - Slowenien
3. Lee B. - Korea
Hier noch Wettkampfimpressionen:
Jenny Karls Auftaktkampf gegen die Kanadierin Cotton.


Annett Böhm in ihrem zweiten Kampf gegen die spätere Siegerin Watanabe


Die erste japanische Weltmeisterin Kaoru Yamaguchi lässt die letzten 24 Jahre in einem eindrucksvollen Vortrag Revue passieren: vom Frauenjudo- Entwicklungsland von 1983 als das erste Fukuoka-Weltturnier zur Austragung kam bis hin zur heutigen Judo- Weltmacht im Frauenjudo.
Leistungsmäßig haben die japanischen Frauen die Männer längst um Meilen überholt.
Der Präsident von RKB Mainichi Broadcasting wird durch den Alljapanischen Judoverband für 24 Jahre Fukuoka-Weltturnier und 72 Stunden internationale Judo-Lifeübertragungen geehrt, die die jungen japanischen Mädchen zu Tausenden in die Dojos lockten und Japan im Frauenjudo zur Weltmacht aufstiegen ließ, wenn man die Ergebnisse bei den Olympischen Spielen Athen 2004 zum Maßstab nimmt.
Hier Fotos der Eröffnungszeremonie:


Technik pur.
Die Halle ist vollgepfropft mit elektronischer Technik wie es wohl auch nur ein Fernsehsender realisieren kann.
Die Finalkämpfe wurden besonders dadurch hervorgehoben, dass jede einzelne Athletin auf einer Bühne nacheinander mit vier großen Taiko- Trommeln eindrucksvoll musikalisch live begleitet und vorgestellt und in abgedunkelter Halle mit Spotlight präsentiert wurde.
Infos und Fotos: Günter Romenath