EYOF-Bronze für Nele Noack

EJU/Carlos Ferreira
Nele Noack im Kampf um Bronze gegen Naomi Cabaret aus Frankreich

Nele Noack erkämpft die zweite Bronzemedaille für das deutsche Team. Ronja Buddenkotte wird Siebte.

28.07.2022 von [Birgit Arendt]

Die Europameisterin der Kadetten aus dem vergangenen Jahr, Nele Noack vom UJKC Potsdam (BB) ging mit hohen Erwartungen in den Wettkampf. Die erste Gegnerin kannte sie bereits vom EM-Finale. „Daher wusste ich, dass es geht, sie zu besiegen“, sagt sie nach ihrem Wettkampf. Sie hatte einen guten Einstieg ins Turnier und besiegte Kenza Cossu aus Luxemburg nach reichlich zwei Minuten mit Ippon.

„Auch die beiden nächsten Kämpfe liefen nach Plan.“ Mika Leyser aus den Niederlanden besiegte sie nach reichlich drei Minuten mit Ippon und Anna Skalka aus Tschechien mit Waza-ari.

Die Israelin Kerem Primo war jedoch im Halbfinale ein Stolperstein. „Das Halbfinale lief nicht so optimal und ich habe im Golden Score mit Waza-ari verloren“, sieht sie ihren Kampf selbstkritisch. Kerem Primo, die zweifache Europameisterin im Jahr 2021 in der U18 und U21 und dazu noch Vizeweltmeisterin der Junioren war an diesem Tag nicht zu stoppen und gewann am Ende Gold.

„Nach diesem Kampf war ich voll motiviert für den Kampf um Platz 3 und habe nochmal alles gegeben“, kommentiert sie ihren letzten Mattenauftritt beim EYOF. Sie gewann nach reichlich zwei Minuten gegen die Französin Naomi Cabaret mit Ippon und gewann damit Bronze.

„Insgesamt bin ich mit der Medaille zufrieden, aber auch wie ich gekämpft habe. Ich habe gezeigt, was ich kann und habe meine Techniken eingesetzt“, ist ihr Fazit an diesem Tag. Auch Bundestrainerin Sandra Klinger ist zufrieden mit ihrem Schützling. „Sie hat inhaltlich einen guten Wettkampf gemacht und sehr gutes Judo gezeigt. An den kleinen Defiziten im Halbfinale gegen Primo müssen wir noch arbeiten.“

Die zweite Starterin an diesem Tag, Ronja Buddenkotte (JC 66 Bottrop/NW), reiste als aktuelle Vize-Europameisterin nach Banská Bystrica. Sie startete nach einem Freilos gut in den Wettkampf der Klasse bis 70 kg und besiegte Adelina Togutschii aus Moldawien nach zwei Minuten mit Ippon. Im Poolfinale scheiterte sie jedoch an der Slowenin Nika Koren nach insgesamt weit über sehcs Minuten Kampfzeit mit Waza-ari und wurde damit in die Trostrunde geschickt. Dort besiegte sie Alisa Videneieva aus der Ukraine ebenfalls im Golden Score mit Ippon, verlor jedoch den nächsten Kampf gegen die Rumänin Hanna Balogh nach fast fünf Minuten Kampfzeit mit Waza-ari. Damit beendete sie das Turnier mit dem siebten Platz. „Ronja fehlt noch etwas Wettkampfpraxis und damit Durchsetzungsvermögen im Wettkampf. Insofern bin ich nicht ganz zufrieden mit ihr, aber sie selbst sicher auch nicht. Aber sie hat im letzten Jahr mit dem Vize-EM-Titel bereits bewiesen, was sie kann und mit mehr Wettkampfpraxis wird die sich wieder entwickeln“, sagt Bundestrainerin Sandra Klinger.

In der Klasse bis 81 kg war Lukas Ohneiser (TSV München Großhadern/BY) am Start. Seinen ersten Kampf gegen den Griechen Panagiotis Kyvelidis gewann er mit Waza-ari, verlor dann jedoch gegen den Franzosen Thomas Puchly. Da er ins Halbfinale kam, kämpfte Lukas Ohneiser in der Trostrunde weiter. Aber da war bereits im ersten Kampf gegen Karl-Johannes Pilt aus Estland Schluss.

Paul Szymainski (UJKC Potsdam/BB) gewann seinen Auftaktkampf in der 90-Kilo-Klasse gegen Alfred Velut aus Schweden kurz vor Schluss mit Ippon. Gegen den Ungarn Peter Kenderesi war dann jedoch im Golden Score Endstation und er schied aus.

Zeitplan der EYOF:

Freitag, 29.07.2022

  • Gewichtsklassen -100 kg, +100 kg // -78 kg, +78 kg
  • 11:00 Uhr Beginn der Vorrunde
  • 16:00 Uhr Final Block

Samstag, 30.07.2022

  • Mixed Team
  • 10:00 Uhr Beginn der Vorrunde
  • 16:00 Uhr Final Block

Weitere Informationen zum EYOF: