Miriam Butkereit gewinnt Silber

EJU/Gabi Juan
Silber für Miriam Butkereit

Beim Grand Slam in Budapest gewinnt Miriam Butkereit die Silbermedaille. Alle anderen deutschen Athleten sind heute ausgeschieden.

09.07.2022 von [Birgit Arendt]

Nach einem Freilos gewann Miriam Butkereit (TSV Glinde, SH) ihren Auftaktkampf gegen Luana Carvalho aus Brasilienbereits nach eineinhalb Minuten mit einer Haltetechnik. Im Kampf um den Poolsieg musste sie gegen Kely Petersen Pollard aus Großbritannien ins Golden Score und gewann nach 5:32 mit Ipon. Auch gegen die Maria Perez aus PuertoRico, die einst Vize-Weltmeisterin war, gewann sie im Golden Score nach 6:30 min mit Waza-ari und stand damit im Finale gegen die Japanerin Saki Niizoe. Die Asienmeisterin gewann nach 30 Sekunden mit einem blitzschnellen Angriff Ippon. Miriam Butkereit wurde damit Zweite.

Bundestrainer Claudiu Pusa freut sich über die Wettkampfleistungen von Miriam Butkereit. „Sie hat einen sehr guten Wettkampf gemacht und ist einen starken Weg ins Finale gegangen. Sie steigert sich von Wettkampf zu Wettkampf, ich bin sehr zufrieden mit ihrer persönlichen Entwicklung, aber auch mit anderen Fähigkeiten. Sie tritt positiv auf, macht viel Tempo, keine Fehler für Strafen, ich bin sehr zufrieden.“

Miriam Butkereit hat sich sehr gut gefühlt. Im Gegensatz zur Mongolei, wo ihr doch die Höhe und die Zeitumstellung etwas zu schaffen machten, war sie gut drauf. „Ich war munter, hatte richtig Lust zu kämpfen und war total entspannt und ohne Hektik. Insgesamt habe ich mich cool gefühlt und war richtig im Flow drin“, sagt sie nach dem Wettkampf. Sie war zufrieden mit ihrem Wettkampftag. „Ich hatte das Gefühl, dass ich nie wirklich in Gefahr war und habe mich körperlich sehr gut gefühlt.“

Ihr Hauptziel in diesem Jahr sind die Weltmeisterschaften und langfristig natürlich die Olympiaqualifikation. „Jetzt aber erst einmal step by step. Nächste Woche ist Zagreb. Und mein nächstes Ziel ist eine Goldmedaille.“ Ihr Trainer Claudiu Pusa nimmt den Schlagabtausch an und antwortete schnell: „Abgemacht!“

Die anderen Starter am zweiten Wettkampftag schieden alle nach einem bzw. zwei Kämpfen aus. Annabelle Winzig (HTG Bad Homburg, HE) verlor gegen Hedvig Karakas aus Ungarn mit Waza-ari und Ippon.

Nadja Bazynski (TSV Bayer 04 Leverkusen, NW) gewann gegen Aqulina Chayeb aus dem Libanon nach fast zwei Minuten mit einer Haltetechnik, verlor aber dann gegen die Brasilianerin Ketlyn Quadros mit Ippon.

Igor Wandtke (Judo Team Hannover, NS) gewann gegen den Chinesen Junlong Gou im golden Score nach fast sieben Minuten mit Waza-ari, verlor dann jedoch gegen Behruzi Khojazoda aus Tadschikistan nach 4:38 mit Waz-ari.

Auch Tim Gramkow (TKJ Sarstedt, NS) machte zwei Kämpfe. Zunächst gewann er gegen Bolor-Ochir Gereltuya aus der Mongolei mit Ippon, verlor dann jedoch gegen Guilherme Schimidt aus Brasilien mit Ippon.

Am Sonntag starten die deutschen Athleten nur noch im Männerbereich.

-90 kg: Eduard Trippel, JC Rüsselsheim / Hessen (10)
-100 kg: Karl-Richard Frey, TSV Bayer 04 Leverkusen / Nordrhein-Westfalen (31)
-100 kg: Daniel Herbst, JC Leipzig / Sachsen (45)
+100 kg: Johannes Frey, JC 71 Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen (27)
+100 kg: Erik Abramov, UJKC Potsdam / Brandenburg (72)

Sonntag, 10. Juli 2022

Frauen -78, +78 kg
Männer -90, -100, +100 kg

Finalblock an allen Tagen um 17:00 Uhr.

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