Judo Bundesliga


Dan-Träger


Stärke zeigen


Weltmeisterschaften U20 in Bangkok/Thailand, 2. Tag

Julia Loselein erkämpfte in der Klasse -63 kg nach drei Siegen und zwei Niederlagen einen siebten Platz. Johanna Müller (-57 kg), Maksym Chykurda (-90 kg) und Pierre Borkowski (-100 kg) sind vorzeitig ausgeschieden.

Am zweiten Wettkampftag standen die Wettkämpfe in vier Gewichtsklassen an. In drei Finals davon standen Niederländer im Kampf um Gold, mussten sich aber in jedem Fall mit der Silbermedaille begnügen.

Lukas Krpalek hat die erste Junioren-WM-Goldmedaille für Tschechien gewonnen. "Es ist ein großes Gefühl, eine Medaille um den Hals zu haben. Mein Ziel sind die Olympischen Spiele in London, aber es ist noch ein langer Weg dorthin." sagt der 17-jährige Athlet.

Japan (2/1/1) und Brasilien (2/0/1) haben die zweiten Goldmedaillen bei dieser WM gewonnen und führen damit die Medaillenwertung an.

Die erst 16-jährige Brasilianerin Rafaela Silva überraschte als sehr junge Kämpferin mit dem Gewinn der Goldmedaille. Sie ist einst in einer armen Favela in Rio de Janeiro geboren und trainiert bei dem Olympia-Dritten von 2004 Flavio Canto. "Judo hat komplett mein Leben verändert. Als ich jünger war, habe ich den ganzen Tag auf der Straße gespielt, nun bin ich eine wirkliche Athletin" erzählt sie voller Stolz über ihre Entwicklung. Sie besiegte im Finale die Französin Automne Pavia mit einem Armhebel nach 23 Sekunden.

Der Deutsche Judo-Bund musste heute wiederum schmerzlich erfahren, dass das neue System so manchen Sportler um die Möglichkeit der Trostrunde bringt. Sowohl Maksym Chykurda als auch Pierre Borkowski, denen beiden durchaus Medaillenchancen zugetraut wurden, schieden nach einer Niederlage gegen die späteren Welt- bzw. Vize-Weltmeister aus.

Insgesamt haben bereits 15 Nationen der 83 teilnehmenden Länder eine Medaille gewonnen.

-57 kg:
1. Rafaela Silva, Brasilien
2. Automne Pavia, Frankreich
3. Gemma Howell, Großbritannien
3. Tina Trstenjak, Slowenien
5. Nesria Jelassi, Tunesien
5. Liudmyla Marchenko, Ukraine
7. Amal Ashraf, Ägypten
7. Bahar Buker, Türkei

Johanna Müller
unterlag im ersten Kampf der Tunesierin Nesria Jelassi und schied damit vorzeitig aus.

-63 kg:
1. Yuki Kikukawa, Japan
2. Antoinette Hennink, Niederlande
3. Camila Minakawa, Brasilien
3. Eszter Gaspar, Ungarn
5. Da-Woon Joung, Südkorea
5. Tinatin Kulusashvili, Georgien
7. Julia Loselein, Deutschland
7. Narine Zaimtsyan, Russland

Julia Loselein erkämpfte einen siebten Platz. Nach drei Vorrundensiegen gegen Yerden Gerbi aus Israel, Yuan Feng aus China und Maude-Helene Bendt aus Kanada hatte sie das Viertelfinale erreicht. Hier musste sie sich gegen die Japanerin Yuki Kikukawa geschlagen geben. In der Trostrunde lief der Kampf gegen Da-Woon Joung aus Südkorea über die volle Kampfzeit, wobei die Asiatin nach vier Minuten mit zwei Yuko-Wertungen vorne lag.

-90 kg:
1. Varlam Liparteliani, Georgien
2. Marvin de la Croes, Niederlande
3. Luke Taylor, Großbritannien
3. Marcus Nyman, Schweden
5. Tomasz Domanski, Polen
5. Kyu-Won Lee, Südkorea
7. Elmar Gasimov, Aserbaidschan
7. Anthony Laignes, Frankreich

Maksym Chykurda
gewann seinen ersten Kampf bereits nach 18 Sekunden gegen Chingiz Mamedov aus Kirgisistan. Anschließend verlor er vorzeitig gegen Varlam Liparteliani aus Georgien. Da nur die Viertelfinalisten die Trostrunde erreichen können, musste auch Maksym Chykurda das vorzeitige Ausscheiden aus dem Wettbewerb hinnehmen.

-100 kg:
1. Lukas Krpalek, Tschechien
2. Marvin Huisman, Niederlande
3. Anton Martsulevich, Weißrussland
3. Temuulen Battulga, Mongolei
5. Katsuoki Terashima, Japan
5. Ibrakhim Khamkhoev, Russland
7. Jonas Savatier, Frankreich
7. Konstantine Mukvani, Georgien

Pierre Borkowski
konnte das frühe Ausscheiden nach einer Erstrundenniederlage gegen Marvin Huisman aus den Niederlanden nicht verhindern.


Text: Erik Gruhn und Birgit Arendt
Fotos: Birgit Arendt

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