Jugend trainiert für Olympia 2008
Das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ fand in diesem Schuljahr in Schonach (Schwarzwald) vom 25.02-29.02.2008 statt. Leider war nach dem Finale im Harz 2007 auch in diesem Jahr der fehlende Schnee für die Skilangläufer ein Problem. Die Organisatoren in Schonach hatten jedoch vom Langlaufweltcup genügend Kunstschnee „gebunkert“, damit die Langlaufwettbewerbe dennoch stattfinden konnten.
Die Judoka tangierte der fehlende Schnee nicht und so war die bange Frage der Verantwortlichen darauf gerichtet, welche Bundesländer den Wettbewerb beschickt hatten. Erfreulicherweise waren bei den Jungen erstmals alle 16 Bundesländer am Start. Bei den Mädchen fehlten Bremen und Schleswig-Holstein. Nach ersten Rückmeldungen besteht bei den Mädchen in diesem Schuljahr wieder die Gefahr, dass die Magdeburger Kriterien wie schon so oft nicht erfüllt werden. Im vergangenen Schuljahr wurden diese Kriterien, die Mindestteilnehmerzahlen für die einzelnen Länder je nach Schülerzahlen von 3 bis 15 Mannschaften vorschreiben, bei den Mädchen erstmals seit langer Zeit erfüllt.
Am Finaltag war der Präsident des DJB Peter Frese anwesend und nahm am Pressegespräch teil.
Platzierungen weiblich
1. Schul & Leistsportzentr. Berlin/BE
2. Sportschule Frankfurt (Oder)/BB
3. Sportgymnasium Leipzig/SN
4. L.-Lucas-Gym Leverkusen/NW
5. Lessing-Gymnasium Uelzen/NI
6. H.-Heine-Gym Kaiserslautern/RP
7. Sportgym Guts-Muths Jena/TH
8. Diesterweg-Gym Tangermünde/ST
9. B.-Brecht-Schule Nürnberg/BY
10. Friedrichsgymnasium Kassel/HE
11. BIZ St. Konrad Ravensburg/BW
12. Illtal-Gymnasium Illingen/SL
13. Gesamtschule Alter Teichweg/HH
14. A. v. Humboldt Gym. Greifswald/MV
Platzierungen männlich
1. Sportschule Frankfurt (Oder)/BB
2. Schul & Leistsportzent. Berlin/BE
3. Gesamtschule Alter Teichweg/HH
4. Sportgymnasium Leipzig/SN
5. Spogym Neubrandenburg/MV
6. Gymnasium Münchberg/BY
7. Sportgym Guts Muths Jena/TH
8. H.-Heine-Gym Kaiserslautern/RP
9. Sportgymnasium Halle/ST
10. Gutenbergschule Wiesbaden/HE
11. L.-Lucas-Gym Leverkusen/NW
12. SZ Ronzelenstraße Bremen/HB
13. Gym Himelsthür Hildesheim/NI
14. Robert-Bosch-RS Homburg/SL
15. Otto-Hahn-Gym Ludwigsburg/BW
16. Johann-Liss-RS Oldenburg/SH
Das Bundesfinale 2009 findet vom 02.03-06.03.2009 in Nesselwang (Bayern) statt.
Nach fünf Jahren als stellvertretender Schulsportreferent lege ich mein Amt aus beruflichen Gründen nieder und wünsche meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger für die vor ihr/ihm liegenden Aufgaben viel Erfolg.
Peter Fischer
Das nächste Bundesfinale im Judo findet vom 25.02. bis 29.2.2008 im Schwarzwald in Schonach statt
Im Dezember 2007 bzw. im Januar und Februar 2008 werden in den 16 Bundesländern die Landessieger im Judo ermittelt. Diese qualifizieren sich für das Bundesfinale 2008 von "Jugend trainiert für Olympia" (JtfO), das vom 25. bis 29. Februar 2008 im Schwarzwald stattfindet.
