DJB-Medientreff: Social Media und Fotografie im Mittelpunkt

(c) Boris Teofanovic

Am vergangenen Wochenende fand der DJB-Medientreff 2015 statt. Rund 30 Medieninteressierte aus Landesverbänden und Vereinen trafen sich vom 18.-20. September in Rotenburg an der Fulda.

21.09.2015 von [Lino Hermanns]

Den ersten Abend nutzen die Medieninteressierten, um sich kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Die „Bauernstube“ in der BKK Akademie eignete sich hierfür hervorragend. In gemütlicher Atmosphäre konnten Erfahrungen im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Verband oder Verein ausgetauscht werden.

Am Samstagmorgen startete dann das eigentliche Programm. Zunächst gaben DJB-Präsident Peter Frese und Geschäftsführer Reinhard Nimz einen kurzen Einblick in die Arbeitsbereiche des Deutschen Judo-Bundes e.V. (DJB). Dabei wurde die Wichtigkeit der Medienarbeit herausgestellt und ein Ausblick auf Olympia 2016 gegeben.

Oliver Kauer-Berk, Chefredakteur des Judo Magazins, erläuterte in seinem Workshop die Wichtigkeit des Verbandsorgans und wie man sich in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft auch als Printmedium durchsetzen kann. Exklusivität und gut geschriebene Artikel stellen dabei zwei wichtige Aspekte dar. Auf den Aspekt "Redaktionelle Qualität" wurde am Ende der Präsentation noch einmal gesondert eingegangen. Moritz Belmann, stellvertretender Bundesjugendleiter des DJB, gab anschließend eine Einführung in das Web 2.0. Darunter versteht man die neue interaktive Nutzung des Internets. Es wird nicht nur noch konsumiert, sondern interagiert. Im Social Web gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram. Moritz gab hier einen Überblick und erklärte anhand von Beispielen, wann und wie man die User als Verband oder Verein am besten erreicht. Diese sogenannten „Seeding-Strategien“ sind von enormer Bedeutung, ebenso wie ein einheitliches Auftreten auf den verschiedenen Plattformen (Corporate Identity).

Nach der Mittagspause hatte Bernd Fiedler, Bundesvorstand des Vereins Deutsche Jugendpresse und Medienexperte die undankbare Aufgabe zu erläutern, was im Internet, speziell im Social Web, erlaubt ist und was nicht. Im Mittelpunkt standen Bildrechte, Musikrechte und das Veröffentlichen von Gewinnspielen in sozialen Netzwerken. Er gestaltete seinen Workshop zum Thema „Social Media: Recht und Praxis für Verbände und Vereine“ interaktiv und ging auf die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein. Dadurch entstand eine lebhafte Diskussion und alle Beteiligten wurden für dieses wichtige Thema sensibilisiert. Abgerundet wurde dieser lange Seminartag von Sportfotograf Boris Teofanovic. Auf was kommt es bei einem guten Judo-Foto an und wie gelingt dies? Boris ging in seinem Vortrag auf Grundlagen der Fotografie, wie beispielsweise den „Goldenen Schnitt“ oder die richtige Fokussierung ein. Aber auch mit seinem Expertenwissen hielt er sich nicht zurück. Da viele Hobby-Fotografen im Raum saßen, wurde dieser Vortrag mit großem Interesse verfolgt.

Nach einem langen Seminartag trafen sich die Medienschaffenden nach dem Abendessen wieder in der „Bauernstube“. Das neue Wissen hatte sich mittlerweile ein wenig gesetzt, sodass man in großer Runde über diese und andere Themen diskutieren konnte.

Am Sonntagmorgen stand das Thema „DJB-Medienteam“ im Mittelpunkt. Das Ziel des DJB ist es, im nächsten Jahr ein junges Team an Medieninteressierten zu haben, um bei möglichst vielen Turnieren und DJB-Maßnahmen vor Ort zu sein und berichten zu können. In einer angeregten Diskussion wurde darüber gesprochen, wie man interessierte junge Menschen erreicht, welche Plattform man dafür nutzt und in welchem Umfang dieses Engagement zu sehen ist.

Zum Abschluss des DJB-Medientreffs 2015 bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, Kritik, Anregungen, aber auch Lob auszusprechen. Das Feedback war sehr gut und für das nächste Jahr wurden schon wieder viele neue und interessante Themen gesammelt.

Nachdem die Teilnehmerzertifikate verteilt waren, machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Heimweg. Rotenburg an der Fulda ist schließlich nicht der Nabel der Welt.