Drei Medaillen in Zagreb

Zum Abschluss des Grand Prix in Zagreb gewannen Dario Kurbjeweit Garcia Silber sowie Teresa Zenker und Renee Lucht Bronze. Falk Petersilka und Daniel Zorn wurden Fünfte.

26.09.2021 von [Birgit Arendt]

Dario Kurbjeweit Garcia kämpfte sich mit drei Siegen ins Finale. Gegen Bojan Dosen aus Serbien gewann er durch drei Bestrafungen des Serben mit Ippon, im Poolfinale erhielt der Schweizer Daniel Eich nach reichlich drei Minuten Hansoku Make und im Halbfinale gewann er gegen den Niederländer Simeon Catharina nach zwei Minuten mit Ippon. „Ich habe die Motivation von Tokio als Trainingspartner der Männer mitgenommen und habe auch sehr gut trainiert“, sagt er zu seinem Wettkampf in Zagreb.
Im Finale gegen Arman Adanian aus Russland gab es dann jedoch bereits nach 15 Sekunden einen Waza-ari für den Russen. Dario versuchte es immer wieder, den Waza-ari zu egalisieren. „Ich habe frei gekämpft, aber in so einem Grand Prix-Finale kämpft man ja auch nicht gegen irgendjemanden. Der Russe ist ein Top-Mann“, sagt er. In der letzten Kampfminute kommt der Russe noch einmal zum Zug und wirft einen zweiten Waza-ari. Damit gewinnt Dario Kurbjeweit Garcia Silber. „Es hat noch nicht gereicht, aber der Wettkampf hat Spaß gemacht. Es ist meine erste IJF-Medaille und ich bin sehr glücklich“, sagt er nach dem Wettkampf.

Teresa Zenker begann in der 78-Kilo-Klasse mit einem Freilos und der Waza-ari-Sieg gegen die Niederländerin Renee van Harselaar nach wenigen Sekunden im Golden Score bedeutete, dass sie bereits im Halbfinale stand. Der Slowenin Patricija Brolih musste sie sich bereits nach reichlich einer Minute mit Ippon geschlagen geben und kämpfte damit um Bronze gegen die Belgierin Sophie Berger. Nach reichlich drei Minuten Kampfzeit bezwang Theresa Zenker die Belgierin und gewann damit Bronze. „Ich bin super erleichtert, dass es endlich eine Medaille geworden ist. Die Motivation für die Zukunft ist damit richtig gut“, sagt sie über ihre erste Medaille auf der IJF-Tour.

Die dritte Medaille am Abschlusstag steuert Renee Lucht im Schwergewicht bei. Sie stand gegen die Französin Laura Fuseau bereits im Poolfinale. Bereits nach weniger als einer halben Minute erkämpfte sie einen Waza-ari und legte nach über drei Minuten noch einen Ippon nach und stand im Halbfinale. Dort musste sie sich der Ungarin Mercedesz Szigetvari mit zwei Waza-ari beugen. Im Kampf um Bronze gegen die Kroatin Tina Radic machte sie keinen Hehl aus ihrer Ambition, eine Medaille mit nach Hause nehmen zu wollen. Nach fast drei Minuten nutzte sie die Chance auf eine Haltetechnik und gewann damit Bronze.

Auch Schwergewichtler Falk Petersilka und Daniel Zorn standen im Kampf um Bronze. Bei beiden hat es jedoch nicht zu einem Sieg gereicht und sie wurden jeweils Fünfte. Lea Schmid kam nach einem Sieg und der Niederlage im Poolfinale in die Trostrunde. Sie verlor jedoch auch hier den Kampf und wurde Siebte. Auch Martin Matijass gewann den ersten Kampf und verlor dann den nächsten Kampf. Er schied damit jedoch aus. Auch Tim Schmidt schied aus, nachdem er seinen Auftaktkampf verloren hatte.

Der Bundestrainer der Frauen, Claudiu Pusa, ist mit dem Gesamtergebnis grundsätzlich zufrieden. „Für die junge Generation ist es gut, hier Selbstbewusstsein zu tanken. Allerdings war am zweiten Tag mehr drin als die siebten Plätze. Da haben sich die Sportlerinnen etwas unter Wert verkauft“, zieht er ein kleines Resümee nach dem Grand Prix.