Franziska Konitz startet zum zweiten Mal bei einer Frauen-Weltmeisterschaft. In Rio de Janeiro kämpfte sie 2007 in der Open-Kategorie.
Mit ihren Leistungen im Jahr 2008 war sie Ersatzstarterin für die Olympischen Spiele in Peking.
Franziska Konitz ist bereits seit Jahren eine äußerst erfolgreiche Athletin. Vierfache Europameisterin und Vize-Weltmeisterin im Nachwuchsbereich waren eine gute Ausgangsposition für den Start bei den Frauen. Allerdings wechselte sie genau da die Gewichtsklasse und hat es als relativ leichte Athletin im Schwergewicht recht schwer.
Hatte sie doch gerade bei der EM und WM 2007 fast doppelt so schwere Gegnerinnen jeweils zum Auftakt, denen sie sich geschlagen geben musste. „Man fühlt sich in solchen Situationen körperlich einfach sehr unterlegen.“
Dennoch macht sie mit ihrem guten Bewegungsgefühl im Judo, ihrer Schnelligkeit und Vielseitigkeit vieles wett und kämpft sich immer besser in die Schwergewichtsklasse ein.
Die Polizeianwärterin trainiert am OSP Berlin beim neuen Landestrainer Frank Borkowski. „Wir haben jetzt eine komplette Frauengruppe, in der ein ganz neuer Teamgeist entstanden ist und für mich eine neue und gute Motivation“, sagt sie zur aktuellen Trainingssituation.
Die ehrgeizige und willensstarke Athletin hat Olympia 2012 ganz fest im Visier und möchte auch bei der WM zu den Kandidatinnen für Edelmetall gehören. „Ich möchte alles geben, zufrieden und gut kämpfen. Insgesamt möchte ich gern um eine Medaille kämpfen.“
Viel Zeit bleibt ihr nach der WM nicht für die Regeneration nach all den anstrengenden Vorbereitungen. Unmittelbar nach dem WM-Ende geht es fast nahtlos wieder zur Ausbildung bei der Bundespolizei in Cottbus. „Direkt nach der WM beginnt am 1. September der nächste Ausbildungsabschnitt bei der Bundespolizei bis Dezember. Da ist keine Pause für mich drin“, gibt sie einen Ausblick auf die Zeit nach dem WM-Höhepunkt.
Weitere Informationen sind im Portrait zur WM 2007 auf dieser Seite unter diesem Link hier zu finden
Text und Foto: Birgit Arendt