So war es beim Jugendpokal

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Gewinner der Landesentscheide, um untereinander den Jugendpokalsieger 2017 auszumachen. Die Titel gingen an Mannschaften aus Hamburg und Bayern.

27.06.2017 von [Lino Hermanns]

„Das war sexy, das war elegant“

Nachdem die meisten Mannschaften schon am Freitagabend anreisten und die Jugendlichen das Training mit U21-Nationaltrainer Pedro Guedes absolvieren konnten, wartete am nächsten Morgen der zweite Stargast auf die Athleten. Julie Hölterhoff, Nationalmannschaftskämpferin und Bronzemedaillengewinnerin der U21-Weltmeisterschaften, passte ihr geplantes Training an und konnte so mit allen Judoka ein reibungsloses Training durchführen. 

Nach der Einlaufzeremonie und einer Ansprache des Bundesjugendleiters Norbert Specker starteten direkt die ersten Kämpfe im Sport- und Freizeitzentrum in Frankfurt Kalbach. Hochklassige Kämpfe, schöne Ippons und gute Stimmung prägten das Bild am Samstag. Auf und neben der Tatami wurden Emotionen gelebt und die Fans und Teamkameraden peitschten ihre Kämpfer nach vorne. Teamspririt par excellence! Vor allem die Mannschaften aus Bayern haben ordentlich Stimmung gemacht und mit ihren Schlachtrufen auch mal für ein Schmunzeln gesorgt. „Das war sexy, das war elegant“ tönte es immer wieder lauthals durch die Halle.

„Das war sexy, das war elegant“ – Großhadern und Lenggries at it`s best!

An gleichen Wochenende fand auch die Präsidiumssitzung des Deutschen Judo-Bundes (DJB) in Frankfurt statt. Und so ließen es sich die Präsidenten der Landesverbände und das DJB-Präsidium nicht nehmen, dem Wettkampf einen Besuch abzustatten und die tolle Stimmung zu genießen. Gute Werbung für den Jugendpokal.

Neben den hochklassigen Kämpfen wurde auch das Rahmenprogramm ausgiebig von den Athleten und den jungen Zuschauern und Fans genutzt. Die Hüpfburg und die aufblasbaren Sumoanzüge waren besonders beliebt und stets gut besucht. Neben Informationen rund um die Jugendarbeit beim DJB hatte man hier auch die Möglichkeit bei Gewinnspielen mitzumachen. Die NADA war mit einem stylischen Loungebereich vertreten und informierte die jungen Athleten über die Gefahren von Doping. Außerdem konnten sich die Jugendlichen bei Finedesigns coole T-Shirts und Pullis drucken lassen. Yoko war natürlich auch vor Ort und machte sogar beim Aufwärmtraining mit und stand für Selfies zur Verfügung. Jede Menge Action also.

Schwitzen ist angesagt :-) 

Der anvisierte Zeitplan konnte fast ohne Verzögerung durchgeführt werden und gegen 18:15 Uhr liefen die letzten Kämpfe auf der Matte.

Spannende Duelle am finalen Kampftag

Im Trostrunden-Finale bei den Mädchen kämpften die KG 1. JC Mönchengladbach/ASG Elsdorf gegen die KG TH Eilbeck/HT 16 sowie die KG Kim Chi Wiesbaden/JC Rüsselsheim gegen das Team Schwerin. Bei den Jungen lauteten die Duelle Budokan Lübeck gegen die RSV Eintracht 1949 sowie Eintracht Hildesheim gegen UJKC Potsdam.

Der Titel "Deutscher Jugendpokalsieger" wurde letztendlich unter folgenden Mannschaften ausgemacht:

Finale Mädchen: 

KG UJKC Potsdam/Budokan Brandenburg - KG TSV Großhadern/TV Lenggries  

Finale  Jungen:

TH Eilbeck – TSV Abensberg

Zunächst stand am Finaltag aber das Aufwärmtraining mit dem amtierenden Deutschen Meister Eduard Trippel und Nils Fassmann (2. DM U18 2017) auf dem Programm. Viele turnerische Elemente machten den jungen Judoka sichtlich Spaß und forderten sie heraus. Gut aufgewärmt begannen die ersten Kämpfe pünktlich um 10:00 Uhr. Die Stimmung war wie schon am Vortag super und die verkleinerte Mattenfläche sorgte rund um die Tatami für einen Hexenkessel. Schließlich ging es bei allen Mannschaften noch um einen Platz auf dem Treppchen oder sogar um den Titel.

