EM 2021 – Abschluss ohne Platzierung

EJU

Auch am dritten Wettkampftag schieden alle DJB-Athleten wieder vorzeitig aus und beenden die EM erstmals ohne Platzierung.

18.04.2021 von [Birgit Arendt]

Eine Europameisterschaft ohne Platzierung, das ist für die deutschen Athleten wohl Premiere. Noch nie kam der DJB von kontinentalen Meisterschaften ohne eine einzige Platzierung seiner Athleten nach Hause. Auch am dritten Tag  überzeugten die Sportler in den oberen Gewichtsklassen nicht. Sieben Sportler kämpften lediglich neun Mal.

Von den 18 Athleten und Athletinnen kamen gerade sechs Sportler zwei Mal auf die Matte, alle anderen kamen nicht über einen Auftaktkampf hinaus.

„Wir wussten, dass wir gerade im weiblichen Bereich mit einer kompletten Nachwuchsmannschaft hier am Start sind. Dennoch hatten wir gehofft, den einen oder anderen entscheidenden Kampf zu gewinnen“, sagt Sportdirektor Hartmut Paulat sichtlich enttäuscht von den Ergebnissen der EM.

„Im männlichen Bereich war es wichtig, dass vor allem Anthony Zingg und Alexander Wieczerzak hier noch einmal notwendige Punkte in Richtung Olympia einfahren, aber auch das hat nicht geklappt“, sagt er weiter.

Hier die Ergebnisse der deutschen Athleten am letzten Wettkampftag:

-90 kg:

Martin Matijass erhielt in seinem Kampf gegen Nemanja Majdov aus Serbien zwei Strafen, bevor er letztlich eine halbe Minute vor Kampfende mit Ippon verlor.

Falk Petersilka konnte zwar einen kleinen Vorteil gegen Krisztian Toth aus Ungarn durch eine Strafe erzielen, verlor aber den Kampf mit Waza-ari.

-100 kg:

Dario Kurbjeweit Garcia kämpfte gegen Zsombor Veg aus Ungarn und erhielt zwei Strafen. Am Ende verlor auch er mit Waza-ari.

+100 kg:

Jonas Schreiber gewann seinen ersten Kampf gegen den Lokalmatadoren Vasco Rompao, da dieser drei Strafen erhielt und damit Joas nach reichlich zwei Minuten mit Ippon siegte. Gegen Henk Grol aus den Niederlanden erhielt er jedoch zwei Strafen und nach reichlich eineinhalb Minuten verlor er mit Ippon.

-78 kg:

Teresa Zenker führte gegen Giorgia Stangherlin aus Italien zwar mit Waza-ari, schaffte es jedoch nicht, diesen bis zum Ende zu verteidigen. Nur zwei Sekunden vor Kampfende verlor sie mit Ippon.

+78 kg:

Renee Lucht war heute die zweite Judoka, die zwei Mal auf die Matte kam. Im ersten Kampf gegen Ruslana Bulavoina aus der Ukraine gewann sie nach reichlich zwei Minuten mit Ippon. Im zweiten Kampf gegen die Portugiesin Rochele Nunes erhielt sie drei Strafen, sodass nach fast drei Minuten ihr EM-Auftritt zu Ende war.

Samira Bouizgarne scheiterte ebenfalls durch drei Strafen und damit Ippon an der Ukrainerin Yelizaveta Kalanina und beendete ihren EM-Auftritt nach reichlich zwei Minuten.