Deutsche Meisterschaften U21 Tag 1: Die Trümpfe stachen

Am ersten Tag der Juniorenmeisterschaften konnten besonders die Talente aus Brandenburg punkten. Zehn Medaillen holten die Kämpferinnen und Kämpfer aus dem gastgebenden Bundesland. Damit führt der Landesverband Brandenburg nun die Länderwertung an.

10.03.2018 von [Karolin Huse]

Die Bundestrainer der Altersklasse U21 waren sich einig. Die Ergebnisse des ersten Wettkampftages stellten keine großen Überraschungen dar. Als besonders stark stellten sich die Jahrgänge 2000 und 1999 heraus. Vor allem der jüngste Jahrgang wusste zu überzeugen. Dabei bestätigte vor allem das Team der U18-Weltmeisterschaft 2017 seine Favoritenrollen. Das Team um die Weltmeisterinnen Seija Ballhaus und Marlene Galandi lässt keine Zweifel offen, dass es in der neuen Altersklasse angekommen ist. 

Das entging Bundestrainer Lorenz Trautmann nicht. "Ich freue mich, dass die Athletinnen ihre starke Form unterstrichen haben. Von allen vier Erstplatzierten habe ich auch einen Sieg erwartet." Trotz der zufriedenstellenden Ergebnisse war für Trautmann auch ein wenig Schatten dabei. "Das gezeigte Judo war noch sehr statisch, wir müssen definitiv mehr an der Dynamik arbeiten. Auch die Kampfkonzeption ist verbesserungswürdig. Die meisten Kämpfe wurden durch Techniken nach hinten entschieden, doch wir müssen in alle Richtungen sicher werfen können, wenn wir vorn dabei sein wollen."
In den Finalkämpfen der Frauen setzte sich in der Gewichtsklasse bis 52 kg die Hamburgerin Seija Ballhaus gegen Annika Würfel aus Rostock durch. Bis 57 kg konnte sich Nora Bannenberg vom Judo-Club 71 Düsseldorf gegen die Hauptstädterin Caroline Fritze behaupten. Dena Pohl aus Potsdam holte sich den Titel bis 63 kg gegen die Bayerin Mina Ricken, während Marlene Galandi mit dem Sieg gegen Yvonne Grünewald aus Altenfurt den zweiten Titel für den UJKC Potsdam holte.

Mit den Ergebnissen der Männer ist Bundestrainer Pedro Guedes hochzufrieden. "Vor allem den Erstplatzierten traue ich auch international einiges zu. Es wurde klasse Judo gezeigt, vor allem in der Gewichtsklasse bis 90 kg", erklärt Guedes mit dem Verweis auf Tim Schmid und Falk Petersilka. Sehr positiv aufgefallen ist ihm der Titelgewinn von Tom Blechschmidt in der Gewichtsklasse bis 81 kg. "Tom kämpfte im letzten Jahr noch bei den Kadetten in der Gewichtsklasse bis 73 kg. Trotz des Alters- und Gewichtsklassenwechsels hat er sich hier sehr souverän geschlagen", lobt Guedes.
Ebenfalls zufrieden ist er mit der Trainer-Athleten-Kommunikation. "Es wurde viel umgesetzt, was vorher im Training oder am Mattenrand besprochen wurde." Ein Manko sieht er noch immer im Übergang Stand-Boden und in der Technikvariabilität.
In der Gewichtsklasse bis 66 kg konnte der Potsdamer Benneth Pröhl den Titel gegen Benjamin Mollier gewinnen. Kilian Ochs zeigte bis 73 kg dass mit ihm definitiv zu rechnen ist. Im Finale schlug er Alexander Neihs aus Hennef. In der Gewichtsklasse bis 81 kg konnte Altmeister Daniel Stamm aus Wiesbaden seinen Titel nicht verteidigen, er verlor das Finale gegen Tom Blechschmidt aus Stotternheim. In der Gewichtsklasse bis 90 kg ging ein weiterer Titel nach Potsdam. Tim Schmidt behauptete sich im Finale gegen den Godesberger Falk Petersilka.

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) beglückwünscht die Kämpferinnen und Kämpfer zu den erreichten Ergebnissen.