Auch zum Winterfinale 2008 wird die Deutsche Schulsportstiftung wieder erfolgreiche Spitzensportler einladen, die an dem Pressegespräch teilnehmen und dem Nachwuchs Tipps und Autogramme geben werden.
Beim Bundesfinale in Oberhof waren Udo Quellmalz (Olympiasieger von 1996) und Annett Böhm (Olympiadritte 2004 - Foto) zu Gast. Annett wurde dort zur JtfO-Patin ernannt.
In Oberwiesenthal und in St. Andreasberg waren neben dem Olympiasieger Udo Quellmalz Junioren-Nationalkämpfer anwesend, die selbst am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ teilgenommen haben.
Die Judowettkämpfe, die an drei Tagen stattfinden, beginnen am Dienstag, dem 26.02.2008 ab 9.00 Uhr in Schonach und enden mit den Finalkämpfen, die am Donnerstag, dem 28. Februar um 10.00 Uhr beginnen.
Zu den Endkämpfen und zur offiziellen Siegerehrung wird der Präsident des Deutschen Judo-Bundes Peter Frese erwartet.
Parallel zu den Judoka ermitteln auch die Skilangläufer in Schonach ihre Bundessieger.
Peter Fischer
Jugend trainiert für Olympia 2007
Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ 2007 in St. Andreasberg/Clausthal-Zellerfeld vom 26.02.-02.03.07
Trotz fehlendem Schnee und Dauerregen waren die Judoka, die in Clausthal-Zellerfeld den deutschen Schulsportmeister für das Schuljahr 2006/2007 auskämpften, bester Laune. Das schlechte Wetter, das zur Verkürzung der Langlaufwettbewerbe in St. Andreasberg führte brachte an den Finaltagen bis zu 900 Zuschauer in die Halle, ein Rahmen der für Judoka nicht alltäglich ist.
In spannenden Kämpfen setzte sich bei den Jungen die Gesamtschule Alter Teichweg Hamburg gegen die Sportschule Frankfurt (Oder) durch und bei den Mädchen bezwang die Werner-Seelenbinder-Schule Berlin die Sportschule Frankfurt (Oder).
Viel Prominenz war am Mattenrand. Neben den anwesenden Vertretern der Kultusministerien vertrat der DJB-Vizepräsident Lutz Pitsch den kurzfristig verhinderten Präsidenten Peter Frese und der Olympiasieger Udo Quellmalz musste so manches Autogramm geben.
Am Rande der Veranstaltung ergab sich auch so manches Gespräch des stellvertretenden Schulsportreferenten Peter Fischer aus Mainz mit den Vertretern der Landesverbände. Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass für das Schuljahr 2006/2007 sowohl bei den Jungen und erstmals seit zwei Jahren auch bei den Mädchen die Magdeburger Kriterien erfüllt wurden. Vorausgesetzt natürlich, die von den Vertretern der Landesverbände gemeldeten Mannschaften entsprechen den Zahlen, die von den Ministerien an JtfO gemeldet werden.
Das positive Ergebnis dieses Schuljahres sollte alle Landesverbände anspornen, auch im kommenden Jahr alles zu unternehmen, um die Magdeburger Kriterien zu erfüllen. Schulsport ist in Zeiten schwindender Schülerzahlen die Chance, für den Judosport weiterhin genügend junge Nachwuchstalente zu gewinnen. Aus dieser Sicht ist es unverständlich, dass es sich ein Landesverband wie Schleswig-Holstein leisten kann, Judo als Schulsport völlig zu ignorieren.
Das Bundesfinale 2007/2008 findet in Schonach im Schwarzwald statt. Startberechtigt sind die Jahrgänge 1993-1996.
