WM-Vorbereitung in Kienbaum

Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) in Kienbaum haben die Athleten mit Bravour gemeistert. Neben dem Training standen gestern noch eine Pressekonferenz und die Einweihung der neuen Judohalle auf dem Programm. In wenigen Tagen reist das WM-Team dann zur Weltmeisterschaft nach Japan. 

16.08.2019 von [Lino Hermanns]

Die Weltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Japan, Tokio, Budokan – diese Worte verbindet man unzertrennlich mit dem Judosport. Im vorolympischen Jahr können sich die deutschen Athleten und die internationale Konkurrenz schon einmal auf die Atmosphäre bei der größten Sportveranstaltung der Welt einstellen. Die WM in Tokio gilt als Generalprobe für die Olympischen Spiele 2020.

1964 war der Nippon Budokan Austragungsort der ersten olympischen Judo-Wettkämpfe. 55 Jahre später trifft sich Weltelite der Judoka in den „heiligen Hallen“, um ihre Weltmeister zu ermitteln. Die besten Judoka der Welt werden vom 25.08.-01.09.2019 alles geben, um am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen! 

Feinschliff holen

Für die deutschen Judoka heißt es, Lehren aus den European Games in Minsk zu ziehen und sich bestmöglich auf das Wettkampf-Highlight des Jahres vorzubereiten. Trainieren für den Erfolg. Die gesamte deutsche Mannschaft hat sich in Kienbaum auf die WM 2019 in Tokio vorbereitet.

Neben Talent sind akribisches Training und der unbedingte Wille, sich täglich zu verbessern, unabdingbare Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg. Während der UWV werden diese Aspekte noch einmal intensiviert und die Athleten trainieren noch härter für ihre Ziele. Im Bundesleistungszentrum in Kienbaum herrschen ideale Bedingungen für die WM-Vorbereitung und die gesamte Mannschaft konnte sich hier den letzten Feinschliff vor der WM holen. 

Bundestrainer Claudiu Pusa hat das Training fest im Blick. Weitere Fotos gibt es in der Galerie...

Der Tagesablauf besteht während dieser intensiven Trainingsphase aus Schlafen, Essen und Trainieren. Lange Trainingseinheiten, Schwitzen und Muskelkater gehören zum Alltag. Die Weltmeisterschaft in Tokio ist für jeden Sportler eine einmalige Erfahrung. Im altehrwürdigen Budokan im Mutterland des Judosport zu kämpfen, ist eine besondere Ehre. Für diese Ziele lohnt es sich hart zu trainieren und alles dafür zu geben. 

Perfekte Trainingsbedingungen

Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Judohalle wurden die Trainingsbedingungen im Leistungszentrum Kienbaum noch einmal verbessert und die Athleten können sich optimal auf sportliche Großereignisse vorbereiten. Nach einem Show-Training für die anwesende Presse überreichten Luise Malzahn und Alexander Wieczerzak den symbolischen Schlüssel für die neue Trainingsstätte.

Luise Malzahn und Alexander Wieczerzak bei der Einweihung der Judohalle

Im Anschluss kamen u. a. Beate Lohmann, Abteilungsleiterin Sport im BMI, DJB-Präsident Peter Frese, der projektleitende Architekt Grant Kelly und DOSB Leistungssport-Vorstand Dirk Schimmelpfennig zu Wort. 

WM-Ausblick

Schon vor der Hallen-Einweihung standen DJB-Sportdirektor Dr. Ruben Goebel, die Bundestrainer Richard Trautmann (Männer) und Claudiu Pusa (Frauen) sowie die Top-Athleten Luise Malzahn und Alexander Wieczerzak im Rahmen einer Pressekonferenz für Fragen zur Verfügung. In der 45-minütigen Pressekonferenz wurde auf die bevorstehende Weltmeisterschaft und die „Road to Tokyo“ (Olympische Spiele 2020) eingegangen.

Die DJB-Athleten sind hochmotiviert, wissen aber auch um die starke nationale und internationale Konkurrenz. Für eine Medaille muss alles passen und man muss einen perfekten Tag erwischen. In einigen Gewichtsklassen (-73 kg, -81 kg, -57 kg, -78 kg) schickt der DJB zwei Judoka zur WM nach Tokio. Dies spricht für die nationale Konkurrenz. 

Auch Alexander Wieczerzak, Weltmeister 2017, hat mit Dominic Ressel einen starken Konkurrenten. In der Gewichtsklasse bis 78 kg sind mit der erfahrenen Luise Malzahn (WM-Dritte, EM-Zweite, Olympia-Fünfte) und der immer stärker werdenden Anna-Maria Wagner zwei Top-Athletinnen in den deutschen Reihen. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen ist noch nichts entschieden. Die WM in Tokio ist ein weiterer Härtetest für alle DJB-Judoka. Nuancen entscheiden über Sieg oder Niederlage. 

Leider hat sich Laura Vargas Koch verletzt und muss die WM-Teilnahme absagen. Weitere Informationen dazu folgen.

In wenigen Tagen reisen die WM-Athleten nach Tokushima und akklimatisieren sich dort, ehe es nach Tokio geht. Alle Informationen zur WM erhaltet ihr auf der DJB-Website und auf den Social Media Kanälen.

 

Fotos: Sören Starke (weitere Schnappschüsse in der Galerie)