Kata: Silber und drei Finals beim Start der EJU-Tour

Fotos: EJU

Das deutsche Kata-Team startet mit Silber und drei weiteren Finalteilnahmen beim ersten Saisonhöhepunkt in Brüssel ins neue Wettkampfjahr.

01.03.2018 von [Sebastian Frey]

Dass Yusuf Arslan und Sergio Sessini (NW) die Nage no Kata perfekt beherrschen, streitet den Vize-Europameistern und mehrfachen Deutschen Meistern niemand ab. Dass die beiden Nage no-Routiners auch die Demonstration der Bodenarbeit verinnerlicht haben, zeigten beide in eindrucksvoller Manier. Energisch im Angriff, konzentriert in der Verteidigung und akzentuiert im Ausdruck überzeugten sie die Wertungsrichter mit ihrer dynamischen und präzisen Ausführung der Katame no Kata und setzten sich so an Platz eins ihres Pools, vor den WM- und EM-Finalisten Goosens/van Raak aus den Niederlanden. Im Finale der besten sechs Teams mussten sich die "Newcomer" in der Katame no Kata lediglich den amtierenden Europameistern aus Belgien Gilon/Gilon geschlagen geben. Mit dieser Leistung haben Yusuf und Sergio den perfekten Einstieg in ihre neue Wettkampf-Kata gefunden und schließen nahtlos an ihre Erfolge der Nage no Kata an.

Mit drei weiteren Finalteilnahmen in der Kodokan Goshin jutsu durch Astrid Machulik/Marcus Nienter (BE), in der Kime no Kata mit Sarina und Jochen Müller (HE) sowie in der Nage no Kata mit Andreas Ber und Johannes Eidinger (SH), die am Ende die Plätze fünf, fünf und sechs belegten, blieb ihnen zwar der erhoffte Podestplatz verwehrt, dennoch zeigten die Teams, dass sie mit ihrer Leistungsstärke zur europäischen Spitze zählen, denn Brüssel gilt als wichtigster Gradmesser für die Saison.

Aber auch die knappen Ergebnisse und die undankbaren vierten Plätze in der Vorrunde durch die Teams Christopher Scharf/Sandra Büchler (SH) in der Katame no Kata, welche nur um 0,5 Punkte den Finaleinzug und einen verdienten Platz auf dem Podium verpassten sowie Thomas Hofmann mit Uke Daniel Koliander in der Kodokan Goshin jutsu zeigen, wie eng die internationale Leistungsdichte ist.

Die weiteren deutschen Paarungen konnten sich leider nicht in den vorderen Rängen ihrer jeweiligen Pools wiederfinden.

In vier Wochen findet im italienischen Pordenone das nächste Kata-Turnier auf der EJU-Tour mit deutscher Beteiligung statt, bei dem die eine oder andere Medaille angepeilt wird, um sich für die EM im Mai im slowenischen Koper einzustimmen.