DJB-Juniorteam-Treffen in Karlsruhe

Zum zweiten Mal in diesem Jahr fanden die jungen Engagierten des DJB zum Juniorteam-Treffen zusammen. Neben den allgemeinen Projekten des Teams stand vor allem „Judo für ALLE“ am vergangenen Wochenende in Karlsruhe im Fokus. 

04.09.2019 von [Paola Onofaro]

Was ist eigentlich ID-Judo? Wie gestaltet man ein Training mit blinden Judoka? Was bedeutet Inklusion? Diese und weitere Fragen wurden beim Juniorteam-Treffen beantwortet. Nach der Begrüßung durch den Bundesjugendsprecher Peter Wiese und einer entspannten Kennenlern-Runde, startete das Treffen mit einer kleinen Ralley durch die Jugendherberge unter der Leitfrage: Wie barrierefrei ist das Gebäude? Anschließend wurde darüber diskutiert und gemeinsam ausgearbeitet, wie man dieses Gebäude denn barrierefrei gestalten könnte. Was ist eigentlich Inklusion im Alltag und inwiefern ist diese schon erreicht? Nach einer interessanten Runde rund ums Thema, endete der erste Tag für die Teilnehmer mit einem gemeinsamen Spieleabend.

„Judo für ALLE“ ist ein neues Projekt des DJB in Kooperation mit Aktion Mensch. Ziel des Ganzen? Genau das, was es aussagt! Judo für Alle, Inklusion im Judosport fördern und für jeden dieselben Bedingungen schaffen. So werden in naher Zukunft viele themenspezifischen Maßnahmen stattfinden. Auch die Juniorteamer des DJB möchten sich weiterbilden und dieses Projekt mit viel Engagement mitgestalten.

Judo mit verbundenen Augen...gar nicht mal so leicht!

Samstagmorgen erhielt das Team Besuch von Manfred Schramm und Jochen Ritzmann von den Durlacher Mattenfegern. Die beiden engagieren sich schon seit vielen Jahren in ihrem inklusiven Verein und schaffen dort genau das, was wir im Laufe der nächsten Zeit erreichen möchten. Judo für Alle. Wie genau das funktioniert, wie so eine Trainingseinheit aufgebaut ist und wie viele Trainer man benötigt, erzählten Jochen und Manfred uns in Kombination mit äußerst interessanten und schönen Erfahrungsgeschichten. Anschließend ging es für die Teilnehmenden auf die Judomatte. Judo ohne etwas zu sehen? Für manche unvorstellbar, für andere Alltag. So probierte sich das Team in verschiedenen Spielen und Übungen. Was fielen auffiel war, dass die Bewegungsabläufe bei vielen Würfen verinnerlicht waren und nicht unbedingt die Sicht erforderten. Dennoch war für alle klar: Es ist etwas anderes.

Gestärkt durch das Mittagessen startete die erste Projektphase, bei der neben den neuen „Judo für ALLE“-Projekten, die Juniorteam-eigenen Projekte, Medienarbeit oder auch die Arbeitsgruppe zu Prävention sexualisierter Gewalt (PsG) nicht zu kurz kommen sollten. Ideen sammeln, Gruppen bilden, ausarbeiten und präsentieren. In den verschiedensten Gruppen kamen viele schöne Ideen zusammen. Neben einem geplanten Comic mit unserem Lieblings-Juniorteamer Yoko, welcher u.a. das „Judo für ALLE“-Konzept kindgerecht erklärt, dürft ihr auf viele weitere Projekte gespannt sein. 

Was steckt hinter der Kulisse von Turnieren? Software? Hardware? Welches Listenprogramm benutzt eigentlich die IJF? Antworten gab Juniorteamer Marcel Sutter, welcher eine Einheit zum Thema Wettkampf-IT referierte. Zum gemeinsamen Ausklang des Tages ging es in einer spannenden Stadtführung zu den schönsten Ecken Karlsruhes sowie anschließend zu den grandiosen, dort stattfindenden, Schlosslichtspielen.

Der Sonntagmorgen startete mit einer letzten Projektphase bei der anschließend die finalen Ergebnisse der gesamten Gruppe vorgestellt wurden. Nun geht es in naher Zukunft an die Umsetzung. In einer entspannten Feedback-Runde konnten die Teilnehmer das erfolgreiche Wochenende Revue passieren lassen. Erfreulich war, neben den altbekannten Teamern auch noch das ein oder andere neue Gesicht im Team begrüßen zu dürfen. Nach letzten positiven Worten von Seiten der Jugendsprecher, hieß es gegen Mittag dann „Goodbye Karlsruhe“.

Gefördert von:

 

Hier einige Impressionen von Leon Petzoldt, Marcel Sutter und Ellen Schick: