Judo Bundesliga


Dan-Träger


Stärke zeigen


Bundesliga-Finale der Männer in Frankfurt (Oder)

Abensberg wird mit einem Stand von 5:5 und mit 33:36 Unterpunkten Deutscher Mannschaftsmeister!

Es war knapp wie sicher schon lange kein Finale mehr, musste doch Abensberg bis zum allerletzten Kampf zittern, um den Meistertitel erneut zu gewinnen.

Hier der neue (und alte) Deutsche Mannschaftsmeister TSV Abensberg, der den Titel nun bereits zum 13. Mal erkämpft hat.

Finale: JC 90 - TSV Abensberg:

1. Durchgang:
1. Kampf: -100 kg: Marcel Jamet - Michael Jurack
Marcel Jamet gewinnt mit einem Waza-ari gegen Michael Jurack für einen Abtaucher

2. Kampf -66 kg: Nils Dochow - Gerhard Zeitler
Nils Dochow gewinnt den zweiten Punkt für den JC 90 mit Yuko für zwei Bestrafungen.

3. Kampf: +100 kg: Sebastian Bähr - Ivan Radu:
Sebastian Bähr bekommt nach zwei Minuten eine Inaktivitätsstrafe. Weitere Shidos folgen, Bähr noch einmal für Inaktivität, Ivan Radu für Raustreten. Zehn Sekunden vor Schluss erkämpft Sebastian Bähr einen Yuko und gewinnt den dritten Kampf für den JC 90.

4. Kampf: -81 kg: Robert Krawczyk-Ole Bischof
Robert Krawcyk gewinnt nach 56 Sekunden mit einem Tai-Otoshi und damit steht es 4:0 für den JC 90.

5. Kampf:  -73 kg: Adrian Markow - Fabian Seidlmeier
Adrian Markow erhält eine Inaktivitätsstrafe nach ca. zwei Minuten. Er ist zwar stark am Boden, Fabian Seidlmeier verteidigt jedoch clever und bringt den Koka nach Hause. Damit erster Punkt für Abensberg. Es steht 4:1.

6. Kampf: -60 kg: Dimitri Kozlovs - Dominik Liebl
Dimitri Kozlovs bekommt einen Koka für Sumi-gaeshi nach ca. 1:30 min., nach etwa der Hälfte der Kampfzeit bekommt Dominik Liebl einen Waza-ari für einen Konter, weiter bekommen beide je einen Koka. Dominik Liebl wartet auf seine Chance, nachdem nun Kozlovs progressiv kämpfen muss - und er gewinnt 17 Sekunden vor Schluss mit Ippon. Es steht 4:2.

7. Kampf: -90 kg: Robert Zimmermann - Ilias Iliadis
Olympisches Flair in der Brandenburg-Halle. Youngstar Zimmermann, der im ersten Männer-Jahrgang ist gegen den aktuellen Olympiasieger. Roberts Tomoe-nage-Ansatz nach einer Minute bringt leider keine Wertung, Ilias erkämpft nach zwei Minuten einen Yuko. Es ist ein hochkarätiger und spannender Kampf. Nach drei Minuten bekommen beide einen Shido. Iliadis wirft nach 3:30 min Ippon. Am Ende des ersten Durchgangs steht es nun 4:3 für den JC 90.

Die Aufstellung ist komplett und vespricht weitere Judo-Leckerbissen.

2. Durchgang:
1. Kampf: -100 kg: Thomas Pille - Ilias Iliadis
Zwei kampfstarke Athleten schenken sich nichts. Plötzlich ein Konter und Thomas Pille gewinnt sensationell mit Ippon nach fast zwei Minuten. Es steht 5:3.

2. Kampf: -66 kg: Michael Rex - Dominik Liebl
Taktisch gut geführter und konzentrierter Kampf von beiden, nach über zwei Minuten noch keine Wertung. Michael Rex´ Wurfansätze bringen nichts Zählbares, auch klappt der Versuch einer Würge  nicht in der Konsequenz. Dominik Liebl immer wieder mit Tomoe-nage-Ansatz, bekommt ihn aber auch nicht durch.
Es bleibt dann beim Unentschieden und damit beim 5:3.

