Judo Bundesliga


Dan-Träger


Stärke zeigen


Unsere Frauen sind Weltmeister!

Nach vier Siegen über Weißrussland, Spanien, Japan und im Finale gegen Korea sind unsere Frauen nun nach den sehr guten Einzelergebnissen auch in der Mannschaft Spitze: Studenten-Weltmeister vor Korea, Japan und China!

Am Mittwoch, den letzen Tag der Studenten-Weltmeisterschaften, fanden die Mannschaftswettkämpfe statt. Aus Deutschland startete eine Frauenmannschaft.
Die Wettkämpfe wurden nur in fünf Gewichtsklassen ausgetragen, weshalb Severine leider nicht mitkämpfen konnte. Sie hat die Mannschaft dafür aber moralisch und durch Anfeuern mächtig unterstützt. Im Schwergewicht wechselten sich Katrin Beinroth und Gabi Teichmann ab.

Die Mannschaftsaufstellung:
-52kg: Ricarda Rau (Severine Pesch)
-57kg: Miryam Roper-Yearwood
-63kg: Anna von Harnier
-70kg: Heide Wollert
+78kg: Katrin Beinroth/ Gabi Teichmann

Da Ricarda und Katrin am Vortag selber noch Einzel gekämpft hatten, war es für die zwei besonders hart noch einmal alles zu geben.

In der ersten Mannschaftsbegegnung traf die Mannschaft auf Weißrussland. Da die Weißrussinnen nur mit drei Kämpferinnen an den Start gingen, waren bereits zwei Siege sicher. Doch nachdem sowohl Ricarda Rau (-52 kg) als auch Miryam
Roper (-57 kg) überraschend verloren haben, wurde es doch noch einmal spannend. Doch gewann Anna von Harnier (-63 kg) gegen Anastasia Lieshkova und somit stand die Mannschaft in der nächsten Runde gegen Spanien.

Auch gegen die Spanierinnen sollte es spannend werden. Souverän würgte Gabi Teichmann ihre Gegnerin im Schwergewicht ab. Doch Ricarda verlor im nächsten Kampf und es stand wieder 1:1. Miryam Roper gewann jedoch gegen die Spanierin Aguirre mit Ippon und auch Anna von Harnier gewann mit Ippon gegen Guitierrez.
Heide Wollert sicherte den Sieg dann noch mit einem Unentschieden gegen die starke Spanierin Iglesias.

Damit standen die Frauen im Halbfinale gegen Japan, die im Kampf zuvor die Französinnen besiegt hatten.

Leider begann die Begegnung nicht so gut. Katrin Beinroth verlor den Auftaktkampf mit Ippon. Das setzte alle anderen ziemlich unter Druck, denn Ricarda Rau kämpfte im nächsten Kampf gegen die starke Japanerin Yamaguchi, Drittplazierte der Einzelmeisterschaft, gegen die sie am Vortag noch verloren hatte. Doch warf Ricarda die Japanerin mit einem wunderschönen Fußfeger auf Ippon und die Frauen waren wieder im Rennen. Myriam Roper musste sich dann bis 57 kg allerdings der Japanerin Myosen geschlagen geben, aber Anna von Harnier gewann schließlich zum Ende der Kampfzeit noch durch Armhebel. Nun lag aller Druck auf Heide Wollert, die den letzten Kampf gewinnen musste. Nachdem Heide mit Yuko zurück lag, verloren die Mannschaft schon fast die Hoffnung, doch Heide holte auf und gewann schließlich mit Waza-ari und die Mannschaft stand damit im Finale dieser Weltmeisterschaft!

Dort standen die Frauen dann den Koreanerinnen vor heimischem Publikum gegenüber. Allerdings hatten die Frauen den Rest der Europäer hinter sich.
Katrin Beinroth verlor mit Ippon gegen Kim. Ricarda gewann gegen die Studenten-Vize-Weltmeisterin Me Jung Choi und
holte damit auf. Miryam Roper verlor mit Waza-ari nach einem beherzten Kampf und Anna von Harnier gewann mit Yuko. Somit lag ein weiteres Mal die gesamte Verantwortung auf  Heides Schultern. Für sie wiederholte sich hier das Finale der Einzelmeisterschaft gegen Park, gegen die sie ganz knapp verloren hatte. Wieder machte sie es spannend. Denn wieder lag sie erst zurück, um dann schließlich noch Yuko zu werfen und somit den Sieg der Deutschen Frauen zu sichern.

Am Ende eine glückliche Siegermannschaft, die sich die Goldmedaille beherzt und mit viel Engagement erkämpft hat!

Bericht und Fotos: Anna von Harnier

Am Abend gab es dann noch die WM-Abschlussparty. Zum Büfett gab es viele asiatische Spezialitäten, von Sushi bis Schwein süß-sauer war alles dabei.
Die Mannschaften wurden noch einmal für die Ergebnisse im Mannschaftswettkampf geehrt. Es gab für jede platzierte Mannschaft eine Trophäe in entsprechender Farbe, die zwei Judoka bei einem Wurf zeigt.
In einem kulturellen Rahmenprogramm gab es koreanische Hip Hopper, Tanzvorführungen von Paaren die Standardtänze gezeigt haben, eine Rockband und eine Cheerleader-Vorführung. Nach asiatischer Tradition war damit die Veranstaltung wieder beendet.

Nachdem alle sind zurück im Hotel waren gab es noch eine Abschlussbesprechung. Am nächsten Morgen sind die Sportler alle wieder Richtung Heimat geflogen.

Bericht: Katrin Beinroth

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