Die Trainer-B Ausbildung Leistungssport orientiert sich in erster Linie an der Zielgruppe der jugendlichen Wettkämpfer von 14 bis 16 Jahren (Aufbautraining), die systematisch an den Leistungssport herangeführt werden sollen. Dabei wird der Rahmentrainingsplan des DJB stark berücksichtigt.
Die 60stündige Ausbildung unterteilt sich in ca. 26 Lehreinheiten Theorie und ca. 34 Lehreinheiten Praxis. In der Theorie beschäftigen wir uns hauptsächlich mit grundlegenden Inhalten der Trainingslehre und des modernen Technik- und Koordinationstrainings. Die Fachbereiche der Leistungsphysiologie und der Leistungspsychologie werden zentral überwiegend von Spezialisten, wie Prof. Dr. Baum oder Dr. Mickler übernommen. Die Praxis bezieht sich neben dem Kraft-und Ausdauertraining hauptsächlich auf wettkampfnahe Trainingsmittel. Dabei werden die Teilnehmer möglichst auch in das Stützpunkttraining und die Arbeit der Bundestrainer in Köln integriert. Durch die räumliche Anbindung an die Sporthochschule und die Trainerakademie gelingt es auch immer wieder Referenten, wie Klaus Keßler oder Frank Wieneke in die Ausbildung zu integrieren. Die Prüfung zum B-Trainer Leistungssport besteht aus einer kleinen Hausarbeit, einer 90minütigen Klausur zur Theorie, der Demonstration eines eigenen Handlungskomplexes und der Überprüfung des korrekten Bewegungsvorbildes. Die 1995 von Leo Held und Ralf Lippmann neu entwickelte und 1999 überarbeitete Ausbildungskonzeption wird inhaltlich ständig an moderne Entwicklungen angepasst und stellt so das wichtige Bindeglied zwischen der Trainer-C Ausbildung und der später folgenden anschlusstrainingsorientierten Trainer-A Ausbildung dar.
Anmeldung Trainer B Leistungssport:
Anmeldeformular bitte mit aktueller Acrobat Version online ausfüllen und als Email Anhang abschicken
Als 1996 die erste neue „Judolehrer“ Ausbildung im DJB durchgeführt wurde, hatte dies Vorreitercharakter. Es war die erste rein breitensportorientiere Ausbildung auf der zweiten Ausbildungsstufe in Deutschland. Nach nur wenigen Jahren der Weiterentwicklung wurde diese Ausbildung als erste vom damaligen DSB lizensiert und die erste offizielle Trainer-B Breitensport Ausbildung war fester Bestandteil der Ausbildungs-Rahmenrichtlinien im deutschen Sport.
Heute wird die breitensportorientierte B-Ausbildung zentral in zwei Ausbildungsblöcken durchgeführt. In zwei Teilen, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, werden die 60 Lehreinheiten überwiegend zielgruppenorientiert vermittelt. Die Zielgruppen, für die der „Judolehrer im DJB“ ausgebildet wird, sind überwiegend erwachsene, aber auch jugendliche breitensportorientierte Judoka. Themen wie funktionelle Anatomie und Gymnastik, fitnessorientiertes Kraft- und Ausdauertraining oder methodische Wege des Judounterricht stehen hier im Vordergrund. Ca. die Hälfte des Unterrichts ist mit der Trainer-B Leistungssportausbildung identische, sodass es Quereinstiegsmöglichkeiten in beide Richtungen gibt. So gibt es z.B. in Württemberg alle zwei Jahre eine dezentrale Trainer-B Ausbildung mit gemeinsamer Grundausbildung und späterer Spezialisierung.
Der Trainer-B Breitensport ist in seiner Grundstruktur eigentlich die beste Basis, um als „Allrounttrainer“ möglichst viele unterschiedliche Zielgruppen unterrichten zu können. Hier werden wichtige Grundlagen für spezielle Erweiterungslehrgänge vermittelt. Seit diesem Jahr gibt es auch die Möglichkeit solche themenorientierten Erweiterungen, wie z.B. Kata oder Fitness, im Modulsystem zur offiziellen Trainer-A Lizenz Breitensport zu nutzen.
Die Prüfung zum B-Trainer Breitensport besteht aus einer umfangreichen Hausarbeit, einer 90minütigen Klausur zur Theorie, der unterrichtbegleitenden Überprüfung des korrekten Bewegungsvorbildes und einer 20minütigen Lehrprobe.
Anmeldung Trainer B-Breitensport:
Anmeldeformular bitte mit aktueller Acrobat Version online ausfüllen und als Email Anhang abschicken
Die SV-Ausbildung unterteilt sich in vier Module zu je 15 Lehreinheiten und wird momentan noch zentral in Köln durchgeführt.
Anmeldung SV-Ausbildung:
In Modul 1 werden die für Judoka eher unbekannten Schlag- Block und Tritttechniken vermittelt und vor allem methodische Wege der Anwendung aufgezeigt. Dieses Modul wird von Mario Staller geleitet. Der Judoanzug kann zu Hause bleiben, es genügen Trainingshose und T-Shirt.
In Modul 2 und 3 vermitteln Mario Staller und Ralf Lippmann gemeinsam die Anwendung der Judotechnik in der Selbstverteidigungssituation. Hier steht der Umgang mit Widerständen und sich verändernden Bedingungen im Vordergrund; ein Thema, mit dem sich beide Referenten sowohl in Praxis als auch in Theorie und über Veröffentlichungen intensiv beschäftigt haben. Darüber hinaus wird Methodik zu den SV-Inhalten der Kyu- und Danprüfung vorgestellt.
In Modul 4 wird von Anja Derksen, die solche Kurse hauptsächlich in Zusammenarbeit mit der Polizei durchführt, vermittelt, wie man gewaltpräventiv arbeitet und wie Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstraining organisiert und durchgeführt wird.
Spezielle zielgruppenorientierte SV- Themen, wie Selbstbehauptung für Frauen und Kinder, Kata in der Selbstverteidigung oder Spezialisierungen werden i n Fortbildungen angeboten.
Die Prüfung zum B-Trainer Selbstverteidigung besteht aus einer umfangreichen Hausarbeit, der unterrichtsbegleitenden Überprüfung des korrekten Bewegungsvorbildes und seit einer 20minütigen Lehrprobe. Wer bereits in der zweiten Stufe lizenziert ist, dem genügen 45 Lehreinheiten ohne Prüfung zur Zusatzqualifikation, wobei die Module 1 und 4 Pflicht sind und aus den anderen beiden eins gewählt werden kann.