Die Bundestrainer kommen zu Wort

DJB/Marcel Haupt

Noch zwei Wochen bis zum Sport-Highlight des Jahres. In der Zeit bis zu den Olympischen Spielen in Tokio wird es weitere Beiträge über unsere Olympiamannschaft geben. Heute kommen die beiden Bundestrainer zu Wort.

09.07.2021 von [Birgit Arendt]

Die Olympiamannschaft wird durch die beiden Bundestrainer Richard Trautmann und Claudiu Pusa zu den Olympischen Spielen geführt.

Beide hatten in den letzten Jahren viel Kraft und Intensität in die Vorbereitung der Athleten auf die Olympischen Spiele gesteckt.

Dabei waren gerade die vergangenen 18 Monate von vielen Unabwägbarkeiten geprägt. Die Bedingungen fürs Training änderten sich pandemiebedingt ständig, auch die Anzahl der Wettkämpfe war deutlich reduziert.

Bundestrainer Richard Trautmann blickt optimistisch nach Tokio

„Die Mannschaft ist dennoch sehr gut vorbereitet. Wir fahren mit sieben Männern nach Tokio und ich bin stolz darauf, dass sich die Athleten in allen sieben Gewichtsklassen qualifiziert haben“, sagt Männer-Bundestrainer Richard Trautmann wohlwissend, dass die Trauben sehr hoch hängen werden. Für ihn ist es schwer, eine Voraussage zu den erwartbaren Ergebnissen zu geben. „Das Potential für eine Medaille ist bei einigen da und wir werden das Beste draus machen“, nimmt er sich vor.

Alles ist sicher auch davon abhängig, wie die Athleten in der Lage sein werden, die Sondersituation Olympia zu ihrem Vorteil zu nutzen und über sich hinaus zu wachsen.

Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa hat sechs Eisen im Feuer. Besonders stolz ist er, dass sich sogar zwei seiner Ersatz-Athletinnen in den Top 8 der Olympia-Rangliste platziert haben. „Damit haben wir sechs von acht Athletinnen auf einem Setzplatz und ich habe großen Respekt vor den Ersatz-Frauen. Es hätte jeder verdient, um die Medaillen kämpfen zu dürfen.“ Er sieht gute Chancen, insbesondere in den vier Gewichtsklassen von -57 kg bis -78 kg um die Medaillen mitkämpfen zu können. „Wir haben gute Chancen in diesen Klassen, aber etwas Glück braucht man wie immer auch, dass die Athletinnen gerade an diesem Tag ihre Leistungen voll abrufen.“

Bundestrainer Claudiu Pusa ist stolz auf das ganze Team

Er setzt vor allem auf einen guten Zusammenhalt im Team. Die Frauen arbeiten sehr fleißig und motiviert, konsequent und professionell in Richtung ihrer Ziele und es macht ihn stolz, dass das Team daran so erstarkt ist. „Wir werden den Schwung von den Weltmeisterschaften positiv für Olympia nutzen und noch ein paar Zentimeter über uns hinauswachsen“, verspricht er Judo-Deutschland.

Ganz besonderen Wert legt er dann auch noch einmal auf die Wettkämpfe des Mixed-Teams. „Die Mannschaft ist in der Lage, ein richtig gutes Team zu werden und wir werden dort unser Bestes geben. Ich glaube, wir können als Mannschaft um die Medaillen kämpfen“, blickt er optimistisch auf die Kämpfe in Nippon.