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Die Trainer Ausbildung im Deutschen Judo Bund

Mit dem Zusammenschluss des Deutschen Sport Bundes und des Nationalen Olympischen Komitees zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wurden 2006 im Gesamtbereich des deutschen Sports umfangreiche Reformen durchgeführt. Insbesondere wurde der Bereich der Trainer Aus- und Fortbildung neu strukturiert und es wurden neue Rahmenrichtlinien erstellt. Diese sollen vor allem die Qualität der Ausbildung jetzt und in Zukunft sichern, um damit den organisierten Sport im Vergleich mit kommerziellen Anbietern konkurrenzfähig zu halten.
Der Deutsche Judo Bund war der erste Verband, der bereits 2007 seine Ausbildungsordnung an die neuen Rahmenrichtlinien des DOSB angepasst hat und zertifiziert wurde. Seit 2008 wird danach ausgebildet.
Damit folgt der DJB seiner fast 40jährigen Tradition, die Qualität des Lehrwesens möglichst hoch zu halten. Von der ersten „Judolehrerausbildung“ Anfang der 70er Jahre unter der Leitung von Wolfgang Hofmann und Mahito Ohgo, über die Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule und der Trainerakademie wurden Strukturen und Inhalte der Ausbildung ständig weiter entwickelt. Stellvertretend für die vielen Mitarbeiter seien hier nur die wichtigsten Wegbereiter der 80er Jahre wie Gunter Bischof, Manfred Birod, Dr. Petra Jarmoluk, Klaus Keßler und Ulrich Klocke genannt. Mit der Wende kamen dann die wichtigen Erkenntnisse der DHFK Leipzig in den Personen von Manfred Michelmann und Dr. Jürgen Ulbricht hinzu. Mit der Erstausgabe der reformierten Lehrbriefe 1995, die von vielen namhaften Experten geschrieben wurden, und der in etwa zeitgleichen Erstellung der neuen Trainer-B und Trainer-A Ausbildungsskripte durch Leo Held, Ralf Lippmann und Frank Wieneke wurden sehr umfangreiche und qualitativ hochwertige Lehrmaterialien veröffentlicht. 1996 wurde dann noch, unter der Federführung von Ralf Pöhler, die neue Breitensport orientierte Judolehrer Ausbildung ins Leben gerufen. All diese Inhalte und Materialien werden kontinuierlich nach Bedarf aktualisiert und weiter entwickelt. Mit der Schaffung einer hauptamtlichen Stelle im Lehrwesen, Mitte der 90er Jahre, unterstrich der Deutsche Judo Bund den herausragenden Stellenwert des Lehrbereichs in einem modernen olympischen Sportverband. Dies gipfelte 2008 in dem ersten hauptamtlichen Vorstandsmitglied, dem Bundeslehr- und Prüfungsreferenten.
 
Die moderne Trainerausbildung im DJB unterteilt sich in vier Handlungsfelder:
  1. Planen und Analysieren
  2. Unterrichten und Trainieren
  3. Motivieren und Erziehen
  4. Organisieren und Verwalten
Diese Handlungsfelder ziehen sich durch alle Ausbildungsstufen, von der Trainer-C-Ausbildung bis zum judospezifischen Curriculum des Diplom-Studiums an der Trainerakademie. Insgesamt gibt es vier Lizenzstufen in denen möglichst zielgruppenorientiert ausgebildet wird. Die ersten drei Stufen werden zusätzlich in Breitensport, bzw. Wettkampfsport orientierte Inhalte unterteilt, sodass es eigentlich vor dem Studium an der Trainerakademie sechs verschiedene Ausbildungen gibt.