Kata-Teams mit vier Finalteilnahmen in Brüssel

Fotos: Thomas Hofmann

Im belgischen Brüssel wurde am letzten Sonntag der jährliche Saisonauftakt der europäischen Kata-Teams beim EJU Tournament „Marcel Clause“ eröffnet. Mit neun Paaren war der DJB vertreten, darunter gestandene Teams, die dieses Turnier zur internationalen Standortbestimmtung und Vorbereitung auf die im Mai anstehenden Europameisterschaften nutzen, aber auch Newcomern, die sich dem internationalen Vergleich stellen und zur Sichtung anstehen.

26.02.2015 von [Sebastian Frey]

In dem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld aus elf Nationen konnten vier deutsche Teams in die Finalrunden einziehen. Mit etwas mehr Losglück in den Pools der Nage no Kata und Katame no Kata wären zwei weitere Finalteilnahmen möglich gewesen. So erwischten die amtierenden deutschen Vizemeister der Nage no Kata Alexander Schleicher und Tim Smeikal (NS) in ihrem Pool die Europameister aus Belgien und die niederländischen EM-Dritten. Mit einem Abstand von sechs Punkten verpassten sie den Sprung ins Viertelfinale und eine Medaille denkbar knapp.
 
Ebenso erging es den Newcomer-Teams Reinhard Köhler/Jürgen Mohr (PF) und Dirk Hagedorn/Insa Tschentscher (NS) in der Katame no Kata mit den undankbaren Startnummern eins und zwei. Unbeeindruckt hiervon konnten beide Paare dennoch überzeugen und ihre Leistungen von den German Kata Open 2014 bestätigen. Ebenfalls an die Leistungen anknüpfen konnten in der Kodokan goshin jutsu Astrid Machulik (BE) und Heiko Kother (SA) mit einem beachtlichen fünften Platz.

In der Finalrunde der besten sechs Teams verfehlten die deutschen Meister Jörn Sinsilewski und Volker Degenhart (NW) in der Kime no Kata, in der Vorrunde noch punktgleich mit den späteren Zweitplatzierten aus Frankreich, durch einen individuellen Fehler beim Angrüßen ihren verdienten Platz auf dem Treppchen. Ebenfalls ein Missgeschick unterlief Godula Thiemann und Jennifer Goldschmidt (NW) im Finale der Katame no Kata bei der Demonstration der ersten Haltegrifftechnik. Auch ihnen blieb der Sprung aufs Podest verwehrt. Mit Platz fünf schlossen Gerd Kremer und Norbert Schäfer (NW) die Finalrunde der Katame no Kata ab.
 
Trotz der ein oder anderen verfehlten Medaille können wir positiv in die Wettkampfsaison blicken und feststellen, dass die nationalen Top-Teams den Kontakt zur europäischen Spitzengruppe halten und die Newcomer sich nahtlos ins internationale Mittelfeld eingereiht haben.
 
Die deutschen Farben als Wertungsrichter vertrat DJB-Kata-Referent Stefan Bernreuther, welcher als Head-Judge sowohl in der Vor- und Finalrunde zum Einsatz kam.