Juniorteam-Spotlight: Der bronzene Durchstarter aus Leipzig

Klaus Mueller

Drei mal drei ergibt nicht nur neun, sondern höchstwahrscheinlich auch ein EM-Ticket, wenn die drei in Form von Europacupmedaillen auftritt. Getoppt wird die bronzene Quote mit einem goldenen Deutschen Meistertitel. Lennart Slamberger ist in diesem Jahr nicht zu stoppen.

24.04.2018 von [Karolin Huse]

Verein: Judoclub Leipzig
Landesverband: LV Sachsen
Gewichtsklasse: -60 kg
Jahrgang: 2001
Beruf: Schüler
Größter Erfolg: 3. Platz Europacup Teplice 2018

Schon vor den Deutschen Meisterschaften begann das Jahr für Lennart recht gut. Mit Bronze in Follonica (Italien) bestätigte er seine gute Form. Mit Bronze durfte der aufstrebende Kämpfer die Heimreise antreten. In Herne lieferte der 17-jährige einen souveränen Auftritt und holte sich mit dem Titel des Deutschen Meisters zugleich das nötige Quäntchen Selbstbewusstsein für die kommende Saison. In den Wochen nach dem Titelgewinn folgte eine bronzene Performance. Dritte Plätze in Bremen, Berlin und Teplice (Tschechische Republik) folgten. Damit hat der Schüler des Sportgymnasium Leipzigs die Richtlinien für eine Nominierung zu den Europameisterschaften mehr als erfüllt.

Den 16. Platz in der Weltrangliste (Stand: 16.04.18) nimmt Lennart im Moment ein. Mit den Punkten, die er am Wochenende in Teplice sammelte, wird er sich in die Top Ten befördern. Dieser Leistungssprung war im letzten Jahr noch nicht zu erwarten. Bei den Deutschen U18-Meisterschaften verletzte sich der Elftklässler an der Schulter und fiel monatelang aus. Erst im November war das Nachwuchstalent wieder fit für die Wettkampfmatte und feierte sogleich die erste bronzene Europacupmedaille im ungarischen Györ.

Als Erfolgsrezept gibt der Zweitligist den Bundesstützpunkt Leipzig an. Durch die Lehrertätigkeit seiner Eltern zog die Familie des Öfteren um. In vier Vereinen waren er und Zwillingsschwester Yara bereits angemeldet. Doch Leipzig überzeugte als Trainingsstützpunkt am meisten. Nicht nur die Trainingsbedingungen stimmen für den Deutschen Meister. „Es gibt keinen ständigen Trainerwechsel. Ich habe hier einen festen Trainer und eine gute Beziehung zu ihm. Das hilft mir auf der Matte am meisten“, analysiert der ehrgeizige Sachse. Später würde er gerne in die Fußstapfen seiner Eltern treten. Lennart liebäugelt ebenso mit dem Lehrerberuf, vorzugsweise als Förderschullehrer.

Der Spaß am Training stellt für Lennart die größte Motivation dar. Auf der Tatami fühlt er sich pudelwohl. Ganz unbeteiligt sind die vielen Erfolge dabei natürlich nicht. „Wenn der richtige Griff da ist, ist der Sieg meist nicht weit entfernt. Deswegen kämpfe ich auch lieber im Stand als am Boden“, verrät Lennart, dessen Vorbild der ukrainische Judostar Georgii Zantaraia ist. Ein gemeinsames Foto hat er bereits bei einem Bundesligakampf ergattert. Seit dem Aufstieg seiner Mannschaft kämpft Lennart nun selbst in der Bundesliga. Zwar erst in der zweiten, doch das liegt an seinem jungen Alter. Die nötigen Erfolge sind bereits da.

 

Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg den bestmöglichen Erfolg!

 

Das "Juniorteam-Spotlight" ist ein Format, das vom DJB Juniorteam ins Leben gerufen wurde. Junge, erfolgreiche Athleten sollen jeden Dienstag vorgestellt werden. Die jungen Engagierten arbeiten dazu mit der Bundesjugendleitung und den "Helden von Morgen" zusammen, um ihre Bekanntheit zu steigern. Vorschläge und Wünsche können auf der Facebookseite des DJB Juniorteams geäußert werden oder per direkt per Mail beim Jugendmedienteam des DJB unter jungemedien(at)judobund.de.