Anna Monta Olek gewinnt Bronze
Im Kampf um Bronze besiegt Anna Monta Olek ihre Teamkameradin Alina Böhm mit 3:2 Strafen und gewinnt Bronze.
Birgit Arendt

Nach einem Freilos trifft Anna Monta Olek (JT Hannover – NS, -78 kg) auf die Französin Lila Mazzarino. Nach siebeneinhalb Minuten Kampfzeit entscheidet unsere Athletin den Kampf mit Waza-ari für sich und steht im Poolfinale gegen die aktuelle EM-Dritte Yuliia Kurchenko aus der Ukraine. Diesen Kampf gewinnt sie ebenso, diesmal nach reichlich fünf Minuten mit der dritten Strafe für Kurchenko.
Damit kämpft sie im Halbfinale gegen Yelisaveta Lytvynenko, die nach Olympia in Paris nun für die Vereinigten Emirate startet. Schon nach wenigen Sekunden punktet Lytvynenko mit Yuko und setzt eine Minute mit Waza-ari nach. Anna Monta Olek holt zwar kurz vor Kampfende mit Waza-ari eine Wertung auf, verliert aber dennoch und kämpft um Bronze.
In diesem Kampf steht sie ihrer Teamkameradin Alina Böhm gegenüber. Es ist ein knapper Kampf und endet nach viereinhalb Minuten mit 3:2 Strafen für Anna Monta Olek, die damit Bronze gewinnt.
Alina Böhms Weg bis ins Kleine Finale war teilweise von langen Kämpfen geprägt. Gegen Sairi Colon aus Puerto Rico gewinnt die Athletin, die aktuell für den JC 71 Düsseldorf aus NW startet, mit Yuko und kurz vor Ende der Kampfzeit mit Ippon. Im zweiten Kampf gegen Guusje Steenhuis aus den Niederlanden gewinnt sie mit Yuko und steht der Olympiasiegerin und aktuellen Weltmeisterin Alice Bellandi aus Italien im Poolfinale gegenüber. Nach fast sieben Minuten Kampfzeit punktet Bellandi mit Yuko und schickt damit Alina Böhm in die Trostrunde. Dort kämpft sie gegen die Olympiadritte und aktuelle WM-Fünfte Zhanzao Ma aus China achteinhalb Minuten und gewinnt dann mit einer Yuko-Wertung.
Damit war der teaminterne Kampf um Bronze angesagt, den Anna Monta Olek gewinnt. Alina Böhm wird Fünfte.
In der 70-Kilo-Klasse kämpfen auch zwei Athletinnen aus Deutschland. Giovanna Scoccimarro (MTV Vorsfelde – NS) gewinnt nach einem Freilos gegen Barbara Timo aus Portugal mit Yuko, verliert dann jedoch den nächsten Kampf gegen Irene Pedrotti aus Italien nach fast fünf Minuten ebenso mit Yuko und scheidet aus.
Miriam Butkereit (SV Halle – ST) steigt auch erst nach einem Freilos ein und kämpft gegen die Angolanerin Diassonema Mucungui. Die überrascht unsere Athletin nach einer Minute mit Yuko, den sie aber kurz danach ausgleichen kann und nach weniger als drei Minuten mit einer Haltetechnik den Kampf gewinnt. Im nächsten Kampf gegen Adelina Novitsky aus Israel muss sie sich jedoch nach fünfeinhalb Minuten mit Yuko geschlagen geben und scheidet ebenfalls aus.
Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa freut sich grundsätzlich über die guten Ergebnisse seines Top-Teams. “Es war ein guter Start und Auftakt im Wettkampfkalender in diesem Jahr. Dennoch war noch mehr drin, aber es hat keine Athletin enttäuscht. Es hat noch etwas Spritzigkeit und Präzision in bestimmten Situationen gefehlt. Daran arbeiten wir.”
Bei den Männern ist Johann Lenz (TSV München-Großhadern – BY) in der 90-Kilo-Klasse mit drei Kämpfen der erfolgreichste Athlet. Es besiegt zunächst Aidar Arapov aus Kasachstan zum Ende der Kampfzeit mit einer Haltetechnik und punktet auch gegen Gergely Nerpel aus Ungarn mit Waza-ari und Yuko, die er taktisch klug bis zum Kampfende verteidigt. Erst Alexis Mathieu aus Frankreich kann ihn mit Yuko und Waza-ari stoppen, eine Runde zu früh für eine Platzierung.
Auch Dominic Ressel (TSV Kronshagen – SH) muss sich nach einem Freilos und einem Sieg gegen den US-Amerikaner Alexander Knauf dem Griechen Theodoros Tselidis durch Strafen geschlagen geben, auch hier eine Runde zu früh für eine Platzierung.
Timo Cavelius (PTSV Hof – BY, bis 81 kg), Daniel Udsilauri (Eimsbütteler TV – HH) und Marvin Belz (UJKC Potsdam – BB, beide +100 kg) verlieren ihren Auftaktkampf und scheiden aus.
Die Athleten nehmen nun am Internationalen Trainingscamp in Paris teil. “Wir freuen uns auf gute Randori-Einheiten in den nächsten Tagen”, sagt Claudiu Pusa.
Wettkampfergebnisse: