DJB Kata-Lehrserie in Erlangen

Mit zwei Lehrgängen an einem Wochenende unter der Leitung der DJB-Kata-Kommission machte die DJB Kata-Lehrserie in Bayern Station.

03.05.2017 von [Magnus Jezussek]

Am Samstag begann das trainingsreiche Wochenende mit den offenen Lehrgängen zur Nage no kata und Katame no kata, die mit über 40 Teilnehmern gut besucht waren. Das Augenmerk der Lehrgänge ruhte hierbei nicht auf das Vor- und Nachmachen formeller Richtlinien oder Bewegungsabläufe, sondern auf das Vermitteln und Erlernen der Grundideen der technischen Prinzipien der zu demonstrierenden Nage und Katame waza.

Dr. Stefan Bernreuther, DJB-Kata-Referent, leitete hierzu eine sechsstündige Einheit zur Nage no kata. Unterstützt wurde er dabei von Magnus Jezussek, der für die Lehrgänge das Dojo und die Räume des TV 1848 Erlangen zur Verfügung stellen konnte. Mit den von ihnen präsentierten, unterschiedlichsten methodischen Ansätzen in der Vermittlung und beim Erlernen einzelner technischer Knackpunkte der Würfe konnten die Teilnehmer die 15 Wurfprinzipien intensiv vorbereiten, üben und umsetzen.

Sebastian Frey erarbeitete parallel mit den interessierten Teilnehmern der Katame no kata zunächst einzelne Bewegungsfertigkeiten der Bodenarbeit und Technikelemente, um sie im weiteren Training situativ in die einzelnen Haltgriffe und deren Befreiungen sowie den Würge- und Hebeltechniken einzubinden und anzuwenden.

Am Sonntag stand dann der DJB-Lehrgang zur „Aus- und Fortbildung von Kata-Wertungsrichtern und Kata-Multiplikatoren der Landesverbände“ an. Schwerpunkte waren dieses Jahr die Bewertungskriterien für die Kime no kata und die Ju no kata. Als Einstieg demonstrierten Sebastian Frey und Magnus Jezussek in einer dreistündigen Praxiseinheit die Schlüsselstellen in der Bewertung dieser beiden Kata. Dabei wurde insbesondere Wert auf das Erkennen der verschiedenen Fehler und deren Bewertung gelegt, bevor es am Nachmittag in der Theorie zunächst um allgemeine Regelkunde, später dann um die konkrete Bewertung von Videobeispielen ging.