Starke Medaillenausbeute in Tallinn

Philipp Galandi setzte sich gegen die gesamte Konkurrenz durch

Zwei Gold- und sechs Bronzemedaillen. So liest sich die gute Medaillenbilanz der deutschen Judoka bei den European Open in Tallinn (Estland). 

14.10.2019

Besonders überzeugen konnten Manuel Scheibel (-66 kg) und Philipp Galandi (-100 kg). Scheibel legte eine wahren Kraftakt hin und kämpfe fünf anstrengende Begegnungen, darunter drei Mal im Golden Score. Nach dem Poolsieg im Duell gegen den Russen Gevorg Karapetian musste er sowohl im Halbfinale gegen Anzaur Ardanov, ebenfalls aus Russland, als auch im Finale gegen den Franzosen Robin Corrado in die Verlängerung. Im Finale setzte er sich nach 5:34 Minuten Kampfzeit gegen seinen europäischen Kontrahenten mit Ippon durch. Eine verdiente Goldmedaille für den jungen bayerischen Kämpfer.

Die zweite Golfmedaille ging an Philipp Galandi in der Gewichtsklasse -100 kg. Im Gegensatz zu seinem Mannschaftskollegen machte er bei seinen vier Kämpfen kurzen Prozess und beendete alle Duelle vorzeitig. Im Poolfinale besiegte er den Weißrussen Anton Sachylovich nach knapp einer Minute Kampfzeit und sicherte sich den Weg in das Halbfinale. Dort wartete mit Grigori Minaskin ein erfahrener Athlet (u.a. 2. Platz Grand Prix Budapest 2019). Der Lokalmatador aus Estland hatte aber keine Chance gegen Galandi uns musste sich bereits nach 58 Sekunden durch Ippon geschlagen geben. Karolis Bauza aus Litauen verlangte dem DJB-Athlet im Kampf um die Goldmedaille wesentlich mehr ab. Letztendlich setzte sich Galandi durch und landete ganz oben auf dem Siegerpodest. Eine Bronzemedaille konnte bei den Herren Maximilian Heyder (-60 kg) erkämpfen.

Goldjunge Scheibel in Aktion

Bei den Frauen platzierten sich alle zehn Starterinnen. Zwar gelang keiner Athletin der ganz große Wurf, aber mit insgesamt fünf Bronzemedaillen fällt die Bilanz sehr positiv aus. Mira Ulrich (-48 kg), Nathalie Rouviere (-52 kg), Jana Ziegler (-57 kg), Nadja Bazynski (-63 kg) und Teresa Zenker (-78 kg) zeigten in ihren „kleinen Finals“ keine Nerven und konnten die entscheidenden Medaillenkämpfe für sich entscheiden.  Knapp an einer Bronzemedaille gescheitert sind Nora Bannenberg (-57 kg), Agatha Schmidt (-63 kg) und Julie Hölterhoff (- 70 kg). Sie belegten letztendlich fünfte Plätze. 

Nach dem Wettkampfwochenende steht Deutschland mit insgesamt acht Medaillen und weiteren fünften Plätzen auf dem dritten Rang im Medaillenspiegel. Lediglich Frankreich (4/3/6) und die Niederlande (2/2/3) rangieren vor dem deutschen Team. Alle Ergebnisse können hier abgerufen werden.

Impressionen vom Wettkampfwochenende findet ihr auf der Website der EJU.