Ob an Eduard Trippel ein Kunstturner verloren gegangen ist? Wir freuen uns, dass er Judo macht!

Auf den dritten Plätzen landeten bei den Mädels die KG 1. JC Mönchengladbach/ASG Elsdorf und die KG Kim Chi Wiesbaden/JC Rüsselsheim. Die Duelle gingen relativ deutlich aus. Die KG 1. JC Mönchengladbach/ASG Elsdorf gewann 4:1 gegen die KG TH Eilbeck/HT 16 und die KG Kim Chi Wiesbaden/JC Rüsselsheim musste  gegen das Team Schwerin keinen Kampf abgeben und gewann mit 5:0. Bei den Jungs konnten sich letztendlich Budokan Lübeck und UJKC Potsdam einen Platz auf dem Treppchen sichern. Sie gewannen jeweils mit 3:2 gegen die RSV Eintracht 1949 bzw. Eintracht Hildesheim.

Im Finale standen sich bei der weiblichen U16 Mannschaften aus Brandenburg und Bayern gegenüber. Nachdem beide Mannschaften souverän in das Finale eingezogen sind, machten sie sich berechtigte Hoffnungen den Titel „Deutscher Jugendpokalsieger“ mit nach Hause zu nehmen. Letztendlich gewann die KG TSV Großhadern/TV Lenggries mit 4:1 gegen die KG UJKC Potsdam/Budokan Brandenburg. Beide Teams zeigten tolles Judo und boten den Zuschauern und Fans spannende Kämpfe. Die Freude bei den Siegern war riesig und die Enttäuschung auf der anderen Seite groß. So nah können Freud und Leid beisammen liegen.

Das Finale der Jungen schrieb seine eigene Geschichte. Nachdem Eilbeck im letzten Jahr schon 2:0 gegen den JSV Speyer geführt hatte und noch verlor, ging es diesmal besser für das Team aus Hamburg aus. Im diesjährigen Finale lagen sie 0:1 zurück und konnten ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen. Mit drei schönen Ippon-Wertungen haben sie das Duell gegen den TSV Abensberg letztendlich mit 3:2 für sich entscheiden. Nach dem zweiten Platz im letzten Jahr nun noch die Steigerung und der Platz ganz oben auf dem Treppchen.

Eilbeck auf der Siegerstraße

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) gratuliert der KG TSV Großhadern/TV Lenggries  und dem TH Eilbeck zum Titel „Deutscher Jugendpokalsieger 2017“ in der Altersklasse U16. Es können sich aber alle Mannschaften als Sieger fühlen. Wer emotionale und ausdrucksstarke Bilder seiner Kämpfer haben möchte, kann sich bei Judo-Fotograf Klaus Müller melden. Er hat während des Jugendpokals tolle Fotos gemacht und bietet diese nun an. Es besteht auch die Möglichkeit ein ganzes Fotobuch zu erwerben. Einfach bei Klaus Müller melden: Km-pics Sport- & Eventfotografie.

Die Stimmung im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach war während der gesamten Wettkampftage super und der Deutsche Jugendpokal U16 endete mit spannenden und hochklassigen Finalkämpfen. Der DJB möchte sich beim 1. DJC für seine Unterstützung bedanken. Ohne engagierte Helfer wäre die Durchführung dieser Veranstaltung nicht möglich gewesen. Ein großer Dank geht auch an das Gelenkzentrum Rhein Main in Person von Dr. Scholz und Dr. Rummel und das Äskulap Sanitätsdienste für die ärztliche Betreuung. Nicht zu vergessen das Engagement der Trainer, Betreuer und mitgereisten Familien. Vielen Dank an alle Beteiligten für ihre Unterstützung und den Support vor Ort.

Bildergalerie: Der Jugendpokal in 60 Bildern