DJB-Sportdirektor Goebel beginnt seine Tätigkeit

Seit Anfang August bekleidet der 41-jährige Sportwissenschaftler Dr. Ruben Goebel die Position des Sportdirektors des Deutschen Judo-Bundes (DJB) in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt. 

07.08.2018 von [Lino Hermanns]

Zunächst geht es darum die Strukturen im DJB kennenzulernen, um sich ein Bild über den Leistungssport des Verbandes zu verschaffen - dies wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei wird er anfangs maßgeblich vom Geschäftsführer Reinhard Nimz unterstützt, der die anfallenden Aufgaben aus diesem Bereich in Abwesenheit eines Sportdirektors in den letzten vier Monaten kommissarisch übernommen hatte. Auch der im April ausgeschiedene ehemalige Sportdirektor des DJB, Mark Borchert, steht Ruben Goebel für eine optimale Übergabe helfend zur Seite. Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich eines Sportdirektors auch im Rahmen der Leistungssportreform im deutschen Spitzensport nimmt zu, so auch der beim DJB. Seine Schwerpunkte werden sich auf die Strukturierung und Konzeptionalisierung des Spitzensports konzentrieren, die in Zusammenarbeit mit den weiteren Experten des Verbandes, wie der Bundestrainer und des Präsidiums, vorangetrieben werden, um eine erfolgreiche Zukunft im Leistungssport zu sichern. „Ich wünsche mir eine vertrauensvolle, ehrliche und intensive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – insbesondere mit allen Bundestrainern und den Kaderathleten“ so Ruben Goebel kurz nach seinem Antritt beim DJB. 

Neuer Job, neuer Verband, neue Strukturen. Jedoch kann der gebürtige Großkrotzenburger durch seine Tätigkeit beim Deutschen Schwimm-Verband in gleicher Position auf einen wertvollen Erfahrungsschatz im Umgang mit den Strukturen, Abläufen und angegliederten Institutionen eines olympischen Spitzensportverbandes zurückgreifen. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) oder den zuständigen Ministerien zur Sportförderung sind ihm vertraut.

Studiert hat Dr. Ruben Goebel hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Im Rahmen seiner Ausbildungsschwerpunkte Training und Leistung hat er 2006 seine Doktorarbeit im Bereich Kraft- und Beweglichkeitstraining abgeschlossen. Seinen Berufseinstieg realisierte der leidenschaftliche Handballer 2006 als Leistungsdiagnostiker bei medicos.AufSchalke. Danach arbeitete er als Dozent an der Deutschen Sporthochschule und als Leistungssportkoordinator an einem Sportinternat. 2010 zog es ihn nach Katar, wo er das Institut für Sportwissenschaften an der staatlichen Universität leitete, ehe sich beim Deutschen Schwimm-Verband eine neue berufliche Chance als Sportdirektor auftat. Nun wird er sein breites Netzwerk und seinen akademischen Hintergrund dazu nutzen, die vielen sportlichen und administrativen Aufgaben des DJB-Sportdirektors im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo und darüber hinaus zu bewältigen. 

Dr. Ruben Goebel ist verheiratet und Inhaber der Trainer-A-Lizenz im Handball und der B-Lizenz im Tennis. Seiner neuen Arbeit beim Deutschen Judo-Bund (DJB) sieht er positiv und mit viel Elan entgegen: „Ich freue mich sehr auf den DJB. Die Gespräche, die ich im Vorfeld meiner Einstellung mit dem Verband selbst, aber auch im Umfeld des Verbandes hatte, stimmen mich äußerst positiv. Die übergeordneten Ziele sind definiert, und jetzt werden wir gemeinsam diese mit Stetigkeit und Akribie geduldig verfolgen.“

Die gesamte Führung des DJB und die Geschäftsstelle freuen sich auf die Zusammenarbeit und wollen gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor und den Bundestrainern und Athleten eine erfolgreiche Zukunft im Leistungssport ermöglichen. In Japan, dem Heimatland des Judo, soll nach der Leistungssportreform des DOSB bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo eine ambitionierte und konkurrenzfähige Mannschaft auf der Matte stehen. Dr. Ruben Goebel wird sich dieser Aufgabe in den nächsten Wochen und Monaten mit viel Enthusiasmus widmen. Sein neutraler Blick auf die Leistungssportstrukturen des DJB wird ihm sicherlich dabei helfen, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.