Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf wurde zur Mitgliederversammlung für seine Verdienste mit dem 8. Dan geehrt. Weitere Ehrungen erfolgten und die Verabschiedung bzw. Begrüßung der Bundestrainer.
Die besondere Ehrung an diesem Abend war die Verleihung des 8. Dan an den bisherigen Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf für seine Verdienste für den deutschen Judo-Sport.
Gleichzeitig wurde er offiziell vor den Teilnehmern der Mitgliederversammlung verabschiedet. "Irgendwann ist mal Schluss und ich habe für mich die Entscheidung getroffen", sagte er bewegt vor dem Publikum. Viele hatten schon vorher in Anlehnung an die Emotionen bei der DEM in Bayreuth heimlich gehofft, dass "Nobsch" wieder einen musikalischen Leckerbissen parat hat. Und nachdem er seinen Amtsnachfolger Michael Bazynski alles Gute gewünscht hatte, griff er tatsächlich in die Jackentasche und die Mundharmonika kam zum Vorschein. "Time to say good-bye" - eine passende musikalische Verabschiedung nach fast 20-jähriger Tätigkeit als Frauen-Bundestrainer und der tosende Applaus galt sicher nicht nur der musikalischen Darbietung sondern auch als Dankeschön für eine sehr erfolgreiche Arbeit.
Ebenso ausgezeichnet wurden Frank Wieneke und Michael Bazynski. Beide erhielten die Ehrung mit dem 7. Dan. Frank Wieneke wurde als Männer-Bundestrainer dabei ebenso verabschiedet wie Norbert Littkopf. Er hatte mit dem Olympiasieg von Ole Bischof eine erfolgreiche Trainer-Laufbahn gekrönt, in der er außerdem zwei Eruopameistertitel mit Ole Bischof und Andreas Tölzer und den Weltmeistertitel von Florian Wanner erreicht hat.
Michael Bazynski übernimmt den Staffelstab aus den Händen von Norbert Littkopf, dessen erfolgreiche Arbeit er weiterführen will. Nach erfolgreicher langjähriger Arbeit als Bundestrainer der Juniorinnen kennt er die Sportlerinnen bereits seit vielen Jahren und will die Erfolgreichsten auch im Frauenbereich zum internationalen Erfolg führen.
Ebenso stellte sich der zukünftige Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch sehr emotional vor und erinnerte dabei an seine Trainervorbilder, wie z.B. den anwesenden Henry Hempel. Auch für ihn gilt es, die erfolgreichen Nachwuchssportler an die Männer heranzuführen und gemeinsam mit allen Trainern und anderen Verantwortlichen die Nationalmannschaft zum Erfolg zu führen.
Eine besondere Ehre wurde dem Brandenburgischen Landespräsidenten Hubert Sturm zuteil. Der früher langjährige international sehr erfolgreiche Männertrainer und Gastgeber der diesjährigen Mitgliederversammlung, der nur noch wenige Wochen die Geschicke in Brandenburg leiten wird, wurde als Ehrenmitglied im DJB aufgenommen. Darüber hinaus feierte er in seinen 74. Geburtstag hinein und nahm die Glückwünsche aller Teilnehmer entgegen.
Auch weitere anwesende verdienstvolle Judoka wurden mit höheren Dan-Graduierungen geehrt.
Text und Fotos: Birgit Arendt