RUHR GAMES: Judo vor 15.000 Zuschauern

Mit einem mitreißenden Auftritt setzte Bosse am Sonntagabend einen würdigen Schlusspunkt für vier atemberaubende Tage im Landschaftspark Duisburg-Nord. Die dritten RUHR GAMES haben mit insgesamt 110.000 Besucherinnen und Besuchern ihren Zuspruch von 2017 knapp verdoppelt und etablieren sich endgültig als Highlight der Sportmetropole Ruhr!

24.06.2019 von [Erik Gruhn]

Das hochmoderne Festival-Konzept vor imposanter Industriekulisse begeisterte Aktive, Sportverbände, Zuschauer und Medien gleichermaßen. Die konsequente Weiterentwicklung des Formats mit der Konzentration auf einem Hauptstandort ist perfekt aufgegangen. Hier konnte der absolut einzigartige Mix aus Spitzensport, Mitmach-Aktionen, Kultur-Workshops und Shows seine Wirkung voll entfalten. An allen vier Festivaltagen strömten Menschen aus der gesamten Metropole Ruhr auf das riesige Areal des Landschaftsparks, um die zeitlich perfekt abgestimmten Sport-Highlights der RUHR GAMES zu verfolgen. Die unmittelbare Nähe der Wettkampfflächen brachte dabei Skateboard-Fans auch Tischtennis, Fechten und Ringen nahe, BMX-Begeisterte feuerten im Anschluss lautstark die Stabhochspringer an und im Center Court sorgten u.a. Basketball, Judo und die Funkin’ Stylez Finals durchgängig für frenetischen Jubel!

Bei den 215 Wettkämpfen in 16 verschiedenen Sportarten kämpften über 5.600 Sportlerinnen und Sportler um die Medaillen. Im internationalen Jugendcamp der Sportjugend NRW verbrachten 600 Jugendliche sechs spannende und intensive Tage. Interkulturelle Begegnungen, neue Freundschaften und sportlicher Wettkampf auf höchstem Niveau – das macht die RUHR GAMES für Sportlerinnen und Sportler weltweit attraktiv.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung präsentierten zehn Judokas vom PSV Duisburg vor 15.000 Zuschauern einen kurzen Einblick in den Judosport, bevor der Rapper Cro die Bühne übernahm und einen stimmungsvollen Auftritt ablieferte. Nach einem Judo-Länderkampf der U21 zwischen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden, wurde am Folgetag ein Einzelwettbewerb der Altersklasse U18 ausgetragen. Am dritten Veranstaltungstag gab es Mannschaftskämpfe zwischen den Bezirkauswahlteams der verschiedenen Regierungsbezirke NRWs für die Altersklassen U15 und U18. Zusätzlich war eine Gastmannschaft aus dem Distrik Limburg (Niederlande) angereist.

Die Vorrundenkämpfe im Judo wurden in der Kraftzentrale des Lanschaftsparks gemeinsam mit Tischtennis, Fechten, Soccer und Skateboard ausgetragen. Für die Einzelfinals und das Mannschaftsfinale der U18 ging es anschließend in den Center Court, wo vor 600 Zuschauern unter freiem Himmel die Sieger ermittelt wurden. NWJV-Präsident Andreas Kleegräfe zog eine durchweg positive Bilanz der Veranstaltung: „Die RUHR GAMES haben mich tief beeindruckt. Alle Kämpferinnen und Kämpfer haben den Zuschauern gezeigt was Judo zu bieten hat. Unsere NWJV-Jugend hat großartige sportliche Leistungen gezeigt und war stets fair, höflich und respektvoll. Ihr habt euch trotz der Lautstärke und der hohen Temperaturen in der Halle vorbildlich verhalten und den Besuchern unsere Judo-Werte live demonstriert. Super!"

Fortsetzung für 2021 fest im Blick

Bereits am Donnerstagabend hatte Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Eröffnungsansprache keinen Zweifel am Stellenwert der RUHR GAMES gelassen und sie als eine Wegbereiterin der geplanten Olympia-Bewerbung für 2032 benannt. Und so fällt auch das Fazit des Ministerpräsidenten uneingeschränkt positiv aus: „Die RUHR GAMES 2019 haben ein starkes Signal geliefert: Als größtes internationales Jugendfestival haben sie junge Menschen aus ganz Europa und der Welt in einer einzigartigen Verbindung aus Sport und Kultur mitten im Ruhrgebiet, im Sportland Nordrhein-Westfalen zusammengebracht. Ich freue mich, dass sich so viele Besucherinnen und Besucher davon haben begeistern lassen. Ein rasantes Sportkulturfestival im Herzen von Europa – das fördern wir als Land gerne.“

Nach dem überwältigend positiven Ergebnis der dritten Auflage und ausnahmslos begeisterten Rückmeldungen, insbesondere auch von den beteiligten Sportverbänden, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe. Das Planungs- und Durchführungskonzept sieht als nächsten Standort Bochum im Jahr 2021 vor: „Mit den RUHR GAMES ist es dem Regionalverband Ruhr als Veranstalter gelungen, ein beispielloses Format in der Metropole Ruhr in der Verbindung von Jugendkultur und Sport für die ganze Familie zu kreieren, das immer mehr Besucherinnen und Besucher anzieht und begeistert“, resümierte Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr.