Internationale Deutsche Meisterschaften ID Judo (G-Judo)

Foto: Michael Pape

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin (gilt nicht nur für Fußballfans)

05.05.2018 von [Günter Geist]

Mit einer tollen Halle, phantastischen Rahmenbedingungen und gutem Wetter begrüßte der TSV Spandau die 130 Judosportler mit einer geistigen Behinderung. In der Wettkampfklasse I (39 Teilnehmer) und II (65 Teilnehmer) ging es um die Qualifikation für die Europameisterschaften in London, die im August ausgetragen werden. Gleichzeitig fand noch der Spandau-Cup für Judokas der Wettkampfklasse III statt.

Neben den Teilnehmern aus elf Bundesländern fanden auch Judokas aus Großbritannien und Holland den Weg nach Berlin. Einmal mehr zeigte es sich, dass in den benachbarten Ländern sehr gute Arbeit im Behindertensport geleistet wird, denn jeder ausländische Sportler fand sich unter den Medaillenträgern wieder, allerdings waren es nicht immer die goldenen.

Vor der Siegerehrung beeindruckte eine Gruppe aus Sportakrobatik und Tanz im Alter von sechs bis 25 Jahren mit spektakulären Figuren und Sprüngen alle Anwesenden. Nach dem Abendessen kam die Disco, bei der die behinderten Sportler wie immer mit Begeisterung „abrockten“.

Sven Neuber und seinem Team gilt der Dank für eine hoch professionelle Organisation. Wie wichtig ID (Intellectual disabled) oder G-Judo im Ausland genommen wird, sah man auch daran, dass Richard Snik, Kampfrichter aus Holland, angereist war, um das deutsche Team zu verstärken und Erfahrung zu sammeln.