Peter Frese für weitere vier Jahre zum DJB-Präsidenten gewählt

Das neue DJB-Präsidium: Wolf-Dietrich Kurt, Dietrich Schneider, Michaela Engelmeier, Peter Frese, Jane Hartmann, Reinhard Nimz und Mark Borchert (von links nach rechts). Auf dem Foto fehlt Dr. Rainer Ganschow.

In Hannover tagen an diesem Wochenende die Vertreter der 18 Landesverbände bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Judo-Bundes (DJB).

12.11.2016 von [Erik Gruhn]

Als Gastgeber begrüßte Egbert von Horn, Präsident des Niedersächsischen Judo-Verbandes, die Delegierten. Unter den Versammlungsteilnehmern sind auch die Aktivensprecher Miryam Roper, Laura Vargas Koch und Marc Odenthal, die einen Bericht aus Sicht der Athleten abgaben.

DJB-Vizepräsident Lutz Pitsch blickte auf seine Arbeit im Judo in den letzten Jahrzehnten zurück, bedankte sich für viele schöne Erlebnisse und gab bekannt, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen wird.

DJB-Präsident Peter Frese berichtete über den Olympia-Zyklus 2013-2016. Leider wurden in Rio die drei Medaillen, die als Zielsetzung vorgegeben waren, nicht erreicht. Er stellte den Bronze-Erfolg von Laura Vargas Koch heraus, deren Medaillengewinn von 6,9 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt wurde. Er ging auf die Problematik ein, dass der DOSB trotz anderer vorheriger Absprachen einen Bundesstützpunkt streichen wird. Auch die finanziellen Zuwendungen werden aufgrund weiterer olympischer Sportarten reduziert. Die Leistungssportreform des DOSB ist seiner Meinung nach nicht ausgereift. „Wir müssen für 2020 ein Kompetenzteam bilden und schon jetzt die Weichen für 2024 stellen“ blickte Frese in die Zukunft. Die Einführung des Deutschen Jugendpokals und die Reform der Judo-Bundesliga der Männer sieht er positiv. Er lobte unter anderem die Breitensportaktionen wie Ippon-Girls und Sommerschule sowie die erfolgreiche Arbeit im Kata-Bereich. Er bedankte sich zum Abschluss bei den beiden Bundestrainern Michael Bazynski und Detlef Ultsch für ihre geleistete Arbeit. Beide werden in Zukunft in anderen Bereichen für den Judosport tätig sein.

Neue Bundestrainer werden Richard Trautmann für die Männer und Claudiu Pusa für die Frauen. Beide stellten das Konzept für ihre Arbeit der nächsten Jahre vor.

Bei den Neuwahlen des DJB-Präsidiums wurde Peter Frese ohne Gegenkandidat für weitere vier Jahre zum Präsidenten gewählt. Der 63-jährige Wuppertaler ist seit dem Jahr 2000 im Amt. Zu Vizepräsidenten wählte die Versammlung Michaela Engelmeier aus Engelskirchen, Dietrich Schneider aus Berlin und Dr. Rainer Ganschow aus Hamburg. Schatzmeister bleibt Wolf-Dietrich Kurt, der dieses Amt bereits seit 25 Jahren bekleidet.

Die Bestätigung der Vorstandsmitglieder erfolgte einstimmig: Laura Tsafak (Frauenreferentin), Jane Hartmann (Bundesjugendleiterin), Norbert Specker (Bundesjugendleiter), Stephan Bode (Bundeskampfrichterreferent), Ralf Lippmann (Lehr- und Prüfungsreferent), Johannes Karsch (Ligareferent), Erik Gruhn (Pressereferent), Stefan Bernreuther (Kata-Referent) und Günter Geist (Behindertensportreferent).

Am Rande der Versammlung stellte der Fotograf Micha Neugebauer sein Projekt „DIMA“ vor. Er plant eine Ausstellung mit den Fotos von Dimitri Peters und sucht hierfür Unterstützung.


(Die Versammlung dauert noch an. Der Bericht wird am Sonntag fortgesetzt.)