-52 kg

1. Seija Ballhaus (T.-H. Eilbeck)

2. Annika Würfel (VfK „Bau“ Rostock 94, MV)

3. Lena Sophie Grulich (UJKC Potsdam, BB)

3. Verena Buchloh (FC Schweitenkirchen – Judo, BY)

5. Frederike Fiedel (JTF Erfurt „Die Mattenteufel“, TH)

5. Anneliese Trappe (TSV Teisendorf, BY)

7. Pia Ziehe (Judo Crocodiles Osnabrück, NS)

7. Lisabeth Emilius (Turnverein 1848 Erlangen, BY)

-57 kg

1. Nora Bannenberg (Judo-Club 71 Düsseldorf, NW)

2. Caroline Fritze (Judo-Club 03 Berlin, BE)

3. Jana Ziegler (TSV München-Grosshadern, BY)

3. Michelle Hoffmann (Judoclub Leipzig, SN)

5. Clara Abel (BUDOKAN Lübeck, SH)

5. Juliane Kreuter (SG Einheit Pankow, BE)

7. Jördis Schreiber (1. Schweriner Judoclub, SH)

7. Sophie von Zelewski ( KSC Straußberg, BB)

-63 kg

1. Dena Pohl (UJKC Potsdam, BB)

2. Mina Ricken (TSV München Grosshadern, BY)

3. Frederike Stolze (SV Halle, ST)

3. Annabelle Winzig (Homburger Turngemeinde 1846, HE)

5. Antonia Freytag (TSV München Grosshadern, BY)

5. Kim Altkorn (TSV München Grosshadern, BY)

7. Marie König (Verlberter Judo-Club, NW)

7. Mariele Ludwig ( MTV 1862 Vorsfelde, NS)

-70 kg

1. Marlene Galandi (UJKC Potsdam, BB)

2. Yvonne Grünewald (TSV Altenfurt, BY)

3. Sophie Brendicke (Judo-Club Großbeeren, BB)

3. Lea-Sophie Bastian (Judo-Club 90 Frankfurt Oder, BBN)

5.Liane Heinz (TSV Leinfelden, WÜ)

5. Hannah Opitz (Judo Club Wiesbaden 1922, HE)

7. Kyra Krüger (TuS Hermannsburg, NS)

7. Jasmin Neuhold (UJCK Potsdam, BB)

-66 kg

1. Bennet Pröhl (UJKC Potsdam, BB)

2. Benjamin Mollier (Judoverein Berlin-Tegel, BE)

3. Fabio Fischer (Judo-Team Hannover, NS)

3. Tim Himmelspach (TSV Altenfurt, BY)

5. Michael Bantle (Judo-Sportverein Speyer, PF)

5. Janno Brodning (TSV München-Grosshadern, BY)

7. Lukas Rohman (Sport-Union Annen, NW)

7. Elischa Kraft (Kodokan Erfurt, TH)

-73 kg

1. Kilian Ochs (UJKC Potsdam, BB)

2. Alexander Neihs (Judo-Club Hennef, NW)

3. Daniel Sudermann (Judo Club Sinn, HE)

3. Max Henke (Judo-Club 90 Frankfurt Oder, BB)

5. Nick Angenstein (MTV 1862 Vorsfelde, NS)

5. Manuel Biedermann (Judo-Club 90 Frankfurt Oder, BB)

7. Marco Roth (Judo-Sportverein Speyer, PF)

7. Bilal Ozdoev (T.-H. Eilbeck, HH)

-81 kg

1. Tom Blechschmidt (JSC Stotternheim „Jigoro Kano“, TH)

2. Daniel Stamm (Judo Club Wiesbaden 1922, HE)

3. Emil-Johann Hennebach (Judoclub Leipzig, SN)

3. Johann Lenz  (TSV München Grosshadern, BY)

5. Emil Kosjanik (Judo-Team Hannover, NS)

5. Jakob Hartmann (TV Kaufbeuren 1858 Judo, BY)

7. Florian Schädlich (SV Halle, ST)

7. Paul Schade (MSV Duisburg 02 Judo)

-90 kg

1. Tim Schmid (UJKC Potsdam, BB)

2. Falk Petersilka (1. Godesberger Judo Club, NW)

3. Luka Enrik Fettköther (Judo in Holle, NS)

3. Marvin Belz (UJKC Potsdam, BB)

5. Matteo Habermann (BC Randori Berlin, BE)

5. Darius Röming (Judo-Club 90 Frankfurt Oder)

7. Paul Pink (Judoverein Grimma, SN)

7. Willi Myrov (Sportclub Berlin, BE)


Fotos: Falk Scherf