3. Kampf: +100 kg: Sebastian Bähr - Michael Jurack
Nach fast zwei Minuten Kampf ohne große Aktion gibts einen Shido für Michael Jurack. 30 Sekunden vor Schluss auch einen Inaktivitätsshido für Sebastian Bähr, damit wiederum Unentschieden und weiter 5:3.

4. Kampf: -81 kg: Robert Krawczyk - Ole Bischof
Zwei Minuten passiert fast nichts, beide kämpfen um die beste Fassart. Ole Bischof erkämpft sich dann einen Koka. Sein Sumi-gaeshi-Versuch nach dreieinhalb Minuten bringt nichts an Wertung. Beide kämpfen meist immer noch um die beste Fassart. Eine Minute vor Schluss Shido für Bischof für Runterziehen, damit wieder Ausgleich. Am Ende wieder Hiki-wake, das dritte Unentschieden und weiter 5:3.

5. Kampf: -73kg: Marc Schäle - Kioshy Uematsu
Jugend gegen Weltklasse - Schäle als 18-jähriger gegen den WM-Bronzemedaillengewinner Uematsu.  Nach ca. einer Minute bekommt Marc Schäle eine Bestrafung für Runterziehen, ansonsten ist es ein sehr ausgeglichener Kampf, bei dem sogar eher Schäle gerade am Boden mit vielen Aktionen für Achtungszeichen sorgt. Es bleibt bei der Koka-Wertung für den Shido und Uematsu gewinnt. Es steht nun 5:4

6. Kampf: -60 kg Oliver Lodka - Ludwig Paischer
Auch hier mit Oliver Lodtka ein junger Nachwuchsathlet des JC 90 aus der U20 gegen den Vize-Weltmeister von Kairo und WM-Dritten von Rio Ludwig Paischer.
Paischers Tomoe-nage-Ansatz bringt einen Yuko, gleich danach nimmt er Oliver Lodka in die Festhalte und gewinnt nach reichlich zwei Minuten Kampfzeit. Ausgleich: 5:5.

7. Kampf: 90 kg: Evgeny Borodavko - Robert Dumke
Die Entscheidung! Die Halle tobt und spornt an. Bisher der Kampf um den besten Griff, beide bekommen eine Bestrafung nach der Hälfte der Kampfzeit. Die letzte Minute läuft, immer noch keine Wertung. Robert Dumke weiß um das Ergebnis bei einem Unentschieden, insofern versucht er alles, dies auch zu verteidigen. Es bleibt dann beim Unentschieden.

Drei Unterpunkte entscheiden über den Titel. Bei einem Punktegleichstand von 5:5 entscheiden die Unterpunkte mit 33:36 - Abensberg feiert....


Informationen zu den Halbfinals:
Im ersten Durchgang JC 90 gegen UJKC Potsdam dominiert der JC 90 unerwartet stark. Nur der 60kg-Kampf geht zwischen Dimitri Kozlovs und Arne Mundt unentschieden aus.

Der zweite Durchgang beginnt aus Potsdams Seite furios. Matjaszek (-100 kg) gewinnt gegen Pille, Norman Helm gegen seinen früheren Trainingskameraden Michael Rex. Aber Fred Finzelberg holt den entscheidenden siebenten Punkt gegen Karsten Kaletta. Potsdam punktet noch einmal mit Lukasz Balanda gegen Marc Natho, aber für Frankfurt gewinnt dann wieder ein an diesem Tage großartiger Marc Schäle gegen René Schendel. Auch die beiden letzten Kämpfe gewinnen die Frankfurter Sportler. Damit steht es 10:3 und der JC 90 steht zum zwölften Mal seit 1990 in einem Finale.

Abensberg gewinnt den ersten Durchgang ebenfalls außerordentlich deutlich mit 7:0. Nachdem Benjamin Behrla den ersten Kampf durchaus überraschend für Witten verlor, kamen die Jungs um Trainer Holk Silbersack nicht mehr richtig in Tritt.
In der zweiten Runde gibt es wiederum ein sehr eindeutiges Ergebnis. Abensberg ist überragend, Witten gewinnt nur den 66-kg-Kampf durch Martijn van Oostrum. Am Ende steht es dann 13:1 und Abensberg steht als nächster Finalgegner fest.

Berichterstattung und Fotos: Birgit Arendt

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