Heute kommt wieder eine Frage, die einige witzige Antworten parat hält. Nicht immer läuft im Training alles glatt, es passieren kleine Dinge, die manchmal auch peinlich sein können. Manche Sportler haben lange nachgedacht und sich doch nicht so richtig an peinliche Situationen erinnern können, anderen fiel sofort etwas ein. Hier nun die Frage nach peinlichen Situationen im Training.
6. Was war das peinlichste was Dir im Judotraining je passiert ist?
Heide Wollert ist diplomatisch: „Es fällt mir spontan nichts ein. Und selbst wenn, würde ich`s wahrscheinlich nicht erzählen, denn wenn`s peinlich war, will man es ja eigentlich am liebsten vergessen und nicht wieder drauf angesprochen werden.“
Auch Miryam Roper: „Eigentlich passiert auf der Matte nie etwas Peinliches. Natürlich gibt es Situationskomik. Aber beim Judo herrscht eine Atmosphäre von Vertrauen und gegenseitigem Respekt, dass einem vor seinen Partnern oder Trainern gar nichts peinlich sein sollte.“ Oder Dino Pfeiffer: „Ich kann mich gar nicht daran erinnern, weil er bestimmt so peinlich war, dass ich ihn aus meinem Gedächtnis gestrichen habe.“
An bestimmte Situationen erinnern sich andere Sportler und erzählen sie augenzwinkernd.
Romy Tarangul schreibt: „Als ich noch ganz jung war, ist mir mitten im Kampf beim Wettkampf meine Judohose runtergerutscht. Das war mir schon sehr peinlich...“
Claudia Malzahn war mal „Vorführobjekt“ für die Koshi-jime (Für Außenstehende: eine Würgetechnik). Im Wettkampf passiert es durchaus mal, dass man so lange wie möglich aushält und sich noch herauswinden will, um den Kampf nicht abklopfen zu müssen und dabei dann sogar „einschläft“. Aber im Training? - „Ich bin "eingeschlafen", als mein Trainer die Koshi-Jime vor der Trainingsgruppe an mir demonstriert hat“, plaudert Claudia aus dem Nähkästchen.
Iljana Marzok hatte eine recht peinliche Situation ausgerechnet in ihrer Dan-Prüfung: „Bei der Prüfung zum 2. Dan haben meine Partnerin und ich uns so verrückt gemacht, dass wir nach der Begrüßung bei der Katame-no-kata nicht sicher waren, wer jetzt eigentlich Uke und Tori ist. Also habe ich die Initiative ergriffen und hatte allerdings die Position des Uke. Nach einem Neuanfang wurde die Prüfung dann letztendlich bestanden.“
Laura Vargas Koch erzählte zwei kleine Episoden, die zwar peinlich aber auch recht witzig sind.
Die eine passierte ihr ausgerechnet da, als eine Kamera auf sie gerichtet war. „Bei der Erwärmung beim World-Cup in Sofia, als ich als einzige schon in der Mitte der Matte stand und Uchi-mata-Tandoku-renshu gemacht habe, hat der Kameramensch die Kamera gerade getestet und auf mich scharf gestellt. Als ich mich etwas zu schwungvoll eindrehte, landete ich flach auf dem Bauch und wurde von allen ausgelacht.“
Und die zweite lustige Episode ist ganz frisch von der Universiade in Shenzhen. „Eine lustige Geschichte ist vielleicht: Beim Training habe ich versehentlich die Hose der -48erin Kay Kraus eingepackt mit der ich auf einem Zimmer bin und habe mich gewundert, wie eng sie geworden ist - bis es mir schließlich auffiel.“
Aber ansonsten geht es ihr wie vielen anderen: „Ich kann mich an keine sehr peinliche Geschichte erinnern und wenn, dann würde ich sie wahrscheinlich nicht in aller Öffentlichkeit preisgeben.“
Beitrag: Birgit Arendt