Judo for Ukraine

Foto: Bundestützpunkttrainer Kansetsu Eguchi, Zurich-Mitarbeiterin Tu Linh Lam, Miriam Butkereit, Sarah Mäklburg, Alina Böhm Betreuer von Himmel & Ääd

Am vergangenen Freitag (10.6.2022) besuchte eine Kindergruppe aus der Ukraine das internationale Trainingscamp der deutschen Judo-Nationalmannschaft.

17.06.2022

Auf Einladung des Bundesstützpunktleiters Andreas Reeh hatten die begeisterten Kinder und Jugendlichen die Chance, Weltmeisterin Anna-Maria Wagner und Co live beim Training zu erleben. Nach wenigen Minuten kamen die sieben Jungen und ein Mädchen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Neben den DJB-Judoka sahen sie auch die Olympiasiegerin Distria Krasniqi aus dem Kosovo und weitere TOP-Judoka aus Aserbaidschan, Großbritannien und Griechenland in voller Aktion beim Training. Mit strahlenden Augen und vielen ausgesprochenen WOWs fragten sie auf ukrainisch keineswegs zögerlich „Wann dürfen wir mitmachen?“.

Nachdem das Trainingscamp erfolgreich in die Mittagspause ging, erfolgte zunächst eine Übergabe eines Spendenschecks der Zurich Kinder- und Jugendstiftung durch die „helfenden Hände“ der Zurich Gruppe Deutschland an das Kinder- und Jugendzentrum himmel&ääd

himmel&ääd schenkt bedürftigen Kindern ein zweites Zuhause mit warmen Mahlzeiten, Nachmittagsbetreuung und Freizeitaktivitäten. Begleitet wurde die ganze Aktion durch geballte Judo-Prominenz. Ein einmaliger Tag für die jungen Judoka aus der Ukraine. 

In Aktion...

Keine zwei Sekunden später fand man die Kinder an den Sportwänden bzw. Geräten des Dojos. Der Bundestützpunktleiter Andreas Reeh und Bundesstützpunkttrainer Kansetsu Eguchi hatten sie dann nach ersten Einweisungen unten an der Matte wieder fest im Griff und zum traditionellen Angrüßen im Judo angereiht. Nach üblichen Turn-, Balance- und wichtigen grundlegenden Fallübungen hatten die Kinder zunächst etwas Respekt vor dem O-goshi. Nach einer kleinen Demonstration durch Meister Eguchi (als Tori) an Dan-Trägerin Tu Linh Lam (als Uke) trauten sich die Kinder sofort. 

Das Schnuppertraining wurde wie üblich mit der traditionellen Abgrüßung beendet, aber die Begeisterung der Kinder – insbesonderes eines Jungen mit Vorkenntnissen – ließ einfach nicht mehr nach, so dass sie sich weiter auf der Tatami ausprobierten. Der mitgereiste Betreuer fragte direkt im Anschluss, ob nicht noch eine weitere Mitmach-Aktion angeboten werden könne. Er sei sich sehr sicher, dass dann alle Kinder ohne Zögern mitkommen würden.