Anna-Maria Wagner gewinnt Gold

Am dritten Tag gab es ein Feuerwerk an Medaillen. Anna-Maria Wagner gewinnt Gold, Eduard Trippel Silber sowie Luise Malzahn und Johannes Frey gewinnen Bronze.

07.05.2021 von [Birgit Arendt]

Es war wieder ein Wettkampftag, wie jeder Judoka ihn sich wünscht. Vier Kämpfe, vier Siege und damit Gold in Kazan. Anna-Maria Wagner zeigt Klasse. Darya Kantasavaya aus Weißrussland besiegt sie mit einem Waza-ari, Inbar Lanir aus Israel bereits nach 31 Sekunden mit da schon zwei Waza-ari. Im Halbfinale muss sie zwar ins Golden Score, dort aber nach 45 Sekunden ein Ippon. Im Finale braucht sie gerade mal 1:49 min, um Natascha Ausma aus den Niederlanden mit einer Haltetechnik zu besiegen. „Ich bin unglaublich froh und stolz, heute Gold gewonnen zu haben. Nach Gold in Israel habe ich heute noch einmal gesiegt. Da gibt es keine Worte dafür. Es ist megageil, seine Leistungen abzurufen und wenn das dann auch alles so klappt, wie man sich das vorstellt“, sagt Anna-Maria Wagner freudestrahlend unmittelbar nach dem Finale.

Ihre unmittelbare Konkurrentin um das Olympiaticket, Luise Malzahn, verlor lediglich im Poolfinale gegen die spätere Finalistin aus den Niederlanden. Alle anderen Kämpfe gewann auch sie. Im ersten Kampf erhielt die Slowenin Patricija Brohlih im Golden Score den dritten Shido, damit gabs Ippon für Luise Malzahn. Im Poolfinale musste sie sich Natascha Ausma selbst mit drei Shido in die Trostrunde verabschieden. Dort gewann sie jedoch mit zwei Waza-ari gegen Antonina Shmeleva aus Russland und im Kleinen Finale um Bronze dann gegen Karla Prodan aus Croatien mit Waza-ari. Damit gewann Luise Malzahn Bronze.

Jasmin Grabowski konnte nach einem Freilos den Waza-ari von Anastasija Kholodolina aus Russland nicht mehr aufholen und schied aus.

Auch unsere Männer hatten heute einen Erfolgstag. Mit Silber für Eduard Trippel und Bronze für Johannes Frey gab es endlich die ersehnten Medaillen in Kazan.

In der Klasse bis 90 kg zeigte Eduard Trippel teils spektakuläre Techniken. Es machte Freude, ihm zuzuschauen. Alle Kämpfe bis ins Finale beendete er vorzeitig mit Ippon. Nach einem Freilos gegen Milan Randl aus Slovenien gewann er bereits nach 30 Sekunden mit Ippon, Islam Bozbayev aus Kazachstan trat nicht an. Den Franzosen Axel Clerget besiegte er nach 3:40 min. Für das Halbfinale gegen der Serben Majdov Nemanja erkämpfte er bereits nach 32 Sekunden einen Waza-ari, nach 2:45 min dann Ippon. Lediglich im Finale musste er sich nach 40 Sekunden dem Japaner Murao Sanshiro geschlagen geben und gewann damit die Silbermedaille.

In der gleichen Gewichtsklasse kämpfte auch Tim Schmidt. Nach einem Freilos trotzte er Yuta Gallareta Villar aus Peru drei Shido ab und kämpfte anschließend gegen Luka Maisuradze aus Georgien, der ihn nach 1:45 mit Ippon besiegte.

In der Klasse bis 100 kg stand Karl-Richard Frey nur einen Kampf auf der Matte. Gegen den Kazachen Bekarys Saduakas verlor er nach 1:53 min mit ippon und schied aus.

Besser machte es sein Bruder Johannes im Schwergewicht. Nach einem Freilos besiegte er Yelaman Yergaliyev aus Kazachstan mit Ippon für drei Shido. Im Poolfinale musste er sich jedoch David Moura aus Brasilien kurz vor Kampfende mit dem 3. Shido geschlagen geben und ging damit in die Trostrunde. Dort trat Aliaksandr Vakhaviak aus Weißrussland nicht an und im Kleinen Finale gewann Johannes Frey gegen den Rumänen Vladut Simionescu nach weniger als 90 Sekunden mit Ippon.

Der zweite Schwergewichtler Erik Abramov verlor seinen Auftaktkampf gegen den Russen Alen Tskhovrebov nach knapp über einer Minute mit dem zweiten Ippon und schied aus.