Neue Mitarbeiter in der Geschäftsstelle

privat

Zum 1. Januar wurden weitere Funktionen in der Geschäftsstelle besetzt. Als neuen Mitarbeiter begrüßten die Kollegen Jens Keidel als Referent Verbandsentwicklung.

18.01.2023 von [Birgit Arendt]

Jens Keidel ist vielen als Referent und Trainer bekannt. Seine eigene Judokarriere startete mit sechs Jahren. „Später zeichnete sich ab, dass ich es durch Verletzungen nicht bis in die Spitze schaffen werde“, sagt er. Zunächst wurde er Vereinstrainer, was er bis heute noch ist, entdeckte seine Befähigung als Lernbegleiter und entwickelte diese weiter. Er war über Jahrzehnte in der Traineraus- und fortbildung in Bayern und später auch für andere Landesverbände und Sportbünde tätig.

Nun wird er sich in der DJB-Geschäftsstelle mit vielen Aufgaben rund um die Verbandsentwicklung beschäftigen.

Parallel und gerade akut drängt sich aber das Thema Judo-Festival in den Vordergrund. Für ihn ist es sehr wichtig, dieses Event, das nun schon zwei Mal verschoben wurde, endlich durchzuführen und das, ohne rote Zahlen zu schreiben. „Da ich schon beim Festival in Köln dabei war und das Judo-Festival 2019 in Bayern organisiert habe, kann ich hier relativ schnell ins kalte Wasser springen. Ich freu mich sehr darauf, da wir hier auch schon weitere Projekte umsetzen wollen.“

In der Verbandsentwicklung möchte er die Kommunikation, Strukturen und Prozesse verbessern und dadurch die Vernetzung zwischen den verschiedenen Partnern des DJB und seinen Mitgliedern stärken. „In meinen Augen muss sich der Deutsche Judo-Bund zunächst fokussieren und die Kooperation mit seinen Mitgliedern über die Landesverbände stärken.“

Seine Aufgaben strukturiert er sehr klar.

Kurzfristig will er die Trainer-Aus- und -Fortbildungen flächendeckend unterstützen, um Mitglieder zu halten. Auch Projekte aktivieren und finalisieren, die „geruht“ haben, wie Taiso, Prävention Kameleons und weitere.

Mittelfristig geht es ihm um eine moderne Verbandsarbeit, zum Beispiel durch verstärkte Digitalisierung, regelmäßigen Informationsaustausch auf verschiedenen Ebenen und die Unterstützung der Vereinsfunktionäre.

„Langfristig braucht der DJB eine Vision über mindestens zehn Jahre und diese muss zusammen mit den Landesverbänden und Referenten entstehen damit sie gelebt wird.“

Schwerpunkt muss aus seiner momentanen Sicht die Mitgliedererhaltung, sprich der Verbleib der Sportler im Judo sein. „Zudem sind wir eine olympische Sportart und müssen damit Judoka zum Kämpfen bewegen. Der DOSB Entwicklungsbericht zeigt über fast alle Sportarten hinweg dasselbe Bild. Jugendliche bleiben nicht im Verein und/oder beteiligen sich nicht an Wettkämpfen.“

Um überhaupt viele Ziele angehen zu können, hat er gemeinsam mit Ralf Lippmann und Loretta Theis zunächst viele Förderanträge gestellt, um mit den Mitteln bestehende und neue Ziele/Projekte starten zu können. Im Team versuchen sie nun Stück für Stück 2023 eine Struktur zu schaffen und parallel die bestehenden Projekte umzusetzen.

„Ich sehe es für unerlässlich, verstärkt mit den Landesverbänden zu kooperieren und sie zu unterstützen, aber auch Ideen von ihnen aufzugreifen und sie untereinander zu vernetzen. Allein mit unseren finanziellen und personellen Mitteln können wir nicht alle Ziele erreichen.“ Dabei sieht er, dass manche Dinge schnell und zeitnah umgesetzt werden, andere jedoch erst noch entwickelt bzw. finanziert werden müssen. „Das geht nicht alles sofort und leider auch oft nicht parallel.“

Jens Keidel war bereits in der Vergangenheit an vielen DJB-Projekten und Aktionen beteiligt. Mit diesem Wissen und den Erfahrungen aus den verschiedenen Funktionen, in denen er bereits tätig war, auch die unterschiedlichen Ausbildungen, auf die er verweisen kann, kann er sicher gerade diese Funktion gut ausfüllen.

„Mein persönliches Ziel ist es, dass der DJB sichtbar in den Vereinen wird und die Judoka sich als Teil des DJB sehen. Die Definition für einen Verein wird beschrieben, dass es eine Organisation ist, in der sich Personen mit bestimmten gemeinsamen Interessen und Zielen zu einem gemeinsamen Tun zusammengeschlossen haben.

Unser gemeinsames Ziel ist Judo – lasst es uns gemeinsam TUN!“