Europameisterin Katrin Simper (geb. Beinroth) verstorben

Im Alter von nur 38 Jahren verstarb am vergangenen Dienstag die frühere Topathletin Katrin Simper (geb. Beinroth). Ihr unerwarteter Tod lässt Familie, Freunde und Weggefährten in tiefer Trauer zurück. 

27.06.2020

Mit drei Medaillen bei den europäischen Titelkämpfen war sie viele Jahre das Aushängeschild des Judosports in Niedersachsen und ein wichtiger Bestandteil der Deutschen Judo-Nationalmannschaft. 

Ihren größten Erfolg feierte die in Celle geborene Athletin mit dem Europameistertitel 2003 in Düsseldorf. Katrin Simper war als Ersatz für die verletzte Titelverteidigerin Katja Gerber aus Leipzig nachgerückt. Bei ihrer ersten EM-Teilnahme holte sie anschließend auf Anhieb den Titel. Im Finale besiegte sie die Russin Irina Rodina.  

2004 und 2005 gewann sie in der Klasse über 78 kg jeweils EM-Bronze in Bukarest und Rotterdam. Katrin Simper nahm in ihrer Karriere an drei Weltmeisterschaften teil und konnte national vier Deutsche Meistertitel feiern. 

Neben ihren sportlichen Erfolgen engagierte sie sich auf und neben der Tatami im Jugendbereich. Die Trägerin des 4. Dan unterstütze den Nachwuchssport Judo-Deutschland und zeigte den begeisterten jungen Judoka bei der ein oder anderen Trainingseinheit ihre Spezialtechniken. Wissen vermitteln lag der Europameisterin von 2003 am Herzen. 

Neben dem Sport war sie mit Herzblut Lehrerin und engagierte sich zudem vielen Jahre in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit. 2013 heiratete sie in der Fränkischen Schweiz ihren Lebensgefährten Manuel Simper. Gemeinsam haben sie eine Tochter. 

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) trauert um eine erfolgreiche Athletin und einen besonderen Menschen.