„Alle sind heiß“ - Deutsche Judo-Einzelmeisterschaft 2008 in Bayreuth
Am kommenden Wochenende, den 1. und 2. November finden in Bayreuth die Deutschen Einzel-Meisterschaften der Männer und Frauen statt.
Bei diesen ersten Titelkämpfen nach den Olympischen Spielen von Peking geht es für die fst 400 Teilnehmer um eine gute Ausgangsposition für die anstehenden Qualifikationsturniere für Europa- und Weltmeisterschaften im kommenden Jahr.
Für die Organisatoren um den Präsident des Bayerischen Judo-Verbandes Gerhard Fleißner und die Bayreuther-Agentur a.k.m. markiert die Deutsche Meisterschaft den vorläufigen Schlusspunkt einer zwei Jahre dauernden Vorbereitung auf die Titelkämpfe. „Ich wünsche mir, dass sich Zuschauer und Athleten in Bayreuth wohlfühlen und viele schöne Erlebnisse mit nach Hause nehmen“, drückt Fleißner seine Hoffnung auf Lohn für die Mühen der Organisation aus.
Insgesamt werden pro Tag 1.600 Zuschauer erwartet, denen neben den Kämpfen ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten wird. Allerdings wird schon im Januar die nächste Deutsche Meisterschaft in Bayreuth stattfinden, da der Deutsche Judo-Bund den Wettkampfkalender und auch den Qualifikationsmodus für die Meisterschaften ab 2009 neu geordnet hat.
Olympiateilnehmer alle in Bayreuth
Zum Bedauern der Organisatoren wird Judo-Olympiasieger Ole Bischof nicht in Bayreuth starten, aber als Zuschauer anwesend sein. „Ich brauche eine Phase, in der ich auch vom Kopf her abschalten kann“, so der Reutlinger 81 kg-Kämpfer, der in der Bundesliga für den niederbayerischen Serienmeister TSV Abensberg startet.
Dafür werden d
ie Olympiateilnehmer Romy Tarangul, Michael Pinske und Andreas Tölzer sich ihren nationalen Konkurrenten stellen. Darunter sind auch zahlreiche Spitzen-Judokas wie die Vizeeuropameisterin Claudia Malzahn und deren Schwester Luise Malzahn, Jugendeuropameisterin 2006 und WM-Fünfte in diesem Jahr. Auch der Europameister des Jahres 2005 Dennis Huck (JC Ettlingen) und die Europameisterin 2005 Jenny Karl (Kim-Chi Wiesbaden) werden versuchen zu Meisterehren zu kommen.
Die Deutsche Meisterschaft ist auch in diesem Jahr für die Athleten eine Möglichkeit, sich gute Ausgangspositionen für die Qualifikation auf die Jahreshöhepunkte im kommenden Jahr zu sichern. „Ich hoffe, dass sich ein paar neue Athleten anbieten, die den nächsten Olympiazyklus mit Kurs auf 2012 anpeilen“, drückt der Präsident des Deutschen Judo-Bundes Peter Frese seine Erwartungen an die Meisterschaft aus.
Höhepunkt der Meisterschaft wird neben den Wettkämpfen die Auszeichnung der Trainer des Jahres 2008 sein, die durch eine kompetente Jury ausgewählt wurden.
Auch wenn sie nicht aktiv ins Wettkampfgeschehen eingreifen, werden alle Olympia- und Paralymicsteilnehmer, darunter auch die Olympiasiegerin 2004 Yvonne Bönisch, am Wochenende anwesend sein und die Wettkämpfe beobachten. Somit dürften auch Autogrammjäger jederzeit auf ihre Kosten kommen.
Bayern wollen Heimvorteil nutzen
Aus bayerischer Sicht liegen die Hoffnungen auf gestandenen Kämpfern wie Michael Jurack (Olympia-Dritter 2004) oder der amtierenden Deutschen Meisterin Viola Wächter. Für den Nachwuchs des Bayerischen Judo-Verbandes werden die Titelkämpfe die Möglichkeit bieten, sich mit Heimvorteil eine gute Ausgangsposition im Gerangel um die Startplätze bei den Qualifikationsturnieren zu erkämpfen.
„Ich erhoffe mir natürlich viele Medaillen unserer bayerischen Athleten“, so BJV-Präsident Gerhard Fleißner. „Vor allem aber soll diese Veranstaltung ein Highlight werden - alle sind heiß.“
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