Judo Bundesliga


Dan-Träger


Stärke zeigen


Europameisterschaft U17 - 2. Tag

Am zweiten Tag gewannen Sascha Herkenrath, Max Münsterberg und Maria Ertl Bronze. Aylin Jeske belegte Platz 5.

Maria Ertl (TV Lenggries) in der Klasse bis 52 kg, Sascha Herkenrath (1. JC Mönchengladbach) in der Klasse bis 66 kg und Max Münsterberg (TH Eilbeck) in der Klasse bis 73 kg waren am zweiten Tag der Europameisterschaften der U17 in Sarajevo erfolgreich und erkämpften Bronzemedaillen. Aylin Jeske von Yamanashi Porz kam in der Klasse bis 63 kg auf Rang fünf.

Mit vier Medaillen nach den ersten zwei Wettkampftagen zeigten sich die Bundestrainer Sandra Schwalbe und Richard Trautmann sehr zufrieden. Bei der starken Besetzung von insgesamt 43 Nationen und Teilnehmerzahlen von teilweise über 30 Athleten in den einzelnen Klassen ist dies ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Maria Ertl vom TV Lenggries startete in der Klasse bis 52 kg mit einem ungefährdeten Sieg durch zwei Yuko-Wertungen gegen die Spanierin Tania Alonso Danita in den Wettkampf. Wazaari und zwei Yuko-Wertungen erzielte sie gegen Mihaela Gavat aus Rumänien. In der dritten Runde musste sie im Viertelfinale gegen Cecilla Paganelli aus Frankreich einen Koka-Rückstand hinnehmen, zog jedoch durch eine Yuko-Wertung für einen Konter und mit Ippon mit Haltegriff in das Halbfinale ein. Hier kam sie mit dem Kampfstil von Bauke Groothuis aus den Niederlanden nicht zurecht und unterlag durch eine Shido-Bestrafung für Inaktivität. Den Kampf um die Bronzemedaille gegen Viktoria Majorosova dominierte Maria Ertl und durch Uchi-Mata konnte sie die entscheidende Yuko-Wertung erzielen

Aylin Jeske (Yamanashi Porz) zwang in ihrem ersten Kampf in der Klasse bis 63 kg Jade Williams aus Großbritannien in Sankaku-Position zur Aufgabe. Gegen Josipa Gotovac aus Kroatien geriet sie zunächst mit Yuko-Wertung in Rückstand. Nach einem Wazaari durch Harai-Goshi gab ihre Kontrahentin ebenfalls in Sankaku-Position auf. Einen spannenden Kampfverlauf gab es gegen Britt Heskes aus den Niederlanden. Nachdem in der regulären Kampfzeit keine Wertung gefallen war ging es in die Golden-Score-Verlängerung. Hier konnte die Niederländerin durch einen Gegendreher Wazaari erzielen. Aylin Jeske gewann in der Trostrunde mit Ippon für Haltegriff gegen Busra Katipoglu und mit Ippon für O-Goshi gegen Dejana Markovic aus Serbien. Damit stand sie im Kampf um die Bronzemedaille. Im „kleinen Finale“ geriet sie frühzeitig gegen Khanim Huseynova aus Aserbaidschan mit Yuko-Wertung in Rückstand. Vergeblich versuchte sie in der verbleibenden Zeit den Rückstand aufzuholen, musste sich am Ende geschlagen geben und belegte Rang fünf.

Sascha Herkenrath vom 1. JC Mönchengladbach stand in der Klasse bis 66 kg in einem Teilnehmerfeld von 33 Athleten. Nach einem schnellen Ippon-Sieg durch Seoi-Nage gegen Stanislavs Lebedevs aus Lettland bezwang er den starken Antoine Massart aus Portugal in der letzten Kampfminute durch einen Ausheber mit Ippon. Viel Mühe hatte er in der Viertelfinalbegegnung gegen Roma Savcenco aus Moldawien. Nach einer Yuko-Führung durch Ko-Uchi-Gari musste er sich gegen die ständigen Angriffe seines Gegners zur Wehr setzen. Kurz vor Kampfende konnte er noch eine Yuko-Wertung durch Seoi-Nage nachlegen, wodurch er das Halbfinale erreicht hatte. Gegen den Griechen Alexios Ntanadsidis geriet er mit Koka durch Beinfasser in Rückstand. Im weiteren Kampfverlauf fand er nicht das richtige Mittel und geriet nach einem eigenen Angriff in einen Haltegriff, aus dem er nicht mehr entkommen konnte. Damit blieb die Chance auf die Bronzemedaille, die er nutzte und nach 3:15 Minuten im „kleinen Finale“ den Armenier Andranik Chaparyan mit Juji-Gatame vorzeitig besiegte.

Max Münsterberg vom TH Eilbeck startete eindrucksvoll in der Klasse bis 73 kg in den Wettkampf. Den Bulgaren Silyan Ivanov legte er mit O-Uchi-Gari auf den Rücken. Gegen Stanislav Mircea aus Moldawien machte er von Anfang an Druck und ging durch Sumi-Gaeshi mit Wazaari-Wertung in Führung. Sein starker Kontrahent konnte ebenfalls einen Wazaari durch Abtauchtechnik erzielen, doch Max Münsterberg legte noch einen Sumi-Gaeshi nach, der mit Yuko bewertet wurde. In Runde drei unterlag er vorzeitig dem Russen Alan Betanov. Unbeirrt von dieser Niederlage startete er in der Trostrunde mit einem schnellen Sieg gegen Peter Heim aus Ungarn. Es folgte ein weiterer Sieg durch Yoko-Sumi-Gaeshi nach 15 Sekunden gegen Andoni Cazora Vicente aus Spanien. Im folgenden Kampf um die Bronzemedaille konnte er sich trotz starker Anfeuerung für seinen slowenischen Gegner Malic Ovijac vorzeitig mit seiner Erfolgstechnik Yoko-Sumi-Gaeshi durchsetzen.

Am Sonntag finden noch die Kämpfe in den Klassen -70 und +70 kg bei den Frauen U17 und -81, -90 und +90 kg bei den Männern U17 statt.

 
Bericht und Fotos: Erik Gruhn

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