Zentrale Sichtung der U15 mit Kontakt zu den ganz Großen

Rund 80 Judoka aus elf Landesverbänden nahmen in der vergangenen Woche am zentralen Sichtungslehrgang des Deutschen Judo-Bundes in Kienbaum teil. Zeitgleich absolvierte die Herrennationalmannschaft ihre Vorbereitung für die Europameisterschaften in der brandenburgischen Kleinstadt. Eine zusätzliche Motivation für die Nachwuchskämpfer.

02.06.2015 von [Moritz Belmann]

Ganz genau beobachteten die Teilnehmer des zentralen Sichtungslehrgangs der Altersklasse U15 die Techniken und Randoris von Sven Maresch, Karl-Richard Frey und Co. Gebannt blickten die Nachwuchskämpfer auf die Matte und versuchten sich so, den einen oder anderen Trick von den Sportlern der Herrennationalmannschaft abzugucken. Nach der Theorie gingen die Sportlerinnen und Sportler der verschiedenen Landesverbände dann, nach der obligatorischen Autogrammjagd, selbst auf die Matte des Leistungszentrums Kienbaum. Unter den Augen von Lena Göldi, Bundestrainerin der weiblichen U18, Bruno Tsafack, Bundestrainer der männlichen U18, Olaf Schmidt, Mitglied des Nachwuchstrainerteams, und Yvonne Bönisch, Olympiasiegerin von 2004, arbeiteten die 80 Judoka an ihren Wettkampfprofilen. Dabei stand die Grundkampfkonzeption, welche im vergangenen Jahr entwickelt und beim Nachwuchstrainerseminar im Januar vorgestellt worden ist, eine zentrale Rolle. „Für uns war es wichtig, die Anwendung der GKKZ zu überprüfen. Darüber hinaus wollten wir die, schon bei Wettkämpfen gesichteten Athletinnen und Athleten über einen Zeitraum von vier Tagen genauer beobachten“, erklärte Bundestrainer Bruno Tsafack. Schon traditionell stellte dabei das Bodenturnier ein Highlight des Lehrganges dar. Die Gewinnerinnen und Gewinner freuten sich über das obligatorische T-Shirt.