Ole Bischof erhielt DOSB-Ehrennadel

Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat auf seiner Mitgliederversammlung in Düsseldorf neun Persönlichkeiten in Anerkennung für ihre Verdienste um den Sport mit der DOSB-Ehrennadel ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehört auch Judo-Olympiasieger Ole Bischof.

05.12.2018 von [DOSB]

Zu seinen aktiven Zeiten als Judoka wurde Ole Bischof von den Medien „Vorzeigekämpfer“, „Ausnahmeathlet“ und „wahrer Champion“ genannt. Er besitzt den 5. Dan. Wenn sich dieser einmalige Erfahrungsschatz aufs höchste Ehrenamt im Leistungssport übertragen lässt, sei das schön, sagte Laudator Alfons Hörmann. Schon zwei Jahre nach Abschluss seiner Athletenkarriere mit Olympiasilber in London habe sich Bischof der Verantwortung als DOSB-Vizepräsident Leistungssport gestellt. Beruf und Ehrenamt lasse sich nun nicht mehr vereinbaren. Aber „die Bilanz kann sich sehen lassen. Die aktuellen Fortschritte bei der Leistungssportreform machen Mut für die Zukunft. Die guten Ergebnisse von Team D in Rio 2016 und Pyeongchang 2018 lassen hoffen, dass auch hier eine nachhaltige Trendwende eingeläutet wurde.“

Die 15. Mitgliederversammlung des DOSB hat in Düsseldorf das Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt. Die rund 400 Delegierten bestätigten mit großer Mehrheit in geheimer Wahl Alfons Hörmann in seinem Amt als DOSB-Präsident (383 von 444 gültigen Stimmen, 86,3 Prozent). Als Gegenkandidat trat Dr. Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon-Union (DTU), an, der 61 Stimmen erhielt.

Vor den Wahlen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer in seiner Rede die herausragenden Leistungen und die große Bedeutung des organisierten Sports für die Gesellschaft betont. Er sicherte dem DOSB seine volle Unterstützung für die weitere Umsetzung der Leistungssportreform zu und kündigte die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für Großveranstaltungen in Sportdeutschland an, zu denen mittelfristig auch eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele zählen könnte.
 
Zur Nachfolgerin für den ausgeschiedenen Vizepräsidenten Leistungssport, Ole Bischof, wurde Uschi Schmitz (66) einstimmig gewählt. Bischof hatte im Sommer bekannt gegeben, dass er auf eine erneute Kandidatur verzichte, weil die zeitliche Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf in seiner aktuellen Lebensphase nicht einfach sei. Die frühere Hockey-Nationalspielerin und Diplom-Sportlehrerin Schmitz ist noch bis Ende des Jahres 2018 als Geschäftsführerin der Service
GmbH des Deutschen Turner-Bundes tätig, bevor sie dort altersbedingt ausscheiden wird. Zuvor wirkte sie jahrzehntelang als Generalsekretärin/Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hockey-Bundes.

Für den ebenfalls aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierenden Vizepräsidenten Finanzen, Stephan Abel, entschied sich die Versammlung einstimmig für den früheren Volleyball-Bundesligaspieler Kaweh Niroomand (65), der über Jahrzehnte erfolgreich in der Führung eines international agierenden Unternehmens tätig war, bevor er im Herbst 2014 seine berufliche Laufbahn beendete. Im Sport hatte er in den vergangenen zwei Jahrzehnten entscheidenden Anteil an der Erfolgsgeschichte der Berlin Volleys und ist Sprecher der Berliner Profiklubs.

Nachfolger von Walter Schneeloch, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung, der schon Anfang des Jahres bekanntgab, dass er nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiere, wurde Andreas Silbersack (51), der Präsident des Landessportbundes (LSB) Sachsen-Anhalt und bisheriger Sprecher der Konferenz der LSB.

Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden die Berliner Professorin Dr. Gudrun Doll-Tepper als Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, die Leipziger Sportsoziologin Dr. Petra Tzschoppe als Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung sowie Jan Holze als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und Jonathan Koch als gewählter Vertreter der Athleten-Kommission im DOSB-Präsidium. Koch löst in dieser Funktion den Vorsitzenden der Athleten-Kommission Max Hartung ab. Britta Heidemann gehört als Mitglied der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) automatisch dem DOSB-Präsidium an.