Peter Fischer
Jugend trainiert für Olympia 2006
Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ 2006–
Ausschluss der Mädchen droht –
In 15 Sportarten werden jedes Jahr die Bundessieger im Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ ermittelt. Mit dabei sind seit Jahren die Judoka, die 2006 im sächsischen Oberwiesenthal ihre stärksten Teams suchten. Und doch wurde nicht nur auf den Matten gekämpft.
Abseits rangen die Mitglieder der Schulsportkommission des Deutschen Judo-Bundes (DJB) um Ideen, wie sie den drohenden Ausschluss der Mädchen von diesem prestigeträchtigen Wettbewerb verhindern können. Das Problem: Es sind nur neun von 16 Bundesländern, die die „Magdeburger Kriterien“ erfüllen. Zu wenig, um dauerhaft einen Platz im Bundesfinale zu behaupten. „Ein Mal“, erläutert Peter Fischer (Mainz), für „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) zuständiger Schulsportreferent im DJB, „darf die Mindestzahl unterschritten werden. Danach gibt es die Gelbe Karte“. Die haben die Judoka bereits gesehen.
Seit zwei Jahren werden die Normen im Mädchenbereich nicht mehr erreicht. Obwohl das Potenzial durchaus vorhanden wäre, vermutet der Magdeburger Hochschul-Dozent Wolfram Streso. Im Judo beobachtet der Bundesschulsportreferent allerdings eine fatale Fehleinschätzung: „Einige Trainer glauben, dass sich die Sportlehrer um die Organisation und die Meldung von ‚Jugend trainiert für Olympia’ kümmern müssen.“ Sie verhalten sich deshalb passiv. Dabei wäre es doch so einfach: „Wenn in einem Verein einige Jugendliche von der gleichen Schule sind, kann doch der Trainer dem Schulleiter den Vorschlag machen, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, sagt Streso und fordert mehr Initiative von den Klubs. Die Verantwortung auf die Sportlehrer abzuwälzen, sei jedenfalls falsch. Wollten die sich nämlich in jeder Sportart um „Jugend trainiert für Olympia“ kümmern, könnten sie ihrer eigentlichen Arbeit nicht mehr nachkommen. Noch mehr Ausfall des Sportunterrichts wäre die Folge.
"Prima Stimmung“
Dass im Judo Jungen und Mädchen eine Einheit bilden, zeigten die Kämpfe in Oberwiesenthal. „Sie haben sich gegenseitig angefeuert. Da herrschte eine prima Stimmung“, schwärmt Streso. Im Finale der Mädchen bezwang dann das Stiftsgymnasium Sindelfingen die Seelenbinder-Schule aus Berlin. Den Endkampf der Jungs gewann die Sportschule Frankfurt/Oder gegen die GS Alter Teichweg Hamburg. Dazu boten die Sachsen und Organisationsleiter Peter Fischer eine hervorragende Abwicklung und die Kampfrichter sehr gute Leistungen. Alles Faktoren, die positiv auf die verantwortliche JtfO-Kommission wirkten. Die Veranstaltung überzeugte als Gesamtbild. Deshalb sagt Streso auch ehrlich bedauernd: „Ohne die Mädchen würde dem Bundesfinale sehr viel fehlen.“
Niemand weiß, ob die Mädchen nächstes Jahr noch dabei sein werden. Würden sie die Rote Karte sehen, wäre die Tür für immer zu, nimmt Fischer an. „Es steht wirklich viel auf dem Spiel“, sagt er. Die Zahlen für das aktuelle Schuljahr, aus denen hervorgeht, wie viele Bundesländer die Magdeburger Kriterien erfüllen, werden erst Mitte des Jahres vorgelegt.Dass es eng werden könnte, ahnt die Schulsportkommission. Im vergangenen Schuljahr verfehlten Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen den Cut.
Bei den Jungs indes gibt es überhaupt keine Schwierigkeiten: Da seien die Teilnehmerzahlen in allen Bundesländern ausreichend, sagt Streso.
Claus Rosenberg